Autobahngebühren in der Schweiz

  • Hallo,

    nach der Sz wollen unsere lieben Eidgenossen die Gebühren für das Befahren der dortigen Schrottpisten um ggf. das 5fache auf 200 CHF/Jahr erhöhen.
    click
    Ist ja nun deren ureigenes Problem, wie der Staat den Bürgern die Kohle aus der Tasche zieht. Aber auch unter Berücksichtigung des billigeren Kraftstoffes werde ich mich dort jedenfalls nicht mehr zu diversen Kurzurlauben blicken lassen.
    Es reicht, wenn mich schon die diversen deutschen Finanzminister ausrauben. :+) Muß ich nicht auch noch in der Schweiz haben.


    Gruß rudi

  • Dann wird die Schweiz um die Einführung einer 14 Tage oder 30 Tage Vignette nicht herum kommen. Natürlich brauchen die auch Ihre Steuern, so wie jeder Staat.

    Irgendwann kannst dann vor lauter Plaketten auf der Windschutzscheibe nicht mehr raussehen. Pickerl aus Österreich, Schweizer Vignette, deutsche Abgaspapperl, die Osteuropäer haben doch aus was in der Richtung? Ist dem europäischen gemeinsamen Haus eher abträglich. Sollen sie doch die Mineralölsteuer erhöhen. Ist weniger Bürokratie und trifft genau den, der viel fährt.
    Bin ja gespannt, wann bei uns in D das kommt, bei all den Miesen in der Kasse.

  • Hallo,
    nur als Ergänzung.

    1. Wenn Du die Schweizer Autobahnen als Schrottpisten bezeichnest, würde mich Dein Vokabular für die hiesigen deutschen Straßenzustände interessieren.
    2. Ich habe die persönliche Erfahrung gemacht, dass die schweizer Straßenzustände im Vergleich zu den Bundesdeutschen geradezu paradiesisch sind.
    3. Es ist neben der erwähnten Gebührenerhöhung auch die gleichzeitige Einführung einer 2-Monats-Vignette zur Sprache gekommen
    4. Ist immer noch billiger als die tägliche Nutzung der (nord-)italienischen Autobahnen.


    Herzliche Grüße
    Fossi

  • Dann wird die Schweiz um die Einführung einer 14 Tage oder 30 Tage Vignette nicht herum kommen.

    Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen. Wenn man, wie ich z.b., einmal jährlich durch die Schweiz gondelt, soll man doch nicht etwa vollen Preis zahlen. Da waren die sonst üblichen ca. 30€ (Jahresvignette) schon überzogen.

    In Deutschland ist es wohl auch nur noch eien Frage der Zeit.. Dafür wird dann aber sicher die Ökosteuer herabgesetzt... ;)

    grüße,
    Nils

    ________________________
    Gerade weil wir alle in einem Boot sitzen, sollten wir froh sein, daß wir nicht alle auf einer Seite stehen...

  • als Slowenien 2008 die Vignettenpflicht eingeführt hat (statt der Mautstellen) gab es auch nur Jahres-bzw. Halbjahresvignetten zum Preis von 55,- bzw. 35,-
    nach Urlauber und EU Proteste gab es 2009 eine 7-Tages-Vignette um 15,- und die Halbjahres wurde durch eine Monats für 30,- ersetzt,
    die Jahres kostet jetzt 95,- (statt 55,-)

    Übrigens ist das Slowenische Autobahnnetz unglaubliche 1.050 Km lang...

    da ist ja unser Österreichisches Netz direkt günstig, 1.720 Km Autobahn und 460 Km Schnellstraße für 76,50 € im Jahr

    ______________________________________
    [COLOR='Gray']Morgen werde ich mich bessern;
    Gestern wollte ich es heute schon[/COLOR]

  • Nach den hiesigen Infos steht eine Erhöhung von Fr. 40.- auf Fr. 80.- oder max. 100.- für die Jahresvignette zur Debatte. Die ist übrigens max. 14 Monate gültig, jeweils ab 01. 12. bis 31.01 im übernächsten Jahr.

    Es kommen aber nicht wie in Austria trotz Vignette, noch Tunnelgebühren dazu.

    Mariani

    2 alberi a camme in testa

  • Hallo,
    nur als Ergänzung.

    1. Wenn Du die Schweizer Autobahnen als Schrottpisten bezeichnest, würde mich Dein Vokabular für die hiesigen deutschen Straßenzustände interessieren.
    2. Ich habe die persönliche Erfahrung gemacht, dass die schweizer Straßenzustände im Vergleich zu den Bundesdeutschen geradezu paradiesisch sind.
    3. Es ist neben der erwähnten Gebührenerhöhung auch die gleichzeitige Einführung einer 2-Monats-Vignette zur Sprache gekommen
    4. Ist immer noch billiger als die tägliche Nutzung der (nord-)italienischen Autobahnen.


    Herzliche Grüße
    Fossi

    Meine Erfahrungen auf der Route St. Margrethen bis Bellinzona sind da von nicht wenigen "Unebenheiten" gezeichnet, ebenfalls vom Verzweig Sargans Richtung Zürich, auch wenn da gerade einige Baustellen sind.
    Die Autobahnen bei uns hier sind durch den LKW-Verkehr Richtung Osteuropa völlig desolat und daran wird sich auch nichts ändern. Nach der letzten Verkehrszählung vor ca. 10 Jahren waren es im Schnitt 2000 LKW/Tag, nun gefühlsmäßig um 50% mehr. Sowas hält die beste Fahrbahn nicht allzulange aus. Da sind die Schweizer halt schlauer und begrenzen den Durchgangsverkehr.

    Zurück zum Thema.
    Ein paar PKW-Monatsvignetten werden dann voraussichtlich genauso teuer werden wie die Jahresvignette. Irgendwie müssen die ja auf ihre Einnahmen kommen. :-]
    Da reicht eine kleine Rechnung. Die neuen Fahrzeuge werden immer sparsamer. Bei einem Minderverbrauch von 1 Liter und 15000km Jahresfahrleistung entgehen dem Staat so ca 200 Euro an Mineralölsteuern. Und wenn da gleichzeitig weniger gefahren wird, sind es noch mehr. Also diesen elenden geizigen Sparern muß man an den Geldbeutel und zwar so, dass es keinen Ausweg gibt. :)
    Die Methoden erinnern immer mehr ans Mittelalter als jeder Raubritter seinen eigenen Wegzoll erhob.
    Da nach den neuesten Berechnungen trotz ungeahnter Mehreinnahmen an Steuern in D immer noch Kredite aufgenommen werden müssen, wird eine PKW-Maut bei uns nur noch eine Frage der Zeit sein. Und wer glaubt, dass da dann gleichzeitig die Kfz-Steuer oder Ökosteuer gesenkt wird, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann. Insoweit werden wir von den Maßnahmen unserer Nachbarländer daher auch mitbetroffen sein. Macht sich doch immer gut als Politiker auf andere zu zeigen und die Alternativlosigkeit aufzuzeigen.

    rudi

  • Dann wird die Schweiz um die Einführung einer 14 Tage oder 30 Tage Vignette nicht herum kommen.

    Das halte ich fuer eher unwahrscheinlich. Die Vignette wird denke ich so werden wie die bisherige. Entweder man entrichtet den vollen Betrag - oder wird freundlich gebeten, drum herum zu fahren oder auf die Landstrasse auszuweichen...

  • Das halte ich fuer eher unwahrscheinlich. Die Vignette wird denke ich so werden wie die bisherige. Entweder man entrichtet den vollen Betrag - oder wird freundlich gebeten, drum herum zu fahren oder auf die Landstrasse auszuweichen...


    Nein, darfst weiter die Schotterpisten befahren, es soll eine 2 Monate Vignette geben.

    Mariani

    2 alberi a camme in testa

  • Das halte ich fuer eher unwahrscheinlich. Die Vignette wird denke ich so werden wie die bisherige. Entweder man entrichtet den vollen Betrag - oder wird freundlich gebeten, drum herum zu fahren oder auf die Landstrasse auszuweichen...

    ...um dann dort eine geschwindigkeitsabhängige Verkehrsabgabe zu entrichten. :+)

    Vielleicht kamen ja die etwas hohen €-Preisangaben durch den aktuell relativ starken Schweizer Franken zu Stande...
    Im Grunde genommen habens die Schweizer ja richtig gemacht mit der Vignette: Die kassieren immerhin schon seit gut 26 Jahren Autobahngebühren von allen, die die Schweizer Autobahnen nutzen.
    Die Schweizerische Verkehrsinfrastruktur (Straßennetz & Schienennetz) ist aus meiner Sicht relativ gut in Schuss und auch der Winterdienst funktioniert imho besser.

    Während wir in Deutschland uns bald auf eine neue CastingShow freuen können... Deutschland sucht das Superschlagloch... 8( (was jetzt jedoch nicht bedeutet, dass es in der Schweiz keine Schlaglöcher gäbe...)

    so long
    Beat

  • ..und da wird dann richtig zugelangt !


    Na logisch.
    Ich als Vielfahrer (mind 60tkm per anno) wäre ja durchaus bereit 50€/Jahr zu bezahlen. Aber wie ich unsere "Pappenheimer" kenne, wird es wohl nach km abgerechnet, sodaß ich sicher auf das 10fache komme.
    Die Maut/Brücken wurden IMHO schon mit dem Hintergedanken PKW-Maut aufgestellt...

    grüße,
    Nils

    ________________________
    Gerade weil wir alle in einem Boot sitzen, sollten wir froh sein, daß wir nicht alle auf einer Seite stehen...

  • Das Schweizer Modell fand ich bis jetzt für die Einheimischen sehr sinnvoll.

    40CHF ist günstig wenn ich mal mit hier in .at 76€ vergleiche.

    Das ganze Kurzzeittouristengedöhns kann man sich auch sparen dann,
    der Tourist sponsert die Strasse durch seinen Vignettenkauf ordentlich
    und der Einheimische wird entlastet.


    Schweizer Strassen als Schrottpisten zu bezeichnen verstehe ich
    nun absolut nicht. Dort ist sogar mal nachts die Putzkolonne unterwegs und
    reinigt den Mittelstreifen (der ohnehin nur von Ausländern beschmutzt wird) :-]

    Gruss, Stephan
    _________________________________________________________________
    Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

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