Restauration eines GTV 2,5 V6

  • Hallo zusammen,
    ich bin neu hier und hoffe, die Anfrage ist hier richtig plaziert. Vor ca. 10 Jahren habe ich eine´n GTV 2,5 V6 erworben. Bj 1983 mit ca. 70000 km Zustand aus meiner Sicht ok. diverse Roststellen aber ich denke kein größeres Problem - Anfangs habe ich das Fahrzeug ab und zu bewegt bzw. den Motor etwas laufen lassen - irgendwann wurde dies nicht mehr gemacht.
    Ich selbst habe keine Zeit und maße ich mir auch nicht an, selbst an dem fahrzeug hand an zu legen. Nun habe ich jemanden gefunden, der früher an Alfas gearbeitet hat (KFZ Mechaniker ca. 40 Jahre alt) der das KFZ richten soll. Jetzt meine Fragen, wie geht man(-n) in so einem Fall am besten vor, das Fahrzeug ist immer trocken gestanden hat aber natürlich rost am Unterboden ich denke alle Öle raus alle Leitungen neu, Bremsen komplett neu, Zahnriemen neu --> oder ist es angebracht das KFZ komplett zu demontieren und ganz neu aufzubauen. sorry ist sicherlich eine schwierige Frage aber ich möchte nicht einfach nur das Auto fahren sondern erhalten so wie er ist im Orginalzustand denn er ist unverbastelt alles Orginal nur das Radio und die Lautsprecher an der Sitzbank hinten fehlen.

    Ich würde mich freuen, wenn jemand Lust und Know How hat und mir meine Fragen beantworten kann

    Herzlichen Dank im voraus

    Gruss Frank

  • Hallo Frank,
    Stand vor den selben Problemen.
    Ich bin dabei folgendermaßen vorgegangen.Als erstes habe ich das Fahrzeug wegen ca 14 mehr oder schwerer Rostschäden teilzerlegt.(d.h.mein Karosseriebaumeister).Falls Du Zierleisten oder andere Teile demontierst immer mit Vorsicht-vieles kannst du gar nicht mehr bekommen.Dann das ganze zum Lackierer.Wollte damals zwar nur die Stellen nachlackieren ,jedoch meinte mein Lackierer über 20 Jahre alten Lack anzugleichen ist immer sehr schwierig.Also komplett neu lackiert.
    Anschließend die Technik,Zahnriemen-Ölwechsel-Getriebeölwechsel-
    Stoßdämpfer
    Bremsen+Bremsflüssigkeit
    Kühlwasser
    Reifen
    Innerhalb eines Jahres haben sich dann noch folgende Teile verabschiedet:
    Bezinpumpe!
    Benzinleitung geplatzt-gerissen wegen Altersschwäche.
    Hauptbremszylinder-Altersbedingter Verschleiß-Ausfall Bremse
    Kupplung-Ausrücklager -kein einlegen der Gänge mehr möglich
    Hardyscheiben starker Verschleiss(vibrieren)-waren noch die ersten!
    Kühlwasser-Thermostat defekt
    Öldruckgeber defekt
    Tachogeber defekt
    Alle Kühlwasserschläuche porös.(besonders die oberhalb des Motors)
    Das war im groben die Teile die sich nach und nach verabschiedet haben.
    Mein GTV 6 stand damals auch nur trocken in einer Halle hat sich jedoch echt kaputt gestanden.

    Grüße aus den Norden!!:)

    3 Mal editiert, zuletzt von Sechs Zylinder (29. Mai 2010 um 21:27) aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Hallo,
    vielen Dank für Deinen Beitrag. Genau das befürchte ich bei diesem Fahrzeug auch. Ich möchte es vernünftig machen, das kostet sicherlich eine Stange Geld, aber ich hätte gerne noch viele Jahre Freude an diesem GTV.
    Es stellt sich die Frage, ob es ausreichend ist, das Auto teilweise vom Rost zu befreien, un dann neu zu lackieren. Oder soll man gleich das komplette Fahrzeug zerlegen, Sandstrahlen und komplett neu aufbauen - oder ist das mit Kanonen auf Spatzen geschossen ??
    Du hast die Ersatzteilversorgung angesprochen, dann wäre es ja eventuell von Vorteil einen zweiten GTV zu kaufen, oder wo bekomme ich am besten Teile.

  • Die Frage mußt Du dir selber beantworten, ob Du den GTV komplett zerlegen, Sandstrahlen und lackieren willst.
    Ist doch eine Frage des Geldes.

    Technische Ersatzteile erhälst über die üblichen Anbieter wie OKP,Hanel usw.

    Bremsschlauche würde ich wechseln, auch hinten,der quillt gerne auf, und gegen Stahlflex austauschen

  • wenn es nicht eine komplette rostlaube ist würde ich nich strahlen, sondern nur die Roststellen großzügig aufschleifen mit negerkeksen und hart-auslöten, tiefere dellen die man nicht rausbekommt zinnen und so gut wie möglich spachtel vermeiden.
    Wenns doch irgendwo nötig ist zu spachteln unbedingt vorher Rostschutzgrund drauf und dann spachteln, niemals aufs blanke blech!

    dann alles schleifen und ep-grund drauf, der isoliert die alte lackschicht.

    hohlräume kannst du noch mit seilfett fluten, das verhindert bzw. stoppt korrosion.

    unbedingt unterbodenschutz entfernen, da kommt meist auch einiges zu vorschein!

    so solltest du noch lange freude an deinem gtv haben.

    lg
    markus

    der im moment der rost bei einen 73er gtj bekämpft

  • Hallo Frank,
    empfehle Dir mach erst mal eine komplette Bestandsaufnahme!Rost entfernen-schweißen usw.(Hat für mich mein befreundeter Karosseriebaumeister gemacht--gratis!!).Wir haben dann den Motor dringelassen-nur die Scheiben raus-Zierleisten und Anbauteile ab!Scheibenrahmen waren alle übelst!!Dann frage mal einen Lackierer was er bei deinen Fahrzeug machen kann-komplett oder teilweise!(Würde ich auch mehrere Firmen fragen was das Kosten soll--bei mir lagen die Angebote um mehrere 100 Euro auseinander.
    Zeitlich laß dich da nicht unter Druck setzen -wenn er seit 10 Jahren steht,dann bau ihn doch vernünftig und langfristig wieder auf!Dann laß das ein paar Jahre dauern,dann ist das Fahrzeug top!!Der finanzielle Aufwand ist dann auch so besser zu verkraften.

    Gruß Wolfgang!!thatsit!


  • Wenns doch irgendwo nötig ist zu spachteln unbedingt vorher Rostschutzgrund drauf und dann spachteln, niemals aufs blanke blech!

    Eigentlich sollte man schon auf blanken Blech spachteln! Da der Lackuntergrund und die Spachtelmasse andere Härte und Dehnungseigenschaften haben, kann es zu Randmarkierungen der Reparaturstelle auf der Decklackschicht kommen.

    Es erweist sich auch als zweckmäßig den Lackierer alles spachteln zu lassen somit umgeht man im Falle eines Gewähleistungsanspruches Ärger. Da dann Lackierbetriebe darauf verweisen man habe nicht ordentlich gespachtelt und der Fehler liege nicht an ihnen!

    MfG
    Tony

  • Eigentlich sollte man schon auf blanken Blech spachteln! Da der Lackuntergrund und die Spachtelmasse andere Härte und Dehnungseigenschaften haben, kann es zu Randmarkierungen der Reparaturstelle auf der Decklackschicht kommen.

    Es erweist sich auch als zweckmäßig den Lackierer alles spachteln zu lassen somit umgeht man im Falle eines Gewähleistungsanspruches Ärger. Da dann Lackierbetriebe darauf verweisen man habe nicht ordentlich gespachtelt und der Fehler liege nicht an ihnen!

    MfG
    Tony

    Immer erst grundieren, dann spachteln. Natürlich wird in Werken auch auf blankes Blech gespachtelt, aber bei einer eigenen Restauration würde ich das nie so machen. Und wenn die Grundierung durchgeschliffen wurde, neu grundieren. Wenn Du auch noch in 10 Jahren Spass dran haben willst, mach es so und nicht anders. Und genau überlegen, ob die Materialien untereinander verträglich sind. 1K und 2K-Materialien sind nicht nur ein bisschen anders !mgrins!.

    Liebe Grüße

    Holger

  • Immer erst grundieren, dann spachteln. Natürlich wird in Werken auch auf blankes Blech gespachtelt, aber bei einer eigenen Restauration würde ich das nie so machen. Und wenn die Grundierung durchgeschliffen wurde, neu grundieren.

    Fachbuch: Karosserie und Lackiertechnik ISBN:978-3-8085-2152-6

    "Standard-Polyesterspachtel ist auf das blanke Blech aufzutragen."

    "Grundsätzlich sind vor dem Spachteln die zu bearbeitenden Stellen zu reinigen und zu schleifen. ... Anschließend muss die Oberfläche mit Blechreiniger gereinigt werden."

    oder: Karosserie- Instandsetzung und Reparatur-Lackierung ISBN: 978-3-8343-3032-1

    "Nach gründlicher Vorbereitung der Blechoberfläche und dem richtigen Anrühren der Spachelmasse und Härter entstehen bei dünnen Auftrag keine Bindungsprobleme"
    "Werden Spachtelarbeiten erforderlich, dürfen sie nur auf blankem Blech vorgenommen werden."

    Ich will ja nicht Klugschei_en aber so ist nun mal der Stand der Technik.

    Wers nicht glaubt geht zu nem ordentlichen Lackiermeister in seiner Nähe und fragt nach!

    Mfg
    Tony

    Ps. Natürlich gibt es auch Fälle in denen vor dem Spachteln auch grundiert werden muss, aber da handelt es sich ausschließlich um ALU-Karosserien.

  • Jeder, wie es ihm beliebt.

    Ich gebe zu, dass ich keinen ordentlichen Lackiermeister in der Nähe gefragt habe, sondern wie ich es beschrieben habe, wird es nur u. a. im Versuchsbau einer größeren Teutonenmarke, angesiedelt am Ende des Alphabets, gemacht und zwar nicht aus Langeweile, wie mir süffisant zu verstehen gegeben wurde, ich habe jetzt extra noch mal nachgefragt. Ich habe ihm mitgeteilt, dass in seiner Abteilung seit 25 Jahren nicht nach dem Stand der Technik gearbeitet würde, wonach ich mir wieder diesen doofen Spruch mit den Alfas und dem Rost anhören durfte. Ihr wisst schon, welchen !mgrins!. Mein Einwand, hier wären aber auch tolle Experten, die sogar Bücher benennen würden, zählte irgendwie nicht. (Das mit dem Klugfäkalieren habe ich besser weggelassen, schließlich will ich noch Hilfe beim Lackieren bekommen.) Zum Schluss kam noch der väterliche Rat, doch mal bei Glas**** nachzufragen, was die denn so, gerade im Oldtimerbereich, empfehlen würden.

    Aber wie gesagt, jeder, wie es ihm beliebt, ich lebe weiter, auch wenn andere es anders machen. Ich weiß, dass die andere Methode verbreitet ist, aber so wie von mir beschrieben kenne ich seit Jahren die Ergebnisse und bei MEINEN Autos kommt nichts anderes drauf.

  • Wenn Du mit keine Ahnung von Lackaufbau jetzt den Versuchsbau von VW meinst, gebe ich das gerne weiter. Boah eyy, wie eingebildet kann man eigentlich sein, ohne dass es weh tut? !gruebel!

    Ich versuche noch einmal, die Konversation auf ein argumentatives Niveau anzuheben, auch wenn ich mir da nicht viel Hoffnung mache.

    Zunächst einmal reden wir hier nicht von einem Parkplatzkratzer in einer 09er MiTo-Tür, sondern von einem 27 Jahre alten Hochleistungsrostblech von Fiat. Und wir reden von Stellen, die seit Jahren vor sich hin gammeln. Und dann schleif Du die mal aus, spachtel die schön und mach dann über den Spachtel eine Grundierung. Alle freuen sich und bestaunen 7 Jahre lang die Meisterleistung des Lackierers. Nur wenn der arme Kerl dann in 8 Jahren plötzlich merkt, dass unter seinem Spachtel das Blech großflächig verrostet ist, weil der Lack nämlich nicht absolut wasserdicht ist (auch wenn das landläufige Meinung ist) und zu allem Überfluss die Spachtelmasse auch noch hygroskopisch ist (und das ist sie nun mal), gibt es lange Gesichter.

    Und all diejenigen, die jetzt so gar nicht wissen, wem sie nun Glauben schenken sollen, fragen doch bitte mal Frau Guggel. Mit etwas gutem Willen findet man genug Beiträge/Erfahrungsberichte von Leuten im Oldtimerbereich, die das von mir Geschriebene genau so beschreiben. Man findet beide Meinungen, ja, das sagte ich auch. Aber man liest sich schnell ein, wer nur nachplappert und wer fundiert von Erfahrungen berichtet. Ich habe das auch vorhin gemacht, man findet genug. :-]

    Ein Beispiel, das für sich spricht, ich hoffe das Setzen eines Links zu einem Fachbetrieb ist erlaubt und wird nicht als Werbung gewertet:

    "Vor den Spachtelarbeiten wird bei der Oldtimner-Lackierung [COLOR='Red']grundsätzlich[/COLOR] grundiert und gefüllert. Nur so kann der hier besonders wichtige Korrosionsschutz des Lackaufbaus gewährleistet werden."

    Quelle: Lühr & Knees GmbH - Lackierwerkstätten in Lübeck: Oldtimer

    Aber die haben wahrscheinlich auch keine Ahnung von Lackaufbau, die armen Wichte. :D

    Liebe Grüße

    Holger


    EDIT: Ist natürlich ein Hochleistungsrostblech von ALFA ROMEO!

    3 Mal editiert, zuletzt von chemiker (30. Mai 2010 um 23:13)

  • Nun denn...

    Ich weiß sehrwohl, auch aus beruflichen Gründen, dass Spachtelmasse hygroskopisch ist, aber überleg mal genau: wenn die sie sich mit Wasser anreichern sollte hilft auch keine Grundierung mehr dann ist es eh zu spät!!!

    Am besten du nimmst einen schönen Wash-Primer (überhaupt schon mal davon gehört?) der hat sehr gute Korrosionschutzeigenschaften und den nimmt man auch auf blankem Blech!

    ...ja ja auf blanken Blech schon, nur ist der auch säurehärtend und das verträgt sich nun mal nicht mit Polyester ( Ja Ja Spchtelmasse ist meist aus Polyester).

    Dann kannst du ja auch 2K-Polyurethan-Haftgrund nehmen der ist nicht säurehärtend aber den spritzt man nun mal auf den Polyeter-Spachtel.

    Oder Fillsealer aber wenn du Ahnung hast weist du ja schon wofür man den benutzt! Oder?

    Und irgendein Link zu Räuber Hotzenplotz ist kein fachliches Argument! Ein Fachbuch dagegen schon, vor allem die, die ich nannte (du kennst die ja bestimmt...)!

    Ruf doch an bei wem du willst und mach was du willst aber bitte: Fang nicht an Autos von anderen zu lackieren!

    Fachwissen hat nichts mit Googel zu tun sondern mit ner fachlichen Ausbildung und damit meine ich nicht nur ne Lehre zum Lackierer!!!

    ...ach ja der GTV6 hat nichts mit FIAT zu tun!!!

    MfG
    Ich der ja keine Ahnung hat!:+)

  • Hut ab!

    Die ganz große Frage bleibt bei all dem Können, bei all dem Wissen unbeantwortet (da zugegeben, auch nie gestellt, aber was soll's), nämlich: rostet ein grundierter Alfa besser als ein nicht grundierter?

    Mit unglaublich freundlichen Grüßen!

  • Und irgendein Link zu Räuber Hotzenplotz ist kein fachliches Argument! Ein Fachbuch dagegen schon, vor allem die, die ich nannte (du kennst die ja bestimmt...)!

    Aha. Räuber Hotzenlotz. Aha. Sag mal, kannst Du keine normale Unterhaltung führen oder willst Du nicht?

    Versuchsbau bei VW ist doof. Aha. Genannte Fachfirma ist auch doof. Aha. Ich könnte noch mehr Firmen hier auflisten, die auch alle doof sind, aber das ist MIR zu doof.


    Ruf doch an bei wem du willst und mach was du willst aber bitte: Fang nicht an Autos von anderen zu lackieren!

    Könntest Du bitte in dieser Textstelle nochmal die argumentativen Teile herausarbeiten? Bitte, ich kann Dir sonst nicht folgen. Ach ja, das Argument ist ja, die sind alle doof, die ich anrufe. Uiuiui.....

    Ansonsten: Lass mal jetzt gut sein, jeder kann sich jetzt selbst ein Bild machen.


    ...ach ja der GTV6 hat nichts mit FIAT zu tun!!!

    Dieser unverzeihliche Fehler ist mir schon selber aufgefallen, danke!


    Ich der ja keine Ahnung hat!:+)

    Wer sagt so etwas? Jemand, den Du näher kennst? Vielleicht hat er ja Recht?


    Hut ab!

    Die ganz große Frage bleibt bei all dem Können, bei all dem Wissen unbeantwortet (da zugegeben, auch nie gestellt, aber was soll's), nämlich: rostet ein grundierter Alfa besser als ein nicht grundierter?

    Mit unglaublich freundlichen Grüßen!

    Bwana, mein alter Freund :)

    Wir überzeugen den TE, seinen GTV 6 TOHO333 als Versuchsobjekt zur Verfügung zu stellen. Und schon könnte die große unbeantwortete Frage am rostenden Objekt überprüft werden. :-]

    Mit exakt den gleichen unglaublich freundlichen Grüßen zurück! :-]

  • Guten morgen zusammen,
    erst mal herzlichen Dank für Eure Beteiligung, es lag mir jedoch fern, eine "Spachteldebatte" auszulösen:) !
    Ich denke wir werden als erstes den GTV zerlegen, und dann bei einem Karosseriebauer/Lackierer vorstellen und uns seine Meinung anhören.
    Wie bereits erwähnt, kommt es mir nicht auf die Fertigstellung an, ich habe ja auch erst 2013 die Möglichkeit ein H Kennzeichen zu erhalten.
    Ist eigendlich beim Neuaufbau des Fahrzeuges diesbezüglich etwas zu beachten?

    Nochmals herzlichen Dank für Eure Beteiligung

    Gruss Frank

  • Aha. Räuber Hotzenlotz. Aha. Sag mal, kannst Du keine normale Unterhaltung führen oder willst Du nicht?

    Oh man...

    Ich kann ne normale Unterhaltung führen aber du lässt ja keine fachlichen Argumente zu!

    Bitte mach wie du es willst aber dein Weg ist leider fachlich falsch!

    Wenn du es nicht glaubst bitte ruf bei den bekannten Herstellern an, die dir dann Richtlinien zur Verarbeitung ihrer Produkte geben. Mir glaubst du ja eh nicht.

    Ja es tut mir leid das wir hier so was losgetreten haben was eigentlich dem Frank nicht wirklich hilft!

    Bezüglich des Neuaufbaus und zu Frank:

    Wenn du keine Probleme haben möchtest, bau den GTV so Original wie möglich auf! Zeitgenössische Extras wie z.B. von Zender und so sind auch OK.
    Wenn du es ordentlich machst steht nem H-Kennzeichen auch nichts im Weg.

    Mach soviele Fotos wie es geht. Erst vom Ist-Zustand, dann vom Zerlegen (vereinfacht den Zusammenbau), vom Neuaufbau speziell der einzelnen Abschnitte und dann vom Ergebniss.

    Dann mach noch ein Wertgutachten (Kurzbewertung reicht), das braucht man für die Versicherung! (Da könnte ich helfen!:))

    Ach ja mach alles Schritt für Schritt und überhaste nichts lass dir lieber Zeit, das Auto ist alt genug da kann es auch noch ein bisschen warten.

    MfG
    Tony

    PS. Bei ner ordentlichen Restauration brauchst du eh kaum Spachtel!:-]

  • Ach ja Frank versuch A L L E Anbauteile bei der Demontage heile zu lassen!!! Für den GTV sieht es bei der Ersatzteillage (von Karosserieteilen und Ausstattungsteilen) ziemlich mies aus.

    ...und wenn man was bekommt ist es sauteuer:,(

    Falls du die Innenausstattung erneuern musst, hilft fast nur mit Leder zu beziehen da es den Stoff auch nicht mehr gibt. Besorg dir aber dafür Fotos von nem GTV der original Leder hatte, damit der Sattler ne Vorlage hat wie es auszusehen hat. Denn es ist ärgerlich viel Zeit und Arbeit in ein Auto zu stecken und dann sieht es nicht so aus wie mann wollte.

    Viel Spass bei der Arbeit:)

  • Lieber Frank,

    Es hört sich an als würdest Du gerne ein wirklich schönes Fahrzeug machen wollen und über die nötigen Mittel verfügen.

    Das bedeutet: die gesamte Technik ist zu überprüfen und aufzuarbeiten. Das fängt bei den Antriebsmanschetten an hört bei den Kurbelwellenlager auf. Es betrifft jedes Bauteil. Viele Kleinteile müssen entrostet und beschichtet oder lackiert werden. Das macht man am besten selber indem man alle 14 Tage sein Schätzchen besucht und die jeweiligen Teile holt und bringt (und dabei gleich die Arbeit der letzten Woche prüft).

    Des weiteren ist die Karosserie von einem Spengler zu beurteilen der idealerweise auch eine Lackierwerkstatt betreibt die mit alten Autos Erfahrung hat. Trennt man diese beiden Sachen wird bei Problemen die Schuld hin und her geschoben. Eine ordentliche Gewährleistung auf Rostschäden ist der extrem hohen Kosten wegen wichtig.

    Zu den Kosten: Jede dieser beiden Fachwerkstätten wird einen 5stelligen Betrag alleine für Arbeitszeit verlangen. Was die Beschaffung der Teile angeht hat sich gezeigt, dass man am besten selbst tätig wird weil die teile meist aufwendig gesucht werden müssen. Da kann man durch gründliche Recherche signifikant Kosten sparen und bleibt beim "voran kommen" am Ball. Ein weiterer wichtiger Posten könnten notwendige Sattlerarbeiten sein. Die fallen ganz zum Schluss an, haben aber durchaus das Potenzial für einen gefühlten unfairen Tiefschlag.

    Die Methode mal hier und mal da ein Bauteil zu überholen oder reparieren führt zu keinem befriedigenden Ergebnis. Das wird dann eine ewige Baustelle mit Sparkassen-Charakter. Alles zerlegen ist für ein gutes Ergebnis zwingend.

    Es macht allerdings Sinn strukturiert nach Bauteilen vorzugehen, in einer ersten Aktion z.B. Hinterachse und Getriebe ausbauen, zu überholen und einbaufertig ins Regal zu stellen. Anschl. Vorderachse und Motor und wenn irgendwann nichts mehr in der Karosserie ist, könnte man dann die Karosserie zum Spengler und Lackierer bringen. Auf diese Weise verliert man den Überblick weniger schnell und hat bei Durststrecken etwas zum motivieren.

    Das Zusammenbauen ist dann meist ein aufregender Prozess der viel Freude bereitet und eine lebenslange Bindung schafft.

    Heinz

  • Moin,

    vielleicht habe ich den eigentlichen Sinn noch nicht verstanden. Es liest sich, als wolltest Du unbedingt eine Komplettrestauration vom Zaun brechen.

    Hier stellt sich aus meiner Sicht die Frage der Verhältnismäßigkeit zum Objekt. Es ist ein GTV6 und kein 300 SL Flügeltürer! Die investierte Kohle siehst Du nie wieder, nicht mal im Wertgutachten.

    Mein Vorschlag: Geh mal langsam an die Sache ran und mach zuerst mal einen ordendlichen Befund. Ich würde den Unterboden mit Trockeneis strahlen lassen. Dann siehst Du klar, was an Schweißarbeiten kommt. Strahlen hat bei mir ~ 300 Euro gekostet - im Vergleich zur Vollrestauration sind das Peanuts.

    Gruß

    Firefly

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