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Auto/Messen/Italien/
(dpa-Gespräch)
Alfa-Romeo-Chef setzt sich ehrgeizige Absatzziele =
Genf (dpa) * Der zu Fiat gehörende italienische Autobauer Alfa
Romeo will seine Modellpalette in den kommenden Jahren deutlich
erweitern und seinen Absatz bis 2010 nahezu verdoppeln. Im
vergangenen Jahr seien weltweit 155*000 Fahrzeuge verkauft worden,
sagte Alfa-Chef Antonio Baravalle am Dienstag auf dem Autosalon in
Genf. In diesem Jahr soll der Absatz die Marke von 170*000 Fahrzeugen
erreichen. 2010 wolle Alfa dann dank neuer Modelle mehr als 300*000
Autos pro Jahr verkaufen.
Ab 2008 wollen die Italiener ihr Angebot deutlich erweitern, um im
Revier anderer Premiumhersteller zu wildern. So plant Alfa laut
Baravalle für Sommer oder Herbst nächsten Jahres die Einführung eines
trendigen Kleinwagens, der dem erfolgreichen MINI von BMW Konkurrenz
machen soll. Außerdem sind ein geländegängiger SUV sowie eine
Erweiterung des bisherigen Spitzenmodells Alfa 166 mit der
Bezeichnung Alfa 169 geplant.
Auch auf dem umkämpften deutschen Markt rechnen sich die Italiener
gute Chancen aus. Hier sehe er mittelfristig ein Absatzpotenzial von
50*000 Fahrzeugen jährlich, sagte Baravalle. Im vergangenen Jahr
hatte Alfa in Deutschland etwa 16 000 Fahrzeuge verkauft.
Voraussetzung sei aber, dass Alfa bei Service, Vertrieb, Sicherheit,
Verbrauch und in der Qualität zulege. «Die emotionale Wahrnehmung der
Marke stimmt, an der rationalen müssen wir noch arbeiten.» Alfa werde
aber ein kleiner Anbieter bleiben. «Ich bin nicht so verrückt zu
behaupten, dass wir BMW angreifen.»
Ähnlich sehe die Situation auf dem US-Markt aus. Hier werde Alfa
2009 voraussichtlich mit dem Alfa 159, dem Spider und dem Brera an
den Start gehen, sagte der Alfa-Chef. Realistisch sei dort zunächst
ein Absatz von 20*000 Fahrzeugen, das Potenzial liege aber bei 40*000
bis 50*000 Einheiten jährlich.