Beiträge von tazio

    Nein... einen falscheren Weg könnte es kaum geben!

    An Rolibeuter #789: da Du eine ausführliche Begründung für Deinen Verwurf geliefert hast, hier meine ernstgemeinte Antwort mit Ausbreitung der gedanklichen Hintergründe.

    Die derzeitigen Verhältnisse bei Alfa Romeo - eingeschränkte Modellauswahl, lange Lieferzeiten, manche technische Varianten zur Zeit nicht lieferbar - deuten darauf hin, daß bei Alfa Romeo derzeit das Geld sehr knapp sein muß, man sich nur noch auf wenige Lieferanten beschränkt, andere Lieferanten eventuell nur noch gegen Vorkasse liefern würden, und man derzeit gezwungen ist, sich über Kunden- und Händlerreporting hinwegzusetzen und nur das zu bauen und auszuliefern, was kurzfristig ertragsstark und nachfrageunelastisch zu sein scheint.

    Was bei Alfa Romeo gebaut wird und auch welche Lieferanten man bezahlt, wird offensichtlich nicht in Milano, sondern in Doofhorp (eigentlich Hoofdorp) entschieden. Die Zentralisten dort haben momentan andere Prioritäten - vielleicht den Anschub des Grande Panda, vielleicht irgendwelche Peugeot, nicht aber Alfa im Fokus. Alfa muß warten und dahinsiechen. Der einstmals so starke Markengoodwill geht langsam aber sicher verloren.

    FCA/Stellantis ging nach NL nicht wegen einer besseren Organisationsstruktur, sondern ausschließlich wegen der dort aushandelbaren einstelligen Ertragssteuer-Prozentsätze. Man denkt dort finanzstrategisch und multioptional, nicht aber im Sinne einzelner Marken.

    Man kann Alfa ausgliedern und das Entscheidungszentrum wieder zurück nach Mailand verlegen. Der Erfolg hängt dabei nicht von Flipchart-Planern mit Börsenausbildung, sondern von glaubwürdigen Technikern mit höchstmöglichem Ideenengagement zugunsten der Marke ab. Natürlich kann der Einkauf von technischen Allgemeinteilen über Stellantisverbindungen laufen, aber die Produktentscheidung, Weiterentwicklung und das Marketing sollten mit Eigenständigkeit von Mailand aus erfolgen.

    Man kann bei der Ausgliederung auch gleich eine eigene Rechtsform mitgeben und sollte den italienischen Staat als Minderheitsaktionär gewinnen - das hätte ideell eine grosse Wirkung und Alfa wäre wieder ein Nationalprodukt, das für Italien als Ganzes stehen kann. Und ein wirklich begabter Ingenieur als Gesamtleiter - daher mein Vorschlag eines Vorstands mit Rennsport-Erfahrung und -Wissen - könnte dafür geradestehen.

    So lief es bei Ferrari mit di Montezemolo, und der Erfolg ist: Mehr Börsenwert heute als der gesamte Stellantiskonzern, dabei eigene Technik, alles ausschließlich in Italien konstruiert und hergestellt. Alfa Romeo muß wieder eine Marke sein, die für technische Hochleistung steht und nicht für die Ausformung von Metoo-Produkten im Sinne des Badge-Engineering.

    VW läßt Skoda in fast allem selbst entscheiden und die Leitung in Karlovy Vary. Läßt Porsche selbst entscheiden und die Leitung in Zuffenhausen. Läßt Audi insgesamt in Ingolstadt und hält sich technisch raus. Übernimmt von Audi technische Lösungen mehr als umgekehrt.

    Der Italienische Staat kann dafür sorgen, daß Alfa "nationale" wieder vorrangig in der öffentlichen Meinung als Symbolprodukt für den wirtschaftlichen Aufschwung bei den Beschäftigten wie auch den Italienern empfunden wird und nicht wie bisher als Synonym für eine langsam verschwindende Marke. Und die Minderheitsbeteiligung des Staates ließe sich für auch für den italienischen Finanzminister rechtfertigen: aus geringem Kapitaleinsatz ließe sich im Laufe der Jahre ein Vielfaches, eventuell Hundertfaches machen.

    Es braucht nur Ideen, Engagement und Phantasie und die richtigen Kreise als Unterstützer.

    Es könnte in Deutschland viel mehr sein. Ich (Münchner Osten) habe in den letzten acht Jahren vielleicht 20 Giulia und 50 Stelvio auf der Straße gesehen, und erst einen Tonale.

    Wie soll sich das ändern, wenn es kaum mehr Händler gibt.

    Gegenbeispiel: im Germering (=Münchner Westen) stehen bei Händler Schusterschitz drei Juniore. Freunde von mir, die dort zufällig vorbeikamen, waren von den Autos sehr angetan und könnten sich einen Kauf vorstellen. Aber dann kommt immer der Einwand des ganz dünnen Händlernetzes.

    Das sind alles Folgen der herausragenden intellektuellen Leistungen der Stellantis-Strategen in Doofhorp.

    Ich wiederhole meinen Vorschlag: Alfa Romeo von Stellantis ausgliedern, wieder unter italienische Staatskontrolle stellen, einen italienischen Ingenieur mit Rennsportwissen an die Spitze stellen, bei dem Funkionalität an oberster Stelle steht, und die Sache läuft. Der italienische Staat könnte dabei eine Menge verdienen durch spätere Aktienverkäufe zum richtigen Zeitpunkt.

    Der Erfolg von BMW, eine Marke die ich beruflich gut kenne - in der Firma, in der ich arbeitete, gab es viele - beruht hauptsächlich auf teuren Listenpreisen und im Kontrast dazu günstigen Leasingraten. Die werden dann von den Kunden gewählt und hängen damit bei BMW langjährig am Markenhaken. BMW kann damit kalkulieren, daß der Kunde auch den nächsten BMW in drei Jahren nimmt - nehmen muß - weil ihm sonst eine ordentliche Nachberechnung bei der Rückgabe seines Altfahrzeuges droht. Der Neue ist dann grundsätzlich 10 Prozent teurer. Auch so erzielt man Umsatzwachstum.

    Wehe wenn der BMW nicht in einer Vertragswerkstatt zu den höchsten Werkstattpreisen (ausser Porsche) der Branche gewartet war. Ausserdem ist BMW bei seinen kleineren Lieferanten auf ruinöse Weise zahlungsverschleppend. Ich kenne einige Firmen, die mit diesen Methoden in die Insolvenz getrieben wurden. Und ansonsten immer grosskotzig: alles ist performance und competition und efficiency und active.

    Ich kenne zwei gute und fünf bis acht miserable BMW-Typen. Wir hatten ein Großabnehmerabkommen mit BMW, dessen Nachlaß höher war als die Hänndlerspannen der kleinen unabhängigen Händler. Dann gibt es da auch noch den 51%-Rabatt, den BMW an Lidl einräumte Da stieg sogar Audi vorher aus.

    Ich habe eine gewisse Genugtuung, BMW seit fast dreissig Jahren nicht mehr auf den Leim gegangen zu sein.

    Wo ist die Zeit wo Alfa noch sehr schöne und sportive Autos gebaut hat?

    Tut mir leid lieber stiftl, wenn ich entgegenhalten muß: was ist an dem BMW schöner? Gut - die Farbe, die auf meinem Bildschirm leicht hellblau rüberkommt, ist schön. Aber der Rest? Gespensterhafte Front, kombiniert aus den bekannten Flachnieren und irren Ecklöchern, dazu noch die altbackene Karosserieform mit den häßlichen Fensterrahmen. Gab es Zwang auf Deiner Seite? Da würde ich lieber eine Giulia weiterfahren oder sogar auf einen 159 zurücksteigen. Was für ein häßlicher Geldhinausschmiß! Ich bedaure Dich zutiefst.

    Ansonsten danke für Deinen fomgerecht höflichen Abschied, der mir sagt, daß wieder ein gutes angenehmes Forumsmitglied abhanden kommt. Ja, wir stehen alle in der Defensive. Nimm wenigstens auch in Zukunft am Forum teil!

    Der Audi war ein V6 und der Motor ist bei Weitem nicht vergleichbar mit dem Alfa 2.0 Motor.
    Und der BMW Motor war sogar noch etwas lahmer.
    Der Alfa hing um Klassen besser am Gas, für mich neben dem Aussehen ein Hauptgrund, wieder auf einen Alfa zurückzukommen.

    Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich hatte mal Gelegenheit, einen Audi mit 2,7 Liter V6 zu einem Geschäftspartner zuzustellen. Dessen 165PS fühlten sich an wie 130.

    Ein BMW Sechszylinder 320 Cabrio mit 150PS fühlte sich an wie der Vierzylinder mit 129 PS.

    Ich hatte von 1997 bis letztes Jahr einen Z3 2.8 Schaltgetriebe in seiner leichtesten Variante (kein Klima, kein elektrisches Verdeck, keine Mischbereifung): seine 192 Ps konnten gefühlsmässig in keiner weise mit den 185PS des gleichzeitig vorhandenen 2.2 Vierzylinder-Brera, der auch noch ca. 250 Kg mehr wog, konkurrieren. Der Alfa-Motor konnte bei niederen Drehzahlen das Mehrgewicht des Brera leichter stemmen und trat in allen Lagen wesentlich energische an als der vergleichsweise hubraumstarke, aber rachitische BMW-Sechszylinder den leichten Z3.

    Das war auch der Grund, weshalb ich mal schrieb, daß Alfa in Motorenkonstruktion und -Auslegung Geheimnisse kennt, über die andere offensichtlich nicht verfügen. Wenn andere wie BMW diese Auslegungsgeheimnisse kennten, würden sie sie auch anwenden.

    Was war z.B. der 2.0 Liiter V6-Turbo im GTV für eine unglaubliche Maschine: lief seidenweich, kein mechanisches Geräusch oder Vibration, Leistung wie ein Dreiliter; der GTV lief immer 260, auch bei Gegenwind. Der Dreiliter 166 lief 265.

    Alfa hat eine automobilistische Magie. Andere Fabrikate haben das nicht. Das ist einer der Gründe, warum ich immer noch in diesem Forum festhänge. Ich hoffe immer noch auf die Wiederkehr eines echten kleinen Alfa in den Ausmaßen der 105-Giulia oder eines 916-GTV.

    Ja, die Basis ist der 2,2 direct Opelmotor mit von Alfa geändertem Kopf und geerbten Steuerkettenproblemen. Alle 80-120tkm ist die dran, wie auch ein Zahnriemen, aber altersunabhängig. Kosten in einer freien Werkstatt ähnlich wie ein Zahnriemenwechsel, dafür kein Turbo wie im 1,8er und sonst auch problemlos. Fahre ja zwei 939er mit dem Motor, alles bestens 👍

    Dieser Opelmotor wird unterschätzt. Immerhin hat er einen Alfa-Zylinderkopf und ein Schaltsaugrohr und eine Nockenwellenverstellung (oder auch nur eins von beiden - weiß es nicht mehr so genau). Ich habe ihn im Brera Schaltgetriebe über funf Jahre und 98 Tkm gefahren. Anfangs war er etwas müde, dafür aber leise.

    Er ging nach Tacho anfangs nur 220. Auf dem ADAC-Leistungsprüfstand hatte er nur 165 Ps.

    Später dann - so ab 40Tkm - fing er an, lebendig zu werden. Er hatte dann 187 PS auf dem gleichen Prüfstand und lief zuverlässig 235 Kmh (lt. Tacho). Er wurde allerdings im Laufe der Zeit wesentlich lauter, das war wohl auf den freier werdenden Katalysator oder Endschalldämpfer zurückzuführen.

    Erstaunt war jeder, wie der Motor so ab 2700 Upm - ab hier wirkte das Schaltsaugrohr - plötzlich an Leistung und Drehmoment zunahm. Jeder Unwissende hätte auf einen Turbolader getippt. Über 4500 Upm hinaus war dann die Leistungszunahme wieder gemässigter. Als ich ihn verkaufte, war der Käufer von dieser fast schnappartigen Leistungszunahme in den niederen Gängen schwer beeindruckt.

    Verbrauch war über alles 8,7 Liter/100 Km - fast immer Landstraße gemütlich gefahren. Ich habe es auch mal bis 6,8 Liter runtergeschafft. Reichweite laut Bordcomputer lag dann bei über 1000 Kilometer. Auf der Autobahn war er nicht mehr sparsam. Bei hohen Durchschnittstempi - einmal von Hamburg nach München mit 153 kmh Schnitt - brauchte er 17 Liter.

    Die gleiche Strecke war ich mehrmals mit dem 166 3.0 Schaltg. mit über 160er-Schnitten gefahren und brauchte dabei maximal 14,5 Liter.

    In der Stadt brauchte der Brera 10 bis 11 Liter, der 166 - ich hatte beide über all die Jahre gleichzeitig - 13 bis 14 Liter.

    Reparaturen oder Störungen gab es im Laufe der fünf Jahre keine.

    Ich denke, daß der "Opelmotor" für den Brera-Spider ein sehr gut passender Motor ist.

    Beim 939er kostet ein Dach um die EUR 7.000,-- (Original von Webasto), Dachreparturen je nach dem was ersetzt werden muss. Die Lederausstattung richten, da können auch ein paar Tausender fällig werden. Besonders beim Poltrona-Leder. Übrigens hat mein Brera den ich auch im Winter fahre, weder am Unterboden, noch am Achsträger Rost.

    Eine Bekannte von mir hatte einen 939 2.2JTS, weiß mit hellbraunem Leder, wohl irgendeine Festival-Variante. Den durfte ich für sie siebenjährig - es war wohl 2015 - bei km-Stand 83.000 verkaufen. Ich hatte das Vergnügen, das Auto vorher erstmalig gründlich zu putzen und dabei folgendes festgestellt:

    nirgendwo Rost, auch nicht in den Hohlräumen oder dort, wo sich feuchtes Laub angesammelt hatte

    Verdeckstoff nirgendwo abgewetzt trotz ausschließlich Maschinenwäschen (ja die Freundin...hat das Auto immer einem HiWi zum Fahren durch die Waschstraße überlassen). Das Auto war viel im Freien gestanden.

    Leder innen, obwohl nie gepflegt: wie neu. Ein so neuwertiges Leder nach sovielen Jahren und ohne jede Pflege habe ich noch nie gesehen.

    Also, wenn einem der 939 gefällt: kann man bedenkenlos kaufen. Das Auto hat eine hervorragende Langzeitqualität. Es hat übrigens damals beim Verkauf an einen Händler einen überraschend guten Preis erzielt.

    Mir wäre das wurscht; alle drei 916-Varianten brauchen ihre fachgerechte Pflege und verständnisvolle Behandlung. Ich würde den nehmen, der mir am besten gefällt. Das kann aucch ein JTS sein. Ein Ausschlußgrund wären dabei große Felgen aus dem Zubehörhandel, Spurverbreiterungen, Vierrohrauspuffanlagen, oder innen aufgeklebte Holzapplikationen. Der Zustand des Heckscheibe verrät einiges an Pflege. Wenn sie stark verkratzt oder blind ist: warum? Weiß der bisherige Besitzer nicht, daß man Heckscheiben äusserst sorgfältig von jeder Abrasion fernhalten muß?

    Das Auto muß für mich völlig dem Originalzustand entsprechen. Schau Dir den bisherigen Halter an. Hatte er eine Beziehung zu dem Auto? Warum gibt er es her? Wenn aus Altersgründen: hat er es seit Jahren kaum mehr benutzt? Das ist bei guten Spidern ein relativ häufiger und positiver Sachverhalt.

    Im übrigen glaube ich, daß die 916er-Preise in den nächsten Jahren anziehen werden, ja bei den V6-Varianten durch die Decke gehen werden. Das Auto ist einfach zu spektakulär und die V6-Motorisierung über alle Maßen passend und gut. Darauf würde sich eventuell sogar zu Sparen lohnen.

    ich kenne beide Autotypen nur als Coupés, einmal als V6 2.0TB, einmal als 2.2JTS, beide mit Schaltgetriebe. Ich kann also nur zur Motorisierung und zum Fahrgefühl was sagen. Meine Erfahrung: der Brera liegt satt, alles geht spielfrei und exakt, er wirkt etwas träge, aber fährt sich dennoch gut.

    Der 916 dagegen ist bis in höchste Geschwindigkeiten fahrsicher und wirkt, als liefe er auf Führungsschienen. Motorleistung ist fast zweitrangig bei diesem wie angeschraubten Fahrgefühl. Ich finde den 916 auch einmalig gutaussehend. Da wirken andere Cabrios langweilig, auch der Brera.

    So, jetzt weiß Du Bescheid und hast die Qual der Wahl. Ich würde es von der Probefahrt und dem vor-Ort-Zustand einschließlich bisherigem Halter abhängig machen. Aber innerlich würde ich zum 916 tendieren. Der ist als Typ einfach was Besonderes.

    passt nicht ganz zum Thema, aber irgendwie doch: wo ist Allesalfa? Bis April hat er fleissig gepostet, auch in diesem Thread, und plötzlich kein Lebenszeichen mehr.

    Das find ich schade: seine Beträge waren immer fachlich fundiert und gleichzeitig temperamentvoll geschrieben. Hab sie gern gelesen. Weiß jemand was?ist ihm was passiert, oder sind ihm die vielen unhöflichen Stänkerposts zuviel geworden?

    Auch die originellen Schreiber Rechenknecht oder Jensklt oder Laurenz und andere gute, humorvolle und gleichzeitig präzise Poster sind selten geworden, oder ganz weg.

    Hallo Allesalfa, ich und sicherlich auch noch andere vermissen Dich. Komm zurück, wenn Du kannst!

    Das gilt auch für die anderen oben Erwähnten.

    Sehr subjektiv natürlich - Alex ist ein absolut lieber, netter und durch und durch fröhlich-optimistischer Mensch. Ein bissl zu selten geworden in diesen Zeiten mit dem Volkssport Nummer Eins: Rummaulen.

    Dieser Alex kommt mir auch so vor, wie ihn Josh beschreibt. Er hat doch wesentlich mehr Substanz in seinen Beschreibungen als die andere Schwätzer wie "Autogefühl" oder die Leistungsfetischisten, welche immer nur euphorisch Driftwinkel und sportliches 'Feeling' beschreiben.

    Auch der ADAC-'Tester langweilt mit seinen langatmigen Beschreibungen von Designelementen, die keinerlei funktionellen Wert haben und man auch ohne sein Gelaber selber sehen und werten kann.

    Dieser Alex hat z.B. mal den Lancia Delta III und das Coupé Fiat beschrieben und ist dabei ziemlich gut auf den Punkt gekommen - nämlich daß es sehr sympathische, fast künstlerisch fantasievoll gemachte Autos waren, die im Praxistest durchaus überzeugen konnten. Das hat sonst niemand so erkannt.

    Da darf ich widersprechen: IBIS funktioniert mit Bordspannungen unter 200 Volt. Und spart 40Kg bei 50 KWh Speichervolumen. Das bedeutet bei 200 Wh je Kg Akku eine Mehrleistung von 8KWh bei beibehaltenem Gewicht. Er spart auch sonst noch Strom, weil der Akku weniger gekühlt werden muß.

    So stehts zumindest in der Ankündigung von Stellantis.

    Ich halte die Stellantisentscheidung für grundsätzlich richtig, weil

    1) Diesel gegenüber Benziner das grundsätzlich bessere Prinzip ist: der höhere CO2 Ausstoß ist nicht umweltschädlicher, sondern sogar Pflanzenwachstum-förderlicher, und das wiederum veringert die Klimaschwankungen

    2) die IBIS-Batterietechnologie in drei Jahren von Stellantis fertig entwickelt und erprobt ist: 20% Prozent mehr Reichweite bei gleichem Gewicht, Wegfall der Hochvolttechnik, keine Risiken bei Reparatur und Entsorgung oder Selbstentzündung. Dazu kommen noch billigere Materialien, die nicht von China stammen.

    Stellantis muß nur bis dahin durchhalten.

    "Bei mir weicht oft das subjektive Gefallen wohl besonders stark von einer objektiven Beurteilung ab".

    Da kann ich nicht widersprechen, der Satz gilt für vieles im Leben, wenn auch nicht für alles.

    Bei den MonaLisa Twins - ich wünsche ihnen viel Erfolg, und daß sie ihr Auskommen bei der Musik finden - habe ich nur zu bekritteln, daß sie sich den San Francisco-Song nicht hätten aussuchen sollen, um auf sich aufmerksam zu machen. Der Song ist so meisterhaft komponiert und im Original so unnachahmlich gut gesungen und gespielt, daß alle Nachahmer dagegen unangenehm auffallen. Da waren die Damen etwas zu vorlaut und zu wenig selbstkritisch. Aber vielleicht haben sie dabei gelernt, wohin für sie kein Weg führt.

    Die Münchner Philharmoniker sind nicht deshalb gut, weil sie gute Instrumentalisten sind, sondern weil sie ein Stück so spielen können, wie es wohl der Komponist hören wollte. Dafür braucht es viel Sensibilität und Forschung, und Bescheidenheit, sich nicht in den Vordergrund zu drängen.

    Daß klassische Orchester mitreissend spielen können, kann man z.B. an Filmmusik feststellen. Man höre sich mal an von FSO (=Film Symphoy Orchestra) die Musik von "The Good, the Bad, and the Ugly", Dazu genügt schon ein günstiger Kopfhörer, und einfach microsoft bing anwählen und "fso the good, the bad" eingeben.

    Wenn man nur fso eingibt, kommen eine Vielzahl von Titeln, gespielt von FSO. Alle beeindruckend.

    Naja, mit San Francisco (if you come to S. F. ...) haben die Damen sich keinen Gefallen getan. Die müssen noch lange und viel üben, das trifft auch auf ihr heutiges Können noch zu. Da ist mein Interesse schon gleich wieder weg.

    Wenn jemand glaubt, den Song von McKenzie und Phillips in irgendeiner Weise toppen oder auch nur gleichwertig wiedergeben zu können, dann leidet so jemand an akuter Selbstüberschätzung.

    Der Song ist einer der genialsten des 20 sten Jahrhunderts. Und die Stimme vom Mc. und die Spielweise und das Können von Ph. werden der Genialität in jeder Weise gerecht. Der Song ist für Andere unerreichbar.

    Mir tun die Alfa-Manager nur noch leid: sitzen wie Häschen in der Grube und haben praktisch nur noch ein Modell, was die Marke retten sollte. Und sie haben kein Geld, und - was noch schlimmer ist - keine Entscheidungsfreiheit.

    Dabei wäre aus dem Standort Mailand soviel zu machen: der Hauptstadt der Mode, des gehobenen Designs in allen Bereichen (Möbel, Gebrauchsgegenstände etc.) das sich international sehr gut verkauft zu gehobenen Preisen, der guten Ideen, des Andersgeartetsein und gleichzeitig besser in minimalistischer und gleichzeitig funktionalerer Gestaltung....das bräuchte man nur mal wieder auf Autos übertragen. Es gibt weltweit dafür eine Kundschaft.

    Vielleicht sollte der italienische Staat sich wieder einmischen - beim Namen Milano haben sie es ja auch schon getan. Auf jeden Fall muß Alfa und Lancia weg von Stellantis. Und einen Ingenieur an die Spitze.

    Vielleicht kann es dann wieder was werden mit Alfa und Lancia. Mit Stellantis, die in den letzten fünf Jahren so ziemlich alles in absurder Weise vernachlässigt und den Bach runter gehen ließen, wird es jedenfalls nichts mehr. Die können es nicht, die verstehen es nicht, die haben überhaupt keine Ahnung, was der Standort Oberitalien für alles gut sein könnte.