Remus DPF 2.4jtd ?

  • Hallo,
    ich versuche zu verstehen, warum die Fa. Remus einen Diesel-Partikel-Filter für den 2.4 jtd Motor in Österreich anbieten kann, welcher dort als solcher anerkannt ist und sogar mit ECE Genehmigung daherkommt, während dieser in Deutschland nicht angeboten wird bzw. demnach hier auch nicht für das Erreichen einer Euro4 Einstufung (grüne Umweltzonenplakette) nützt.
    Gibt es hier jemanden der mir fachlich fundiert erklären kann was an diesem DPF nicht taugt? Ich dachte wir leben alle in der EU und da sollten doch einheitliche Standards herrschen... existieren da in Austria andere Werte/Bemessunggrundlagen als bei uns?
    Oder liegt es vielleicht nur daran, dass Remus das deutsche Zulassungsprozedere zu teuer in Hinblick auf den erwarteten Absatz ist?
    (Kann ich mir fast nicht vorstellen, die 2.4 jtds sind doch gut verkauft worden)
    Könnte man so einen Östereich DPF mit Einzelabnahme eintragen lassen?

    Tschö
    Christian

  • Das Thema wurde u.a. [COLOR='Blue']hier[/COLOR] schon einmal durchgekaut. Die EU-Genehmigung ist in dem Fall nichts wert. Das Teil müsste in Deutschland ein vom KBA anerkanntes Zulassungsverfahren durchlaufen. Und diese Kosten wird Remus für den erwartungsgemäß eher kleinen Markt in D kaum auf sich nehmen.

    _________________

    Spider statt Spoiler ;D

  • Duke
    Danke den Thread hatte ich bereits gelesen, dennoch ist mir nicht klar, warum ein DPF für die 2.4 jtds gar nicht angeboten wird, insbesondere weil bei dem Teil von Remus ja alle Details (Bauart, Einbaulage am Fahrzeug, grundsätzliche technische Eignung etc.) bis zur Marktfähigkeit (in AU) geklärt sind.

    Es gibt da in Elztal ein kleines Familienunternehmen, das als 3- Mann Betrieb den Weg auf sich genommen hat, für die W124 Diesel von Mercedes einen DPF ganz allein und von null ausgehend, zur Marktreife, inkl. ABE zu bringen und nun zu verkaufen. Und da soll es zu teuer / zu schwierig oder was auch immer für eine ungleich größere Firma "Remus" sein, so etwas auch zu tun? Wohlgemerkt, mit einem Produkt das es ja schon gibt... also bitte das ist unverständlich...!

    Die Zahl an W124er Dieseln die noch rumkurven und denen der Besitzer einen DPF spendieren möchte, ist mutmaßlich auch nicht viel größer als die 156er/ 166er 2.4 jtd Autos mit Besitzern mit ähnlichem Anliegen...

    Tschö
    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von allesalfa (30. März 2011 um 12:50)

  • Es gibt da in Elztal ein kleines Familienunternehmen, das als 3- Mann Betrieb den Weg auf sich genommen hat, für die W124 Diesel von Mercedes einen DPF ganz allein und von null ausgehend, zur Marktreife, inkl. ABE zu bringen und nun zu verkaufen

    Habe ich schon von gehört.

    Zitat

    Und da soll es zu teuer / zu schwierig oder was auch immer für eine ungleich größere Firma "Remus" sein, so etwas auch zu tun? Wohlgemerkt, mit einem Produkt das es ja schon gibt... also bitte das ist unverständlich...!

    Wem sagst Du das? Wobei ich hier trotzdem die deutsche Bürokratie als Buhmann sehe, nicht die Firma Remus. Die hat schließlich schon genug in die Entwicklung des marktreifen Produkts gesteckt.

    Zitat


    Die Zahl an W124er Dieseln die noch rumkurven und denen der Besitzer einen DPF spendieren möchte, ist mutmaßlich auch nicht viel größer als die 156er/ 166er 2.4 jtd Autos mit Besitzern mit ähnlichem Anliegen...

    Kann man so nicht sagen. Ich denke die Zahl derer, die einen gut erhaltenen W124 (auch als Diesel) suchen, auch oder vor allem als Alltagsauto, ist relativ groß. Weil die Karre robust ist, nicht vollgepfropft mit überflüssiger Elektronik und als Diesel (nicht Turbo) mit so ziemlich jeder öligen Plörre fährt. Mir fallen hierzu auf Anhieb 3 Personen im Bekanntenkreis ein, einer davon sitzt mir gerade auf der Arbeit gegenüber und hat durch besagten Filter eine grüne Plakette auf seinem 2,5 Liter Vorkammerdiesel. Und macht sich zu Recht lustig darüber, daß ich mit meinem "modernen" Diesel nur eine gelbe bekomme.

    Dann gibt es sogar Händler, die sich auf scheckheftgepflegte 124er "spezialisiert" haben, weil die Nachfrage groß genug ist. Von 156ern ist mir nichts dergleichen bekannt. Scheint sich also für ein Familienunternehmen auf jeden Fall zu lohnen.

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    Spider statt Spoiler ;D

  • Also so wie ich die Diskussionsverläufe hier in den entsprecheden Themen interpretiere, sollte es allein hier mindestens 30 bis 40 Interessenten geben, evtl. aber inzwischen auch mehr, nachdem ja einige Städte mit dem Ausschluss rot/gelber Plaketten ernst gemacht haben.
    Insofern könnte sich das ja schon lohnen...
    Also wir allein betreiben einen 156SW und einen 166 jeweils als 2.4er Diesel und die würde ich schon gerne beide über die Umweltzonenhürde bringen...
    Tschö
    Christian

  • Hallo!

    ...also "alleine" ist ein sehr relativer Begriff!

    - Richtig ist, dass die Firma Deißler "alleine" einen DPF entwicklet und zugelassen (bekommen) hat, der die W124 von Euro 2 "rot" mit PM2 auf "gelb" bringt. (das war der Stand bis Anfang 2010)

    - Nicht richtig ist, dass sich das "alleine" darauf bezieht, dass der Sprung von Euro 2 "rot" mit PM2 auf "grün" möglich war. dafür wurde auf von Mercedes auf höchster Eebene das politische Klavier (*) geklimpert!

    - Ohne diese "rot" auf "grün" Möglichkeit wäre Deißler inzwischen pleite


    Man sollte wissen:

    - Der Remus Filter würde am 2,4 20V die deutsche Typprüfung niemals bestehen.

    - Die Menge an 103 und 110kW Euro-3 2,4 JTD (und nur die würden bestehen) ist begrenzt


    Vielleicht würde sich Deißler auch dem 2,4 JTD annehmen ...aber nur, wenn auch die Fahrzeuge auf 1998-2000 (Euro 2 "rot", wie beim W124) und die Multijet 20V möglich wären. Dazu bräuchten sie:

    - Alle Unterlagen über die 2,4 JTD Modell, wie sie sie auch von Mercedes über die W124 bekommen haben! (sehr wichtig!!!)

    - Einen hochrangigen Fiat Repräsentaten, der für die Möglichkeit Euro-2 "rot" auf PM2 "grün", der 2,4 JTD Modelle von 1998 bis 2000, Lobyarbeit macht.

    - Die EDC16C9 Sourcen des 2,4 Multijet 20V um das ECU in Konjunktion mit dem DPF modifizieren zu können (also die MPC555 C-Sourcen, denn mit Kennfeldern a la "Chip-Tuning" ist das notwendige nicht möglich!)


    Ohne den Euro-2 2,4 JTD Bestand sehe ich da kaum Chancen ...ohne den Multijet-Bestand gar keine Chancen, dass sich irgend eine Firma (z.B. Deißler) dafür interessiert.

    Gruß, Jörn

    (*) beim TÜV-Süd, dem KBA und dem Umwelt-Bundesamt

    Einmal editiert, zuletzt von Understatement (30. März 2011 um 15:53)

  • Der Remus Filter würde am 2,4 20V die deutsche Typprüfung niemals bestehen.

    - Die Menge an 103 und 110kW Euro-3 2,4 JTD (und nur die würden bestehen) ist begrenzt

    Ich für meinen Teil wäre mit einer Zulassung für den 110kW Euro-3 2.4 JTD schon zufrieden :D

    Aber gut, ich habe nicht auf das Profil des TE geachtet, da ist von einem Multijet die Rede. Ob der Remus Filter überhaupt für den 20V geeignet ist oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis, da ich ja vornehmlich nach DPF für meinen 110kW Euro-3 gesucht habe. Also wieder was gelernt.

    Vor allem aber finde ich interessant, daß, wie Jörn geschrieben hat, von Seiten Mercedes überhaupt Unterstützung kam, den alten Modellen die grüne Plakette zu ermöglichen. Vorrangig will man hier doch sicher auch neue Autos verkaufen.

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    Spider statt Spoiler ;D

  • Hallo!


    Vor allem aber finde ich interessant, daß, wie Jörn geschrieben hat, von Seiten Mercedes überhaupt Unterstützung kam, den alten Modellen die grüne Plakette zu ermöglichen. Vorrangig will man hier doch sicher auch neue Autos verkaufen.

    Das läuft bei Mercedes in der selben Bauhütte (Kostenstelle), wie z.B. auch das Engagenent in einen verfügbaren DPF für die futzelig kleine Zulassungszahl/Bestandszahl des Chysler PT-Cruiser mit Mercedes ähnlicher 2,2L CRD Maschine von vor 2005. (da liegt der 2,4 JTD nur im Thesis noch drunter!)

    Man (Mercedes) hat das halt irgendwan mal über seine Showrooms/Händler verkauft (vielleicht an die Gattin eines potenten S-Klasse Fahrers und Firmenflotten-Entscheiders) und hat überhaupt keinen Bock darauf, dass die Kunden "so einen Hals" haben, weil sie irgendwo nicht fahren dürfen.

    Gruß, Jörn

  • Hallo Jörn, na das hört sich ja an, also ob Du Experte bist bzw. professionell mit der Thematik befasst bist, daher gestatte bitte einige Nachfragen:


    Man sollte wissen:
    - Der Remus Filter würde am 2,4 20V die deutsche Typprüfung niemals bestehen.


    Woran genau mangelt es da und warum sind die Österreicher da scheinbar toleranter?


    -- Einen hochrangigen Fiat Repräsentaten, der für die Möglichkeit Eruo-3 "rot" auf PM2 "grün", der 2,4 JTD Modelle von 1998 bis 2000, Lobyarbeit macht.


    Warum ist diese Lobbyarbeit so wichtig, ist denn die Partikelhürde technisch einfach nicht lösbar, das würde ja für eine gewisse Unverhältnismäßigkeit der Vorgaben sprechen bzw. andererseits bedeuten, dass es doch einen gewissen "Spielraum" geben könnte?

    Last but not least gab es doch früher (und teils gibts die ja noch) immer die berühmten "Einzelabnahmen", ist das beim Thema DPF völlig ausgeschlossen?

    Danke schon mal, viele Grüße und
    Tschüss
    Christian

    2 Mal editiert, zuletzt von allesalfa (30. März 2011 um 17:03)

  • Aber gut, ich habe nicht auf das Profil des TE geachtet, da ist von einem Multijet die Rede.

    Wir fahren einen 2.4jtdMultijet (175 PS im 166) Euro 3 und einen 2.4jtd 156 SW mit 140 PS also auch Euro 3... insofern hätte ich Interesse an Lösungen für beide Motoren!
    Tschö
    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von allesalfa (30. März 2011 um 17:31)

  • Hallo!


    Woran genau mangelt es da und warum sind die Österreicher da scheinbar toleranter?

    In Östereich benötigt man nur ein CE Prüfzeichen, dass der Filter grundsätzlich wirksam ist ...und das ist er! Deutschland (nur die Niederlande hat das in der EU übernommen) hat aber nochmal nachgelegt und eigene Grenzwerte und Prüfverfahren definiert. Der 20V liegt auch mit einem DPF über den Genzwerten. (deshalb hat z.B. auch HJS seinen DPF niemals auch für den 20V angekündigt, denn dann wären sie subventionstechnisch angreifbar gewesen ...so können sie immer sagen "ist entwickelt, aber lohnt sich nicht")

    Um den 20V durchzubringen müßte man die Firmware im ECU ändern. Leider geht das nicht über die Kennfelder ...denn dann hättest Du an Ende eine ca. 155-160PS Kiste mit 50Nm weniger. Man müßte es so machen, wie es heute alle Hersteller bei Zulassungen machen ...den Prüfzyklus algorithmisch erkennen und nur dann temporär die Werte runterdrehen. (einen Chiptuner brauchst Du hiernach nicht zu fragen ...die haben das know how dafür nicht!)


    Warum ist diese Lobbyarbeit so wichtig, ist denn die Partikelhürde technisch einfach nicht lösbar

    Bis ca. Anfang 2010 ging der Sprung von Euro-2 "rot" mit PM2 auf "grün" überhaupt nicht. Es war in den Verwaltungsanweisungen ausgeschlossen!

    Die Lobyarbeit hat erreicht, dass die Verwaltungsanweisungen geändert wurden (teilweise noch werden). Selbst verständlich sind die neuen Verwaltungsanweisungen so zugeschnitten, dass nur die Lobyisten bzw. die von ihnen unterstützten Unternehmen (*) davon profitieren können. (das ist wie Stellenausschreibungen, die genau auf den einen Bewerber zugeschnitten werden, den man haben will)

    Eine Einzelabnahme ist durchaus möglich! ...natürlich reicht dazu keine AU, bzw. das Equipment, das man bei einer AU verwendet. Du müßtest die Einzelabnahme in einem zertifizierten Prüflabor machen (lassen), das auch für Typprüfungen von Partikelfiltern der Hersteller verwendet wird. Man braucht ca. 2-3 Tage und Du müßtest auch Änderungen vornehmen können. Ein Tag kostet ca. 4000,- Euro. Dazu kommen noch einige Gebühren beim KBA.

    Gruß, Jörn

    PS: ich bin auch nur Laie ...vielleicht mit dem ergiebigeren Umfeld ;)

    (*) derzeit Mercedes und demnächst wohl auch PSA (da kannst dann z.B. einen alten Citroen BX Diesel, aus Mitte der 90er, mit grüner Plakette fahren)

  • Ich ergänze diesen Thread um eine Grundsatzfrage (vielleicht hab ich es ja auch nur falsch verstanden):

    Wenn in einem EU-Land ein technisches Bauteil eine ECE-Genehmigung (z.B. Remus in Austria) hat, heißt es noch lange nicht, dass man es in Deutschland nutzen darf?
    (bzw. nutzen darf man es - aber es wirkt nicht "farbändernd"???? Das sind ja für unsere Bürokraten zwei paar Stiefel).


    Edit:
    Danke Jörn,
    durch Deinen parallel erstellten Beitrag hat sich meine Frage erledigt

    Einmal editiert, zuletzt von Fossi (30. März 2011 um 17:41)

  • Doch, benutzten darfst Du es. EC Genehmigung ist vorhanden.

    Nur nützt es Dir nichts im deutschen Plaketen Dschungel, da Du die Schlüsselnummer nicht geändert bekommst.


  • Nur nützt es Dir nichts im deutschen Plaketen Dschungel, da Du die Schlüsselnummer nicht geändert bekommst.

    ...die Schlüsselnummer wird sowieso nicht geändert (also auch bei legitimen DPFs). Es wird lediglich der Zusatz "Partikelminderugsstufe 2", oder "PM2" in den Fahrzeugpapieren eingetragen.

    Gruß, Jörn

    Noch eine Anekdote: Wenn jemand unterbelichtetes (*) auf der Zulassungstelle z.B. "Partikelminderugsstufe II", oder "PM II", etc. schreibt, bekommt man, wenn man z.B. nach einem Scheibenwechsel eine neue Plakette unter Angabe der FIN bestellt, wieder eine "gelbe" Plakette zugesand und hat mit der Korrektur ein riesen Trata und Tam-Tam ;)

    (*) so jemanden gibt es natürlich nicht ...ist rein fiktiv ...ist klar!

  • Danke Jörn nochmals!
    Also wenn sich das alles so zuträgt, dann ist nicht allein die Tatsache ärgerlich, dass die grüne Plakette ferner denn je erscheint, sondern auch und vor allem, dass dieser Umstand wieder einmal auf eine sehr überzogene deutsche Reaktion auf EU-Rahmenbedingungen zurückgeht.
    Ich meine weder die Luft noch die Menschen sind in Östereich hinsichtlich Rußpartikeln anders exponiert....
    Tschö
    Christian

  • Hallo Christian!


    ...sondern auch und vor allem, dass dieser Umstand wieder einmal auf eine sehr überzogene deutsche Reaktion auf EU-Rahmenbedingungen zurückgeht.

    Das ist sicherlich eine mögliche Sichtweise auf die Dinge ...aber dennoch hätte man mit genau dieser Situation sehr viel besser leben können, als wir es derzeit tun.

    Der damalige Chef meines Arbeitskollegen und Freundes Ali, der bis 2007 10 Jahre in der DC Entwicklung arbeitete, hat damals jeden Tag mit dem Anruf gerechnet:

    "Hallo, hier spricht Rinaldo ...mein Freund, wir müssen über das reden, was bei euch in Deutschland euer und unser Image beschädigen könnte ...ihr habt doch bestimmt bessere Einblicke und euch schon eure Gedanken gemacht ...da unsere "Problemkinder" sowieso den selben Bauplan aus Bari haben, könnten wir es doch genau so teilen, wie wir es schonmal erfolgreich in den 90ern taten. Leg Du den Termin für ein Meeting fest!"

    ...aber nichts in dieser Art passierte! ...Rinolfi war inzwischen nach dem Peter-Prinzip nach oben gefallen und dort fern jeder operativen Handlung...


    Bei DC (inzwischen wieder M*) ist man sich aber im klaren darüber, dass das dicke Ende erst noch kommt ...wenn noch mehr Städte Umweltzonen eingerichtet haben ...und diese überwiegend "grün only" sind ...dann ist eine Marke wie Fiat-Alfa/Lancia mausetot ...getötet von ehemaligen Markenfahrern, die alle eine Geschichte zu erzählen haben ...der alle viel mehr zuhören, als jeder Positiverfahrung ...weil sie so schön in's Klischee passt!

    Gruß, Jörn

  • Ich denke mal bis es sehr viele "Grün-only-Städte" gibt, wird noch ein wenig Zeit verstreichen, bis dahin wird es auch nicht mehr allzuviele Gelbplaketten-2,4JTDs mehr geben. Wie in einem Thread schon geschrieben, ich komme sehr gut mit der gelben Plakette zurecht. Und die nächsten Jahre wohl auch noch.Wer weiß, vielleicht gibt es bis dahin gar keine Plakette mehr, wie damals die orangene G-Kat-Plakette (hieß die so?)

  • Hallo Jörn,
    ja das kann ich mir allerdings durchaus gut vorstellen...


    "Hallo, hier spricht Rinaldo ...mein Freund, wir müssen über das reden, was bei euch in Deutschland euer und unser Image beschädigen könnte ...ihr habt doch bestimmt bessere Einblicke und euch schon eure Gedanken gemacht ...da unsere "Problemkinder" sowieso den selben Bauplan aus Bari haben, könnten wir es doch genau so teilen, wie wir es schonmal erfolgreich in den 90ern taten. Leg Du den Termin für ein Meeting fest!"


    ...denn bei FIAT/Alfa/Lancia ist man (bin ich) inzwischen wirklich erstaunt, wie wenig strategisch da insgesamt gedacht und gearbeitet wird... im Prinzip hätte dieses Markenkonglomerat ähnliche Erbanlagen wie VAG, Fiat als bodenständige "Butter und Brötchen" Marke analog zu VW, Alfa als Gegenstück zu den sportlichen Produkten der Marke Audi und Lancia als Gegenstück zu den eher komfortbetonten Produkten... aber leider ist davon fast nichts (mehr) zu spüren....


    Bei DC (inzwischen wieder M*) ist man sich aber im klaren darüber, dass das dicke Ende erst noch kommt ...wenn noch mehr Städte Umweltzonen eingerichtet haben ...und diese überwiegend "grün only" sind ...dann ist eine Marke wie Fiat-Alfa/Lancia mausetot ...getötet von ehemaligen Markenfahrern, die alle eine Geschichte zu erzählen haben ...der alle viel mehr zuhören, als jeder Positiverfahrung ...weil sie so schön in's Klischee passt!
    Gruß, Jörn

    Wie wahr, wie wahr, aber auch dass müssen viele Marketingstrategen offenbar erst noch lernen: ein vergräzter Kunde ist durch zehn zufriedene nicht aufzuwiegen...

    Aber nur so am Rande und wieder on topic: können die gewünschten technischen Protokolldaten zum Motormanagement etc., die Du beschrieben hast nicht auch von Bosch (wahlweise andere Zulieferer) geliefert werden, immerhin ist das komplette Motormanagement meines Wissens von dort...? Oder bin ich da zu naiv?

    Tschö
    Christian

  • Hi!


    können die gewünschten technischen Protokolldaten zum Motormanagement etc., die Du beschrieben hast nicht auch von Bosch (wahlweise andere Zulieferer) geliefert werden, immerhin ist das komplette Motormanagement meines Wissens von dort...? Oder bin ich da zu naiv?

    Nein, von Bosch kommt nur die Hardware und eine Software-Sourcecode-Modulbibliothek als "Bausatz zum Fertigprogrammieren". Und hierbei ist Fiat noch in einer Sonderposition, weil dieser Bausatz sogar zu großen Teilen ursprünglich von Ihnen selber (ELASIS, CentroRicerche, Powertrain, etc.) stammt.

    Wenn dann eine Firmware dann fertig entwickelt ist und für die verschiedenen Varianten mit Kennfeldern bedatet wurde ...wird sie Bosch für die Produktion als Flashfile gegben und damit produziert. Es gibt aber auch Auftragsarbeiten, bei denen Bosch alles "fertig" erstellt ...Fiat gehört aber nicht zu dieser Kategorie von Kunden.


    Gruß, Jörn

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