Schlechtes Auto oder schlechte PR?

  • Wir hätten den Alfa 159 gerne als Gebrauchtwagen empfohlen... ist vielleicht für die interessant, die an einem defekten Lenkgetriebe beim 159 leiden: "Außerdem haben wir unseren Kunden eine weit reichende Kulanzregelung zur Problembehebung angeboten, die von den übrigen betroffenen Kunden des Alfa Romeo 159 weitgehend in Anspruch genommen wurde. Nach unserer Kenntnis sind mittlerweile nahezu alle in Frage kommenden Fahrzeuge entsprechend überarbeitet worden."

    Wenn man solche mails liest oder den Bericht in der Motor Klassik über das "sensationelle" Alfa-Fest in Mailand, fragt man sich, ob die bei Alfa deswegen so bocklos sind, weil sie sich wie die Ratten auf dem sinkenden Schiff fühlen... oder eher weil sie sich so geil finden?

    Grüße
    J.V.

  • Ich frage mich was passiert wäre, wenn eine der namhafteren Automobilzeitungen Deutschlands nachgehakt hätte. Egal ob AMS oder AutoBlöd, wäre die letze Mail unbeantwortet geblieben ?
    Vermutlich nicht...

  • warum sollten die sich auch bemühen, ist eh die falsche Zielgruppe, ist ja ne Akademikerzeitung :+)

    l.otti

    produkte der fiatautomobile ag sind ein traum! darum findet ihr mich in zukunft hier: http://www.faltboot.de ab jetzt fahre ich ein handgearbeitetes deutsches sportcabrio allererster güte:

    > E65-3 des VEB Taucha-POUCH mit mittelmotor (ich) <

  • Wieso sollen die sich bei so einem ollen Gebrauchtwagen so auskunftswillig zeigen, die schaffen es ja nicht mal ihre aktuellen oder zukünftigen Fahrzeuge ins rechte Licht zu setzen.
    Wenn man sich das alles (100 Jahrfeier Mailand, Auslauf Brera/Spider, furchtbare PR, immer weniger Händler etc.) ein bißchen zusammenreimt, kann man nur zum Schluß kommen Alfa ist tot.

    Gruß Ingo

  • "Die deutschen Journalisten stecken doch alle unter einer Decke und wollen Alfa kaputt machen. Sowas passiert bei jedem Auto heutzutage!"
    !mgrins!


    Wenn man solche mails liest oder den Bericht in der Motor Klassik über das "sensationelle" Alfa-Fest in Mailand, fragt man sich, ob die bei Alfa deswegen so bocklos sind, weil sie sich wie die Ratten auf dem sinkenden Schiff fühlen... oder eher weil sie sich so geil finden?

    Grüße
    J.V.

    Man kann echt gespannt sein was da in der Zukunft passiert. Auf der einen Seite soll 2012 die Giulia kommen, SUV, 2013 Spider, alte, unprofitable Zöpfe wie der Brera werden eingestellt. Das hört sich ja nach einer Radikalkur des Modellprogramms und einer Zukunft an.

    Auf der anderen Seite dann so Aussagen wie VW und nicht BMW und Audi ist unser Gegner (Kein VW Fahrer will einen Alfa), man kann nicht die Autos bauen die Alfisti wollen, das Leugnen eines wohl schlecht gebauten Lenkgetriebes und eine dermaßen schlechte Alfa PR nach außen als ob Alfa total egal ist.

    Bin echt gespannt wie das weitergeht.


  • Auf der einen Seite soll 2012 die Giulia kommen,

    D.h. noch 2 Jahre muß der unglückliche Panzer mit dem defekten Lenkgetriebe verkauft werden ;)



    SUV,

    Sowas baut die Konkurrenz schon seit Jahren, wird bestimmt ein Verkaufsschlager !thatsit!



    2013 Spider.

    3 Jahre ohne einen Spider im Programm !augenmach!
    Spätestens dann ist Alfa tot.



    Das hört sich ja nach einer Radikalkur des Modellprogramms und einer Zukunft an.

    Stimmt, nach einer Zukunft mit mindestens einer Automarke weniger auf dem europäischen Automarkt.

    Gruß Ingo

  • ...kann man nur zum Schluß kommen Alfa ist tot.

    Schön wärs!

    Dann bräuchte man sich nicht für MiTo, JTS und Holden-Motoren zu rechtfertigen!
    Wer macht da endlich zu?

    GLaubt doch keiner mehr an den großen Erfolg mit Giulietta oder? Das Ding ist nett, aber ein Golf VI ist auch nett.

    Gruß

    Hauke

  • D.h. noch 2 Jahre muß der unglückliche Panzer mit dem defekten Lenkgetriebe verkauft werden ;)

    Sowas baut die Konkurrenz schon seit Jahren, wird bestimmt ein Verkaufsschlager !thatsit!

    3 Jahre ohne einen Spider im Programm !augenmach!
    Spätestens dann ist Alfa tot.


    Stimmt, nach einer Zukunft mit mindestens einer Automarke weniger auf dem europäischen Automarkt.
    Gruß Ingo

    Naja. Wenn die Giulia Anfang 2012 kommt sinds keine 2 Jahre mehr, dann kommen vorher Bilder raus und das Ding ist ab Ende 2011 im Gespräch.
    Ist zwar natürlich noch hin, aber schon am Horizont erkennbar.

    Beim Spider ist das natürlich schlimm, aber eher aus Imagegründen als aus kaufmännischer Sicht denn die Hauptcashcow war das ja nie.

    Ein Alfa SUV auf Jeep Cherokee Basis mit neuer Karosse wäre einfach zu bauen. Da gibt es bestimmt Q5, X3 Käufer die plötzlich ihre italienische Seite entdecken und über die ein oder andere technische Unzulänglichkeit hinweg schauen solange das Design stimmt. Ein vorprogrammierter Flop muss das nicht sein.

    Mein Punkt war das wohl hinter den Kulissen einiges entwickelt wird.
    Die Giulietta ist ja schon nicht schlecht gelungen. Zwar DNA Spielzeug, aber relativ leicht, gutes Fahrwerk und moderne Motoren. Wenn noch die Langzeitqualität stimmt ein guter Wurf.

    Ob das natürlich so kommt steht auf einem anderen Papier. Da scheint alles drin zu sein.

    Wenn das alles scheitert sollte Fiat Alfa aber lieber abgeben und einem anderen Unternehmen die Chance geben was aus dem Namen zu machen, bevor die Firma wirklich tot ist.
    Dann nimmts halt VW, ein paar Fanatiker springen dann ab weil dann statt eines Punto Lichtschalters ein Polo Lichtschalter drin ist, dafür könnte aus dem Konzernkasten mit Bertone durchaus etwas entstehen.

  • nun ich würde mich auch gerne interessieren woher das Wissen kommt. Immerhin wurden in Italien im Monat Juli fast so viele Guilietta wie Bavo und Delta zusammen zugelassen. Da man bei Alfa eine Verteilung in etwa eine Verteilung 1:1 ausgehen kann, wurde die gleiche Menge exportiert, somit wird die Gesamtzahl zwischen 5.500 und 6.000 liegen.

    Mag jetzt noch nichts heißen aber ich denke mal das die Produktion noch nicht die volle Kapazität hat.

    italo

  • Aber jetzt noch mal zurück

    Ich glaube kaum das irgendein anderer Hersteller potentiellen Gebrauchtwagenkäufern empfiehlt:

    "Aber erst ab Bj 2007 kaufen sonst ists scheiß!"

    MfG
    Tony

    ...jeder Hersteller mit einigermaßen kompetenter Presseabteilung sollte in der Lage sein, konkrete technische Fragen zu beantworten. Die Schlussfolgerung, welches Modell als GW zu empfehlen ist, obliegt ja dann dem Journalisten.

    Ich frage mich was passiert wäre, wenn eine der namhafteren Automobilzeitungen Deutschlands nachgehakt hätte. Egal ob AMS oder AutoBlöd, wäre die letze Mail unbeantwortet geblieben ?
    Vermutlich nicht...

    ...für die AMS oder Auto-Bild ist ein Alfa 159 doch so interessant wie die Kia-Modellpalette der 80er Jahre, die würden sich nie die Mühe machen, sich damit so ausführlich zu beschäftigen. Also sollte Alfa doch froh sein, dass sich überhaupt ein paar Freaks für ihre Autos interessieren und nicht so borniert antworten. Denke, etwas weniger Selbstgefälligkeit und mehr Demut täte Alfa ganz gut.

    Aber, um mal den ganz großen Bogen zu spannen: Das Überleben von vielen Firmen wird im globalen Wettbewerb sowieso unter ganz anderen, marktwirtschaftlicheren Bedingungen stattfinden müssen, als in der Vergangenheit - das trifft sicher auch auf Fiat zu.
    Viele Staatssubventionen (wie in Italien etwa oft praktiziert) werden so in Zukunft einfach nicht mehr möglich sein, weil EU-Gesetze und Kapitalmarktrestriktionen das verhindern werden. Klar, kann da immer gemauschelt werden, aber am Ende ist die Haushaltslage in den Ländern dann so desolat, dass sie solche Dinge selber nicht mehr praktizieren wollen und können. Wer hätte gedacht, dass z.B. die Steuerprivilegien für Fußballer in Spanien und England abgeschafft werden, sind ja auch heilige Kühe (sonst wäre der Raul nie zu S04 gekommen)?

    Dass mal eben die Familie Agnelli oder andere Fiat-Anteilseigner den Staat oder staatliche Banken um Hilfe bittet, um Löcher zu schliessen, wird nicht mehr so einfach funktionieren wie in den letzten Jahrzehnten. D.h, Misswirtschaft und Inkompetenz wird zu Konsequenzen führen. Die Billigung defizitärer Staatshaushalte hat ja dazu geführt, dass Staatseingriffe - etwa in die italienische Autoindustrie - solche eigentlich marktwirtschaftlich gerechtfertigten Konsequenzen verhindert haben.

    Grüße
    J.V.


    P.S. Und was die jungen Akademiker betrifft: Wann werden denn Markenbilder bei Konsumenten entwickelt? Wem es als Autohersteller nicht gelungen ist, bei Mitte 20jährigen gewisse Sympathien zu entwickeln, wird es später enorm schwer haben, die mal zu Konsumenten zu machen.

  • Dass mal eben die Familie Agnelli oder andere Fiat-Anteilseigner den Staat oder staatliche Banken um Hilfe bittet, um Löcher zu schliessen, wird nicht mehr so einfach funktionieren wie in den letzten Jahrzehnten. D.h, Misswirtschaft und Inkompetenz wird zu Konsequenzen führen. Die Billigung defizitärer Staatshaushalte hat ja dazu geführt, dass Staatseingriffe - etwa in die italienische Autoindustrie - solche eigentlich marktwirtschaftlich gerechtfertigten Konsequenzen verhindert haben.

    Mal Nachichten in den letzten Jahren gelesen?

    [url=http://www.manager-magazin.de/unternehmen/ar…,608542,00.html]Garantiezusagen: VW-Bank erhält Staatshilfe - manager-magazin.de - Unternehmen[/url]

    Bankenkrise: BMW-Finanzsparte braucht offenbar Staatshilfe - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

    Staatshilfen: Opel fordert vier Milliarden Euro - Finanzkrise - FOCUS Online

    Ich glaube mal nicht ,dass das nur ein Problem der Agnellis ist.


    Wenn mans weiter spinnen will kann man sogar noch die Zulieferer nennen:

    [url=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,609475,00.html]Diskussion um Staatshilfe: Schaeffler fehlen mindestens fünf Milliarden Euro - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft[/url]

  • ...ich habe tatsächlich Nachrichten in den letzten Jahren gelesen. Die Staatseingriffe für Marktteilnehmer sogenannter systemrelevanter Bereiche sind mir ebenfalls nicht verborgen geblieben. Was am Ende tatsächlich in Deutschland allerdings vom Staat bezahlt worden ist, sieht man, wenn man sich die Abrufquoten der Konjunkturpakete anschaut.

    Subventionen, ob offen oder verdeckt, fordern sicherlich viele Branchen und Unternehmen. Das ist also keine spezielle Eigenart der Agnellis. Aber in Italien haben Staatsbeteiligungen (wie z.B. bei Alfa bis Mitte der 80er Jahre) eine andere Tradition. Nicht nur im Autobereich, sondern auch in anderen Branchen, schau Dir die Geschichten von Eni oder Alitalia an.

    Die Frage ist, wie lange sich die Staaten solche Eingriffe noch leisten können. Meine These ist: Sie können es sich nicht mehr leisten wie in der Vergangenheit (Die Privatisierungen, die der italienische Staat in den vergangenen Jahren vorangetrieben hat, sind dafür nur ein Indiz).

    Du kannst meiner These natürlich widersprechen und der Meinung sein, Staatshaushalte könnten weiterhin mit so hohen Neuverschuldungen zu Rande kommen. Wenn meine These aber stimmen sollte, bedeutet eine Reduzierung von Staatseingriffen (wie in der Vergangenheit z.B. bei Alfa praktiziert), dass der Wettbewerb viel massiver richtet, ob ein Unternehmen überlebt oder nicht.

    Ergo: Missmanagement wird bei Alfa deutlichere Konsequenzen haben, als dies in den vergangenen Jahrzehnten der Fall war.

    Und an dem Punkt sind wir wieder beim Ausgangspunkt: Kann man so lustlos eine Firma führen?

    Grüße
    J.V.


  • Ein Alfa SUV auf Jeep Cherokee Basis mit neuer Karosse wäre einfach zu bauen. Da gibt es bestimmt Q5, X3 Käufer die plötzlich ihre italienische Seite entdecken und über die ein oder andere technische Unzulänglichkeit hinweg schauen solange das Design stimmt. Ein vorprogrammierter Flop muss das nicht sein.

    Dann lass die Ex- Q5 und X3 Besitzer mal bei einem technischen Defekt in die kompetente Werke kommen (da der Showroom die schönen Fliesen hatte muß die Werke ja super sein) und diese sich dann mit der Alfa Service Abteilung auseinandersetzen...

    Gruß
    Carsten

  • Dann lass die Ex- Q5 und X3 Besitzer mal bei einem technischen Defekt in die kompetente Werke kommen (da der Showroom die schönen Fliesen hatte muß die Werke ja super sein) und diese sich dann mit der Alfa Service Abteilung auseinandersetzen...

    Gruß
    Carsten

    Ja, da wird die Begeisterung für die "Bella" auf die Probe gestellt werden. :-]

  • Da hat die PR-Abteilung von AR jahrzehnte lang geschlafen, das Image vom rostigen Italiener mit minderer Qualität haben die nie wirklich mit Ausdauer bekämpft.

    Ich wage zu behaupten, dass die überhaupt nie gegen irgendetwas angekämpft haben, ausser gegen deren Arbeitgeber, um bessere Arbeitskonditionen zu erhalten.

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