Beiträge von mastrolorenzo

    Mit Verlaub, es ist dann doch ein Unterschied, ob man eine historische Bezeichnung missbrautächt, oder ob man ohne Not eine Technologie einstampft, die jahrzehntelang identitätsstiftend war.

    Das würde mich dann schon wunder nehmen, warum genau denn PSA diese "identitätsstiftende Technologie" hätte weiterführen sollen, wenn sie irgendwie ein einstelliger Prozentsatz überhaupt noch dazubestellte?? Damit sich PSA finanziell selber abschiesst wie Fiat/Alfa/Lancia?? ;)

    Man merke an: Citroen hat die Identität "Komfort" auch ohne diesen aus heutiger Sicht zu komplexen "Stuss" bewahrt. So schlecht haben die nicht gearbeitet.

    Vielleicht ist es zu einfach, aber diese Franzosen haben vor der Fusion bereits Citroën aus rein finanziellen Überlegungen das Markenherz herausgerissen.

    Ein Gespür für Markengeschichte haben sie keines, oder es ist für sie schlicht zweitrangig.

    Sehe ich überhaupt nicht so...hätte vor 1j fast die Zitrone gekauft. Man kann im Jahr 2000+ auch ein überdurchnittlich komfortables Auto bauen OHNE Hydropneumatik. Sowas würde heute zu Recht kaum einer wollen (ich auch nicht). Auch beim C5-iii war sie nur noch optional und nur noch wenige bestellten sie. PSA hat somit alles richtig gemacht. Warum an etwas stur haften bleiben wenns indessen andere (fast) gleichwertige Lösungen gibt. Der Markenkern ist dennoch geblieben.

    Alfa macht hingegen zickzack und das wird auch so wahrgenommen. Keine Linie, nix.

    das ist ja auch ein reiner Franzosen Konzern... so können sie sich die italienische Konkurrenz fern halten und zerstören diese immer mehr.

    Daher mein Hate auf diese Stümper; ich bin Alfisti

    und habe kein Interesse an Franzosen Kisten (oder Polenkisten)

    wenn schon Polen, dann die früheren Fiat Cinquecento :love:

    Es ist zu einfach, die Schuld einfach den Franzosen zuzuschieben. Der Haupteigner ist Italiener, ein Teil der Führungsriege war es auch schon immer. Der PSA Teil ist ganz einfach stärker gewichtet, weil er vor der Fusion:

    - profitabel war

    - eine vollst. Produktpalette hatte

    - die Produkte klar positioniert hat

    - eine modernere Basis hatte

    - in Europa sehr gut und breit aufgestellt war

    - imagemässig nicht mehr als der "billige" Franzose galt

    Da kann man 1+1 zusammenzählen auf welcher Basis man eine Fusion aufbaut. Die Italiener hätten davon profitieren können. Aber man setzte lieber auf tolle Hobbyprojekte. Anstelle einmal an der Basis (Image) zu arbeiten und von den Franzosen Kontinuität zu lernen. Dafür war/ ist man zu stolz.

    Naja, der französische Teil von Stellantis funktioniert zum grossen Teil ziemlich gut. Die Produkte sind authentisch, im Vgl. zum italienischen Part klar positioniert und sie haben eines: Kontinuität und Verlässlichkeit. Der neue C5 Aircross wurde mir im FJ25 angeboten, kurz bevor er vorgestellt wurde - und ich hätte ihn im Herbst/Winter 25 erhalten. Geliefert wie angesagt. Von sowas kann Fiat/Alfa/Lancia/Maserati nur träumen. Die kriegens einfach nicht annähernd hin.

    Zu "Zuverlässigkeit" gehört eben auch das und nicht nur die "mechanische" Zuverlässigkeit. Ein Produkt welches nur mit Geschwafel angekündigt wird....und dann erstmal nicht kommt, wird auch nie als zuverlässig wahrgenommen werden wenns dann kommt.

    Da geb ich Dir Recht. Als Firmenfahrzeug genutzt "funktionierte" die Giulia sehr gut. Man fällt etwas auf, edel und gepflegt, ohne aber protzig oder übertrieben zu wirken. Ob die Leute nun Alfa gut finden oder nicht war da egal, aber subtil bleibt eben was hängen. Nur Lancia war noch besser...

    Fast zeitgleich mit dem Firmenverkauf habe ich aber auch sie verkauft. Hobbies, Lebenssituation etc. ändern sich halt und damit auch die Ansprüche. Heute würden mich "unnötige" Werkstattaufenthalte (die ich definitiv hatte) nur nerven. Zuvor akzeptierte ich die einfach nach dem Motto "gehört halt dazu".

    Aber noch was, was mir immer auffiel: in KEINEM anderen Fz wurde man immer so freundlich angelacht, zB beim Fussgängerstreifen. Selbst wenn man in letzter Sekunde anhielt. In jedem anderen Fz gabs da den Stinkefinger. In der Jule nie ;-). Das war definitiv immer auffällig.

    Von da her: subtil wirkt die Giulia zugegebenermassen definitiv, ob nun geschäftlich, bei Frauen oder was auch immer...

    Zusammengefasst: alles Punkte/ Dinge die selbst jeder Laie schon aus der Ferne erkennt. Warum das aber ein millionenschweres Management seit >10j nicht erkennt - ich weiss es nicht. Was ich aber weiss: auch das macht die Produkte nicht besser. Kaum einer traut diesem Laden. Und das (leider) oft zu Recht.

    Zurück zu den Erfahrungen: in der Schweiz findet man durchaus noch recht viele Leute, denen Alfa durchaus gefällt. Das beweist auch die Giulia/Stelvio Dichte...die sieht man SEHR oft. Aber es gibt eben auch genauso viele die NICHTS davon halten. Die Marke spaltet. Tonale, Junior und genauso der Fiat600 sind quasi inexistent. Im Ausland wird man mit Alfa nur belächelt, man hält dort GAR NICHTS davon (z.B in Rumänien). Vermultich der ganze bmw affine Balkan sowieso. Hat mich nie gestört. Aber: Würde ich denen die teurere Giulia oder meinen Renault hinstellen, 95% würden den Renault nehmen. Die wurden vor 15j ebenso belächelt - dem ist überhaupt nicht mehr so, im Gegenteil.

    Wobei dasselbe mit Jeep zumindest halbwegs zu funktionieren scheint. Ein Avenger e ist allerdings auch deutlich attraktiver als zB. das Junior Pendent, zumindest subjektiv (Preis-Leistung, Optik).

    Aber man macht nun auch dort dieselben Fehler (Renegade). Man hat jahrelang ein Fz in den Top10...und streicht es ersatzlos. Sprachlos...

    Lass mich gern überraschen, glaube aber weniger an Wunder ;). Wohl kaum mit dieser altbackenen Führung.

    Soviel zum Ruf: man stelle sich eine Automesse vor.

    Stand 1, Alfa: seit 10j dasselbe Modell ausgestellt. Ist zwar schön und ok, aber für den nicht-Kenner eben "uralt". Dazu ein paar Modelle wo man technisch vergleichbares an jedem x-beliebigen anderen Stand auch zu sehen bekommt.

    Stand 2: bmw zeigt den neuen i3 mit 900km wltp, was irgendwo 12-13 kWh/100km heissen wird. Selbst wenn bmw daneben "Alteisen" ausstellen würde, wirkt das moderner/fortschrittlicher

    Ich habs jetzt mal spaßhalber versucht es mit einem Bild zu beschreiben, um was es mir geht.

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    Das ist doch bei jedem Produkt mit gutem oder schlechtem Ruf so. Du kaufst ein "Qualitätsprodukt" mit gutem "Ruf" - Ausfälle stempfelst du autom. als Pech/Einzelfall ab, beim Produkt mit schlechtem Ruf hingegen erwartest du es insgeheim und fühlst dich sogar bestätigt...

    Den Ruf aufzubauen braucht ewig, aber er hält eben doch länger als erwartet bei Zwischenfällen (siehe VW Dieselskandal).

    Einen schönen Roman hast du da geschrieben, aber ich wiederhole zum keine Ahnung wie vielten Mal, dass es mir darum nicht geht. Auch habe ich ausdrücklich direkt zu Anfang geschrieben, dass ich hier nix ausdoktoren möchte, ihr sollt uns nur ledeglich eure Erfahrungen teilen. Damit hast du nur noch mehr gezeigt, dass du es nicht versanden hast.

    Bei dir ist aber auch eher ein extremer Einzelfall. Keine Marke ist von schlechten Werkstätten und ähnlichen Geschichten verschont.

    Das sind ein bisschen sehr viele "Einzelfälle". Die Liste ist nichtmal abschliessend. Aber als Italo-Fahrer ist man scheinbar bereit mehr hinzunehmen. Bei mir sind diese Zeiten aber definitiv vorbei, hätte schon früher reagieren müssen.

    Zumindest war man auf dem Weg. Meine 2017er Giulia war eine mittlere Katastrophe, eben genau so wie sich die Leute einen Alfa vorstellen. Aber nach dem Update 2018 scheinen die schon besser geworden zu sein. Das kann man kontinuierlich weiterziehen.

    Aber schon mit Tonale und Junior warf man das schon wieder weg. Toyota ist auch nur so gut, weil man mehr oder weniger immer das Gleiche verwendet und stetig verbessert und Neues nur behutsam einführt.

    Garage A: Mitarbeiter ist mit dem Schneepflug reingefahren, wollte mir den Schaden in die Schuhe schieben. Nach mehreren Jahren Stammkunde ohne jegliche "Probleme" zu machen. Garage hatte aber kurz zuvor den Besitzer gewechselt (grosse Kette).

    Garage B: Auto fahrlässig abgefakelt. Nach >1j Recht bekommen

    Garage C: Brand nach Service, da Dämmung nicht korrekt wiederbefestigt wurde. Wie immer alles abgestritten. War auch da guter Kunde ohne jemals was zu beanstanden.

    Das ist nur ein Auszug. Servicequalität...noch Fragen? Hab den letzten Alfa 1 Woche nach Vorfall C verkauft.

    wartet mal, bis die Batterie schlapp macht...dann ist ein ein wirtschaftlicher Totalschaden...

    Vor 8j eh kein Problem (vorgeschriebene Garantie), nachher extrem selten wie man unterdessen weiss. Aber klar, das kann passieren, wobei man das Risiko wie bei allem selbst steuern kann. Beim Verbrenner >100Tkm hatte ich insges. aber wohl mehr Totalschaden-Risiken (dpf, etc). Heutige Autos (unabh. des Antriebs) sind eh nicht mehr für mehr als 10j ausgelegt...

    Genau da könnte sich die selbsternannte Premiummarke aber abheben. Die Chinesen geben zB teils auch mehr Batterie-Garantie - weil die Statistik ihnen sagt, dass sie das kaum was kosten wird. Beim Angstkäufer zieht aber GENAU sowas.

    Nun ja, was es wartungsmässig heisst, kann dir noch keiner sagen. Kann günstiger sein...oder eben auch nicht wirklich. Da wäre nach ein paar Jahren ein Vergleich gerade bei einem Gemischtwarenladen wie dem Junior sehr interessant, da mhev und bev direkt vergleichbar.

    Wenn wie beir Giulia der ganze Wagen bockt (Elektronik) dann wirds unabh. des Antriebs mühsam & teuer.

    Nun ja, ich kaufe das Auto nicht des Restwerts wegen. Dann hätte ich auch nie einen Alfa gekauft.

    Aber das Ganze hinkt sowieso etwas: Beim E-Auto bekam ich in den letzten 2 Jahren hohe Rabatte auf Neuwagen (aber kaum auf Verbrenner) sodass sich das am Ende wieder recht gut ausbalanciert. Ob dir in 5-10j noch einer den Verbrenner abkauft, ist da zudem genauso Risiko wie die Entwicklungsschritte beim BEV. Am Ende weiss man es sowieso nicht, was sein wird beim nächsten Wechsel...

    Hätte beim letzten Diesel auch NIE geglaubt, dass der derart abstürtzt. Vw sei Dank...

    Alfa schiebt sich beim Junior selber in die Unsichtbarkeit. Den hat kaum einer als BEV auf dem Radar. Das Gros sucht entweder nach grosser Wltp Reichweite oder (bei geringer wltp Range) nach tiefem Preis. Bleibt nur die Nische mit etwas höherer Leistung und Preis oder Design. Ich denke daher, der bleibt gezwungenermassen ein semi-Flop ;)

    Warum man als Hersteller genau das wählt? Fehlt offensichtlich die Basis für etwas "schlaueres". Eine Giulietta als EV4 Alternative hätte da ganz andere Karten (41k, 82kWh, 625 wltp). Selbiges eine schnittige Giulia.

    Nun ja, wenn ein E-Fahrer kWh nicht von kW unterscheiden kann, hat man schon seine Zweifel. Nur weil ich mal in einer Oper war, bin ich auch kein Opernsänger ;)

    Mag sein, dass du solche Erfahrungen machst. Es gibt ja auch solche die es irgendwie hinkriegen ihren Diesel mit 10 ltr/100km zu bewegen und sich über den Verbrauch beklagen....

    Ich möchte da nicht alles schönreden (jeder Antrieb hat seine + und -), aber ich selber teile deine Erfahrungen (als aktuell nur noch E-Fahrer) auch überhaupt nicht. Ich fahre selbst die 2000km Autobahn mit um 20-23kWh/100 mit meinem Schrankwand-bev. Zugegeben leicht langsamer, aber nicht langsam.

    Ich brauche mit dem E zwischen 18 und 33 KW auf 100 km. Das bedeutet bei durchschnittlich 25 KW bei 79 Cent an der Schnellladesäule ca. 20 Euro. Dafür bekommt man auch 10 Liter E10-Sprit bei 2,00 Euro der Liter. Also auf Strecke kein Vorteil. Den Vorteil gibts nur Zuhause mit viel Zeit.

    Es sind kWh und nicht kW.

    Kein Mensch der sein E-Auto einigermassen regelmässig auch weite Strecken bewegt zahlt 79 cent. Es gibt Abos und die sind nach 1-2x Laden pro Mt schon amortisiert.

    Ich fahre regelmässig CH-RO (1960km pro 1 Weg) 1x sogar im selben Mt per Bev und einmal per 2.2 Giulia bei Spritpreisen deutlich unter CHF 2. Ich habe also Daten und keine Stammtischargumente. Ich bin per Bev etwas günstiger, selbst auf dieser Strecke, also nur mit Schnellladen auf der Autobahn. Von zu Hause reden wir gar nicht mal...da zahle ich ohne Eigenheim ca. 50-60 CHF/1000km (je nach Saison).

    Wer den Junior auf Langstrecke bewegen will ist sich wohl bewusst (bzw. nimmt in kauf) dass dies halt Abstriche bedeutet. Auch beir Giulia hab ich Abstriche, einfach anderswo. Wer oft viel weiter fährt, wie ich, kauft sich halt eines welches den 60%-Wert der Batterie schon den Bruttowert des Alfa übertrifft.

    Am Wochenende habe ich den Junior Veloce zum erstem Mal unterwegs laden müssen. Und man lernt dazu. Erst wollte ich das Laden möglichst rasch erledigt haben, um nachher und am nächsten Tag durchfahren zu können (hin und retour mit einer Übernachtung ohne Lademöglichkeit am Ziel). Wollte daher von ca. 55% Akkustand kurz auf 100% hochjagen. Ohne mir bewusst zu sein, dass die Ladeleistung ab 60% schon ziemlich rasch sinkt (auf knapp 50kw). Und ab 70% dann auf knapp 35kw. Folglich etwa 25 Minuten geladen für lausige +24% Batterieladung. Dann bei etwa 79% Akkustand abgedockt und weitergefahren.

    Auf dem Heimweg dann von knapp 20% auf 60% geladen mit 100kw innert 12 Minuten. Das war schon befriedigender.

    Fazit; Sollte man mal auswärts laden müssen, dann idealerweise erst, wenn der Akkustand tief ist, um mit vollen 100kw laden zu können. Dann geht es ruckzuck. Und falls gegeben/möglich nur so ein 10min Schuss rein, damit es gut bis nach Hause reicht, wo man dann entspannt einstöpseln kann und mit 10kw durchladen kann (gestern alles mit eigener Solarenergie) :)

    Also ein klein wenig Planung braucht es. Mit der Swiss Charge App aber total easy. Preis war 0.69 pro kwh auswärts.

    Niemand lädt UNTERWEGS auf 100%. Das Bev fährt man von 20-80%, hierauf ist das Auto ausgelegt. Die 20% darunter und darüber nutzt man nur zu Hause oder wenn zwingend nötig. Alles andere würde auch nur unnötig Ladesäulen blockieren.

    Von 80 auf 100 brauchst du länger als von 20 auf 80...das ist völlig normal.

    Darum ist der Junior auch nicht Langstreckentauglich. 54kWh x 0 6 = 32.4 kWh...das sind dann alle 150km ein Ladestop. Das ist als Ausnahme i.O bei häufiger Verwendung nur mit sehr viel Zeit.