selbstsichernde Muttern Fahrwerk

  • Hallo zusammen,

    eine praktische Frage. Theoretisch im Lehrbuch heisst es ja grundsätzlich, selbstsichernde Muttern nach jedem Lösen zu erneuern.
    Mir stellt sich die Frage jetzt, weil ich im Zuge umfangreicher Blecharbeit die komplette Vorderachse 'ausgeräumt' habe und die Gelegenheit nutze, alle Buchsen zu erneuern.
    Wie handhabt Ihr das praktisch ? Jedes Mal die Muttern erneuern, oder tut es gründliches Säubern und ein wenig Loctite auch ?

    Viele Grüße und Danke im Voraus

    Martin

  • Wie handhabt Ihr das praktisch ? Jedes Mal die Muttern erneuern, oder tut es gründliches Säubern und ein wenig Loctite auch ?

    Viele Grüße und Danke im Voraus

    Martin

    Im allgemeinen erneuere ich alle Muttern, weil der 147er im Ganzjahresbetrieb läuft und daher alle Teile in Rekordzeit versiffen und festgammeln. (Mag bei Oltimern anders sein.....).

    Wenn nicht allzu abstruse Festigkeiten/Gewinde (Beschaffungsprobleme!) verwendet werden, würde ich die Muttern erneuern. (Kosten ja auch nur wenig!)

    _________________________
    profumo di nafta

  • Im allgemeinen erneuere ich alle Muttern, weil der 147er im Ganzjahresbetrieb läuft und daher alle Teile in Rekordzeit versiffen und festgammeln. (Mag bei Oltimern anders sein.....).

    Wenn nicht allzu abstruse Festigkeiten/Gewinde (Beschaffungsprobleme!) verwendet werden, würde ich die Muttern erneuern. (Kosten ja auch nur wenig!)

    Ich erneuere nicht, aber ich fette jedes Gewinde das ich freilege, dann
    klappts auch das nächste mal beim öffnen.

    Stoppmuttern mit Plastikeinsatz verwende ich fast immer wieder,
    Metallversionen tausche ich wenns ich eine neue rumliegen hab.

    Wenn ich irgendwo wirklich bedenken habe das ausreichender Anzugsmoment
    nicht reicht kommt hochfeste Schraubensicherung drauf.

    Gruss, Stephan
    _________________________________________________________________
    Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.


  • Ich erneuere nicht, aber ich fette jedes Gewinde das ich freilege, dann
    klappts auch das nächste mal beim öffnen.

    Wenn ich irgendwo wirklich bedenken habe das ausreichender Anzugsmoment
    nicht reicht kommt hochfeste Schraubensicherung drauf.

    Dann entfettest du das Gewinde aber schon vorher? !mgrins!

    Gruß Klaus

  • Dann entfettest du das Gewinde aber schon vorher? !mgrins!

    Nein ich schmier die Schraubsicherung natürlich aufs Fett. :-]

    Wie gesagt, da wo ich mir nicht sicher bin,
    dort kommt auch kein Fett rauf ;)

    Gruss, Stephan
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    Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

  • Hallo zusammen,

    danke !
    Ich werde wohl dann die hässlich versifften aufgrund der Optik erneuern, und die anderen mit Loctite weiterverwenden.
    Aber nebenbei; HOCHFESTE Schraubensicherung halte ich für 'overkill'.
    Das blaue Loctite bietet eigentlich bei sauberen, fettfreien Gewinden das, was ein neuer Kunststoff-Stoppring auch bietet.

    Viele Grüße

    Martin

  • Wie sieht's denn bei einer Verwendung von Loctite an Teilen aus, die heiß werden (können)? Ich denke da z.b. an die Bolzen und Muttern, die an der Hinterachse die Bremsankerplatten (und damit auch die Radlager/Steckachsen) an den Achsrohren befestigen. Original sind diese Muttern mit Pal-Muttern gesichert (im übrigen den gleichen Pal-Muttern, wie sie als Sicherung der Hauptlager verwendet werden).
    Ist die Verwendung von Loctite an solchen Stellen ein Problem?

    Christian F. aus FR

  • Wie sieht's denn bei einer Verwendung von Loctite an Teilen aus, die heiß werden (können)? Ich denke da z.b. an die Bolzen und Muttern, die an der Hinterachse die Bremsankerplatten (und damit auch die Radlager/Steckachsen) an den Achsrohren befestigen. Original sind diese Muttern mit Pal-Muttern gesichert (im übrigen den gleichen Pal-Muttern, wie sie als Sicherung der Hauptlager verwendet werden).
    Ist die Verwendung von Loctite an solchen Stellen ein Problem?


    Hi Christian,

    Loctite Datenblatt für das 243 ( das gängige blaue ) gibt an:
    Temperaturfestigkeit noch ca. 45 % der Anfangsfestigkeit bei 150°C.

    Wärmealterung:
    noch ca. 30% der Anfangsfestigkeit bei 150°C und nach 1000 Std.
    Aber noch ca. 80% der Anfangsfestigkeit bei 120°C und 1000 Std.
    Danach keine weitere Abnahme der Festigkeit mehr.

    Aus alldem schliesse ich, dass der Einsatz von flüssiger Schraubensicherung für alles am Autos ausser Auspuffverschraubungen geeignet ist.

    Viele Grüße

    Martin

  • Christian, da wird nix wirklich warm. Die originalen Sicherungsbleche kannst Du getrost in die Tonne kicken und die Muttern mit Schraubensicherung "Mittelfest" sichern. Da passiert nix.

    Ciao


    Rainer

  • ....Original sind diese Muttern mit Pal-Muttern gesichert (im übrigen den gleichen Pal-Muttern, wie sie als Sicherung der Hauptlager verwendet werden).
    ..

    sind nur vom gewinde her gleich
    ansonsten ganz andere palmuttern
    die an der achse sind offen
    mit kleinen rillen da wo das gewinde anliegt
    die an den hauptlagern sind geschlossene

    hat wohl jemand bei dir verwechselt
    es soll ja auch leute geben die schrauben mit dem
    drehmomentschlüssel aufmachen

    !blabla!

  • wer niemals Fehler macht, der werfe den ersten Stein....

    Grüße

    Martin

  • es soll ja auch leute geben die schrauben mit dem
    drehmomentschlüssel aufmachen

    Richtig, die gibt es.
    Ich bin so einer, der bei Bedarf eine Mutter auf einem Stehbolzen mit dem Drehmomentschlüssel löst. Bei z.B. einem M8 Gewinde mit 2 mKp beginnend, bis maximal der Mutter / dem Bolzen ein zugemutetes Lösedrehmoment 3,5 mKp. So reißt kein Bolzen mehr ab, der dann mühevoll evtl. ausgebohrt werden müßte.

    Gruß Carlo

  • sind nur vom gewinde her gleich
    ansonsten ganz andere palmuttern
    die an der achse sind offen
    mit kleinen rillen da wo das gewinde anliegt
    die an den hauptlagern sind geschlossene

    !gruebel! Das kann ich so nur zum Teil bestätigen:
    Bei Überholung eines 1978er oder 76er 1600er Motors (der aber bereits von einem Vorbesitzer "bearbeitet" wurde) waren an den Hauptlagern die von Dir beschriebenen "geschlossenen" Pal-Muttern eingesetzt.

    Als ich meinen originalen, ungeöffneten 86er 1.6 Motor geprüft habe, waren an den Hauptlagern die "offenen" (ich nenne sie mal "mit blümchenförmigem Durchbruch") verbaut.

    Ein 85er 1.6 Motor, den ich geschlachtet habe (zu dessen Vorgeschichte ich aber nichts weiß), hatte ebenfalls die offenen Pal-Muttern.

    Alle fünf Achsen incl. meiner eigenen originalen 9/41er hatten oder haben die offenen.

    Im 1986er ET-Katalog ist für beide Einbau-Positionen dieselbe ET-Nummer angegeben: 2120.20249 (Alfa-Nummer), für beide damals lieferbaren Motoren (1.6 und 2.0).

    Im 1978er Handkatalog ist für die Hauptlager bei allen kleineren Motorisierungen ebenfalls angegeben: 2120.20249 , für den 2000er aber 2120.92315. Letztere werden dann die von Dir beschriebenen geschlossenen sein. (Die Pal-Muttern für die Achse habe ich witzigerweise in diesem Katalog nicht gefunden, weder unter "Achse", noch unter "Bremse").

    !hehe!

    Ist also wohl in früheren Jahren noch vom Hubraum abhängig, dann später sind für alle Motoren die offenen Pal-Muttern vorgesehen.
    Also wieder der typische Alfa-Wirrwarr. :-p

    Volker, vielleicht solltest Du nicht nur immer an 2000ern aus den Siebzigern schrauben :D

    Christian F. aus FR

  • ja kann ja sein, daß bimmelmotoren
    offene muttern haben 2000 aus dem baujahr haben palmuttern
    palmutter sind geschlossen alles andere sind sicherungsmuttern.

    und nochwas ersazteilkataloge sind so geduldig wie das
    papier auf dem sie gedruckt sind. !baby!

    der letzte bimmelmotor war nach frischzellenkur
    32 ps stärker und 8,1 sekunden schneller auf 140 km/h
    als die urbimmel
    31% mehr drehmoment sind auch noch gleich
    angefallen. den fahrer der bimmel freuts !blabla!
    aber die auf dem papier angegebene leistung hatte er ausgangs
    nicht - auch dieses papier war sehr geduldig !baby!

    :-]

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