Sportbremse: Probleme mit ABS/ESP und Versicherunge zu erwarten?

  • Hallo zusammen,

    ich plane an meinem Alfa 156 SW 2,4 JTD 20V Sportbremsscheiben (Tarox Zero) und Sportbremsbeläge (Ferode DS Performance oder EBC Greenstuff) zu verbauen.

    Mein Schwager, der häufig mein "schlechtes Gewissen", ist hat mich gewarnt, dass es Probleme mit dem ABS geben kann und das im Falle eines Unfalls die Versicherung nicht zahlen will, weil keine Serienbremsen angebaut sind.

    Ist dem so?

    Vielen Dank.
    Gruß
    Bernd

  • Ich würd jetzt nicht unbedingt Tarox Scheiben nehmen, aber das bleibt jedem selbst überlassen.

    Dem ABS oder ESP ist relativ schnurz, mit was Dein Wagen bremst, hauptsache es bremst. (laienhaft ausgedrückt)

    Der Versicherung ist es relativ schnurz, mit was Dein Wagen bremst, hauptsache es bremst und ist legal (ABE, Teilegutachten, ect...)

    Dein Schwager warnt Dich bestimmt auch davor Alfa zu fahren, weil die so schnell rosten oder? !gruebel!

  • Hallo,

    fuhr beide Beläge bereits am 146 (284mm Bremse VA) und das Problem kann ganz ein anderes sein, zwar werfen die Beläge deutlich besser "den Anker", insbesondere auf der Autobahn und bei Vollbremsung, allerdings hatte ich im kalten Zustand (Winter, Laternenparken) mit den Greenstuff deutlich Probleme, bis die auf Temperatur waren und bremsten, die DSPF waren da nicht so schlimm, versagten aber einmal im Winter extrem, da war aber eventuell auch Eis auf der Fahrbahn.

    Jedenfalls solltest beim Losfahren im Winter einen gewissen Sicherheitsabstand einhalten und nicht auf den letzten Drücker bremsen, sonst könntest es eng werden, subjektiv brauchten die Greenstuff ein paar Kilometer und DSPF einige hundert Meter, bis sie "warm" waren. Aber waren sie warm, haben sie sicher einigen Rehen und Hasen das Leben gerettet ;) Ich hatte übrigens damals auch an der HA Sportbremsscheiben und Sportbremsbeläge, falls Du da Serie bleibst, hast noch gewisse Sicherheitsreserven. Daher verhalten sich die Beläge versicherungstechnisch eher neutral, die Greenstuff haben deutlich weniger Bremsstaub, aber haben die Tarox inzwischen eine Straßenzulassung?

    Gruß, MK92242

  • Hallo,

    genau die Beschreibung von MK92242 könnte einer Versicherung in die Hände spielen:
    wenn die Beläge kalt sind (und ich fahre auch im Winter Auto) und wenn sie dann weniger greifen und man deswegen einen Unfall baut - dann kann doch die Versicherung sagen, dass das mit Serie nicht passiert wäre und nicht zahlen ???

    Ansonsten will ich das Paket vorne und hinten verbauen - die Tarox Zero (ohne Rillen und Löcher) haben wohl eine Zulassung.

    Gruß
    Bernd

  • das Problem hast du auch mit der default Bestückung.
    Nur eben nicht ganz so lang wie bei den Greenstuff.
    Wobei das gar nicht so schlimm ist, fahre die ja nun auch und hatte da bisher noch keine Probleme bei kalter Bremse

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    Einmal editiert, zuletzt von frontliner (20. Mai 2010 um 19:16)

  • ..
    Dem ABS oder ESP ist relativ schnurz, mit was Dein Wagen bremst, hauptsache es bremst. (laienhaft ausgedrückt)
    ..


    Leider nicht! Die Regler sind auf Reifen, Scheiben und Beläge abgestimmt. Tausch einer Komponente verändert das Ansprechverhalten des Regles (Sprungantwort). Ob der Bremsweg deswegen kürzer oder länger wird ist eine andere Frage. Könntest auch die selbe Frage stellen, wenn du mit Winterrädern im Sommer fährst und ein Unfall baust...

    Die Versicherung wird es nur dann interssieren, wenn du ihr nach einem Unfall fragst, ob es wegen deiner neuen Beläge Probleme geben kann.

  • Leider nicht! Die Regler sind auf Reifen, Scheiben und Beläge abgestimmt. Tausch einer Komponente verändert das Ansprechverhalten des Regles (Sprungantwort).

    Na klar. Und mein LMM ist auf die Kopfdichtung von Reinz und die Gummimischung meiner Auspuffaufhängung abgestimmt.

    Das Zubehörzeugs (grade das aus dem Shop, empfehlenswert) hat Dokument beiliegend namens ABE.
    Bedeutet-> zugelassen.
    Da meckert kein TÜV und keine Versicherung. Du verbesserst ja unter Umständen sogar deine Bremse.

    Dem Regler (kennst du eigentlich den Unterschied zwischen Steuern und Regeln?) ist es sowas von Schnurz, was da verbaut ist, solange der seine 5 Volt Spannung bekommt.

    Grüße
    Ronny

    Einmal editiert, zuletzt von Alfa-Ronny (22. Mai 2010 um 22:58)

  • Alfalfa hat schon recht.

    Nicht umsonst gibt es von den Reifenherstellern eine Unzahl an Erstausrüsterreifen. Nicht nur die bekanntesten( MO), sondern auch für AR.

    Deshalb soll man ja auch die orignalen Reifen nicht unbedingt durch andere ersetzen. Nicht umsonst haben viele 159 ab Werk Firestone-Reifen aufgezogen.
    Somit ist eine Komponente genau auf die andere abgestimmt.

    _________________________
    profumo di nafta

  • Alfalfa hat schon recht.

    Nicht umsonst gibt es von den Reifenherstellern eine Unzahl an Erstausrüsterreifen. Nicht nur die bekanntesten( MO), sondern auch für AR.

    Deshalb soll man ja auch die orignalen Reifen nicht unbedingt durch andere ersetzen. Nicht umsonst haben viele 159 ab Werk Firestone-Reifen aufgezogen.
    Somit ist eine Komponente genau auf die andere abgestimmt.

    Ähhhh, es geht um Bremse........


    Grüße
    Ronny

  • Ähhhh, es geht um Bremse........


    Nur für den Fall, dass dieser Beitrag...

    Alfalfa hat schon recht.

    Nicht umsonst gibt es von den Reifenherstellern eine Unzahl an Erstausrüsterreifen. Nicht nur die bekanntesten( MO), sondern auch für AR.

    Deshalb soll man ja auch die orignalen Reifen nicht unbedingt durch andere ersetzen. Nicht umsonst haben viele 159 ab Werk Firestone-Reifen aufgezogen.
    Somit ist eine Komponente genau auf die andere abgestimmt.


    ...nicht als polemischer Beitrag erkannt wurde:
    Was würde es nützen, wenn die Bremse zwar perfekt funktionierte, aber die erzeugte Verzögerung nur auf die Räder wirkte, diese aber nicht die erforderliche Haftung erzeugen würden?

    Zum eigentlichen Thema:
    Wenn der Tausch der Bremsbeläge gegen solche mit höherem Reibwert dazu führen würde, dass das ABS oder eine andere Komponente im Fahrzeug zu einem unsicheren Zustand führen würde, dann gäbe es für die Bremsbeläge mit dem höheren Reibwert sicher keine ABE/Mustergutachten oder ähnliches, die einen legalen Einsatz im Straßenverkehr ermöglichen würden.
    Ähnlich, wie Bremsbeläge unterschiedlicher Hersteller, sind auch Reifen unterschiedlicher Hersteller eben auch in ihrem Verhalten unterschiedlich, dennoch ist es natürlich möglich, andere Reifen zu montieren, als die, die als Erstausrüstung drauf waren.
    Genauso ist es eben auch möglich, Bremsbeläge zu ersetzen, die eben nicht vom Erstausrüster stammen.
    In der Bedienungsanleitung finden sich dazu auch immer Hinweise, wie z.B. dass man nicht unterschiedliche Reifenprofile auf Vorder- und Hinterachse mischen sollte. Bei Bremsbelägen finden sich diese Hinweise allgemein nicht in der Bedienungsanleitung, z.B. auch deshalb, weil der übliche Fahrzeugnutzer die Bremsbeläge nicht selbst wechselt. Wer dies tut, sollte immer wissen, was er da gerade macht.
    Wenn man z.B. an der Hinterachse höhere Bremsleistung als Serie erzeugt, während man an der Vorderachse weniger Bremsleistung als Serie erzeugt, dann würde dies zum Überbremsen der Hinterachse führen, was aber ein ABS durch lösen der hinteren Bremse ausregeln würde.

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