Aus dem heuteigen österreichischen Kurier:
Fiat-Krise bringt Italien ins Schleudern
Rom - Italien befürchtet verheerende Effekte aus der Fiat-Krise auf die nationale Wirtschaft. Die Entlassungswelle bei dem Turiner Autokonzern wird laut Gewerkschaften voraussichtlich 7.000 Arbeitsplätze kosten. Unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die von Fiat abhängige Zuliefer-Industrie wären sogar 10.000 Arbeitsplätze betroffen. Die Folgen für das bereits belastete Wirtschaftsszenario in Italien scheinen dramatisch.
"Italiens Autoindustrie stirbt"
"Die Krise von Italiens größter Privatgruppe könnte einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent bewirken", schätzt Vize-Schatzminister Mario Baldassarri. Die italienischen Medien schlagen Alarm: "Italiens Autoindustrie stirbt", titelten einige Zeitungen am Dienstag.
Regierung als Airbag
Während die Gewerkschaften dem für Mittwoch-Nachmittag geplanten Treffen mit Fiat-Chef Paolo Fresco entgegenfiebern, bei dem der Konzern seinen radikalen Sanierungsplan vorstellen wird, erwägt die italienische Regierung Maßnahmen, um dem Unternehmen unter die Arme zu greifen, ohne die europäischen Wettbewerbsrichtlinien zu verletzen.
Die Regierung will zwischen 13,8 und 19 Milliarden Euro für klimafreundliche Maßnahmen im Energiesektor und Verkehr investieren. Italiener sollen damit bewegt werden, 11,5 Millionen alte Pkw durch "Ökoautos" zu ersetzen. Diese Maßnahme soll zusammen mit den im Juli verabschiedeten Steuerbegünstigungen zum Kauf neuer Pkw zu einer wesentlichen Modernisierung der italienischen Autos beitragen.
Traditionsunternehmen
Ob diese Initiative allein genügen wird, um Fiat aus der tiefsten Krise seiner 103-jährigen Geschichte zu retten, ist höchst fraglich. Die Gewerkschaften zweifeln stark daran. "Noch ist unklar, ob die Fiat-Besitzer noch an diesen Konzern glauben und noch auf Entwicklung setzen wollen, oder ob sie bereits kapituliert haben. In diesem Fall wird der Verkauf an General Motors unvermeidbar sein", so der Chef des stärksten italienischen Gewerkschaftsverbands CGIL, Guglielmo Epifani.
...und was sagt uns das, außer daß das das Sterben unserer alten "nimmer zeitgmäßen" Alfas weiter forciert? (Toll, ein Satz mit 3x daß/s hintereinander und einem vierten davor !freu! )?
Ciaoliviero