Lenkgetriebe 105er Serie

  • Moin zusammen, mittelfristig scheint sich Ungemach für die 105er und 115er Serien zusammenzubrauen. Der Grund: Inzwischen ist "der" TÜV darauf aufmerksam geworden, daß die Lenkgetriebe der genannten Serien allmählich ausschlagen, zuviel Spiel haben, und deswegen die Prüfungen teilweise nicht mehr überstehen. Persönlich kenne ich drei Giulia-Besitzer, denen der TÜV den Segen aus diesem Grunde verweigerte. Andererseits kaufen Teilehändler und Schrauber jedes Lenkgetriebe auf, unter dem Motto aus drei mach eins. Burman ist schon lange pleite, Ersatzteile nicht zu bekommen. ZF verlangt für eine komplette Grundüberholung, wenn sie es denn überhaupt machen, rund 2.200 Euro. Das bedeutet, laut Tüv-Aussage, daß in etwa 5 bis 7 Jahren rund 50 % der 105er Flotte stillgelegt werden muß. Wer hat Ideen, diesem Trend entgegenzusteuern. Ein Gerücht besagt, daß alte Ford-Eskort-Lenkgetriebe kompatibel zur 105er Serie sein sollen. Aber das ist wirklich nur ein Gerücht, mehr nicht. Wer kann prophylaktische Vorschläge machen, um den drohenden Stillstand zu vermeiden. Gruß Accademia Brera

  • Wenn das wirklich so schlimm ist bzw. werden wird, wird sich gewiß sehr schnell ein mehr oder weniger Berufener finden, der die verschlissenen Teile nachfertigt bzw. überarbeitet und diese dann an einen mehr oder weniger Berufenen verkauft, der die Lenkgetriebe dann zu einem marktgerechten Preis überholt.
    Wo ein Markt ist, der Gewinn verspricht, wird sich schnell jemand finden, der in die betreffende Marktlücke springt.
    Und bevor der Alfista sein Schätzle stillegt, wird er eher jede Menge Flocken auf die Theke eines jeden Händlers oder Meisters flattern lassen, der ihm da aus der Misere hilft.
    Wenn das keine Marktlücke ist...!
    Anstelle von ZF wüßte ich, was ich täte:
    Überholung bzw. Nachbau der betreffenden Teile, dann Vertrieb über das Bosch-Oldtimer-Netz.
    Immer vorausgesetzt, die Situation ist wirklich so dräuend, wie Du sie schilderst.

    Christian F. aus FR

  • Servus!

    Burman: Solange der Verschleiß im "normalen" Rahmen ist lässt sich das schon reparieren. Die Gleitlager kann man neu ausbüchsen, die Welle nachschleifen. Kugellager sind kein Problem. Rechtzeitig überholen ist entscheidend.
    Wichtig sind die zentralen Teile (Lenksäule mit Schnecke, Gehäuse, Lenkwelle, Mutter), solange die noch gut sind bekommt man das in den Griff
    Klar ist das teuer, aber machbar.
    Das ein oder andere Getriebe auf Lager schadet allerdings wirklich nicht...

    Grüße Marc

    Grüße aus München

    Marc

  • ich schliesse mich christian_fleeer an

    Wo ein Wikke ist, ist ein Gebüsch und wo ein Markt ist, da findet sichimmer einer der den Markt bedient.

    Siehe z.B. Hanel - der lässt sogar die Cromodoras neu auflegen. Der Preis ist akzeptabel und Hanel verdient mit Sicherheit auch ein paar Euronen

  • Hallo,
    natürlich gehen immer mehr Lenkgetriebe kaputt und warum,ganz einfach!
    Die sind alle 20/30 Jahre alt,viele verlieren Öl in den Jahren und laufen
    trocken,kontrolle für Ölstand ist sehr schwierig.
    Was dann noch hinzu kommt und das ist in meinen Augen das i Tüpfelchen
    bei der ganzen Sache:
    Heute ist fast jedes Fahrzeug mit mit einer 6" Felge minimum unterwegs,dazu
    noch ne dicke Pelle drauf,Tieferlegungssatz muß auch noch rein und hart
    muß er auch noch sein und dann das alte Lenkgetriebe.
    Das ergibt dann eben den Exitus !!!!
    Beim Serie 4 Spider ist das ja noch extremer,denn da sind ja meistens
    Walzen drauf,da geht ja garnichts mehr,einfach unfahrbar !
    Hauptsache sieht geil aus !
    Das aber die ganze Achse von 1963 ist,daran denkt keiner !
    Damals fuhr man eine 4,5" Felge,dann 5" und 5,5" (GTA hatte 6" ) und die
    Bereifung fing mit 155 an und ging bis 185 und das war es.
    Eine 6" Felge mit einer Bereifung von 185/70/14 ist in meinen Augen die
    ideale Bereifung für die 105/115 Serie,da hat man auch den richtigen
    Fahrspass und dafür ist auch das Fahrwerk ausgelegt.
    Bei den Teilehändlern ist man sich schon bewußt das man das Thema
    Lenkgetriebe in betracht ziehen muß,das Problem ist ,das instandsetzen ist
    sehr kostspielig und sehr aufwendig .Dann kommt noch hinzu,wer überholt
    dieses Teil fachgerecht ( ES GEHT UM EINE LENKUNG !!! )und wenn dann
    solch ein Teil einen stolzen Preis hat,dann wird es für viele Alfistis ganz eng.
    ABER ZUM JETZIGEN ZEITPUNKT GIBT ES JA NOCH EBAY !
    NACH DEM MOTTO:3-2-1 HAUPTSACHE GÜNSTIG UND ICH HABE ES !
    Gruß
    Kuni

  • Mal so ne Frage bezüglich der Bevorratungsstrategie: Haben die 105er alle das gleiche Lenkgetriebe, oder gibt es da Unterschiede zu beachten? Im speziellen gehts mir um '69er 1750er RH Spider und 75'er Bertone... !gruebel!

    ciao, donrencos
    ____________________
    Alfa - Distanz zur Masse
    Oo=V=oO


  • ...endlich mal einer der in puncto räder und fahrwerk klartext redet!prima!!
    wenn ich die ganzen 105er mit ihren beschissenen aufgeschweissten tiefbettfelgen sehe, kommt mir sowieso das grosse kotzen. hauptsache breit und tief...
    saluti
    ps: was für einen alu bsitzen sie denn?

  • Zitat von gtajunior


    wenn ich die ganzen 105er mit ihren beschissenen aufgeschweissten tiefbettfelgen sehe, kommt mir sowieso das grosse kotzen. hauptsache breit und tief...
    saluti


    alles Geschmacksache, mir gefallen 4,5x15" oder 5,5x14" Stahlfelgen nicht... damit sehen die Autos einfach nur zum k..... aus. !schmoll!

    Grüße
    Michael

    ______________________________________

    Alfa Romeo -- Geschmack macht einsam

  • Also um auf die Frage des Threaderstellers zurückzukommen...so wie ich das sehe herrscht bei den einschlägigen Teilehändlern noch kein Mangel an AT Lenkungen vor, die Preise schwanken zwischen 450 und 650 € für ein Austausch Teil. Zugegeben, das ist nicht billig für ein AT Teil, aber es ist nicht so, dass es nun ganz und gar nichts mehr geben würde...
    Außerdem gehören die Alfa 105/115 zu den am häufigsten gefahrenen Old- und Joungtimern. Selbst wenn die Sachen wirklich knapp werden sollten, würde sicher durch die Teilehändler eine Alternative aufgetan werden. Dies kann man z.B. bei den englischen Klassikern (...und einige davon sind weit seltener) beobachten.
    So what? )-)
    Ciao
    spidermän

  • Servus!

    Zitat von donrencos

    Haben die 105er alle das gleiche Lenkgetriebe, oder gibt es da Unterschiede zu beachten?

    Grundsätzlich ja, d.h. es wurden sowohl Burman als auch ZF verbaut. Entscheidend ist aber die Länge der Lenksäule, da gibt es mindestens 3-4 Varianten, auch innerhalb der GT-Reihe. Unbedingt genau vermessen, es geht teilweise "nur" um 1 cm - der aber hinterher darüber entscheidet ob das Lenkrad nicht mehr draufpasst oder du einen Spalt in der Verkleidung hast...

    Grüße Marc

    Grüße aus München

    Marc

  • Zitat von Marc1750


    Grundsätzlich ja, d.h. es wurden sowohl Burman als auch ZF verbaut. Entscheidend ist aber die Länge der Lenksäule, da gibt es mindestens 3-4 Varianten, auch innerhalb der GT-Reihe. Unbedingt genau vermessen, es geht teilweise "nur" um 1 cm - der aber hinterher darüber entscheidet ob das Lenkrad nicht mehr draufpasst oder du einen Spalt in der Verkleidung hast...


    der Meinung war ich bis vor kurzem auch noch... dann hat man mir gesagt, daß die 2L angeblich verstärkte Lenkgetriebe hätten und anders seien... kann das jemand bestätigen?

    Grüße
    Michael

    ______________________________________

    Alfa Romeo -- Geschmack macht einsam

  • Habe vor 2 Jahren die Vorderachse meines Alfis überholen lassen, nachdem er Jahre auf 225ern gerollt ist. Nun steht er wieder auf seinen Urreifen "XAS"
    ja ganz recht: 165er und rollt und lenkt wieder Teufel.
    Die Achse hat mich ca. 1500 gekostet gefreut hats nur den Tüvler, ah da hat ja mal jemand was investiert, und den Lenker.

    Sehen tut man davon nichts.....

    Gruss Holger

  • Zitat von spidermän

    Also um auf die Frage des Threaderstellers zurückzukommen...so wie ich das sehe herrscht bei den einschlägigen Teilehändlern noch kein Mangel an AT Lenkungen vor, die Preise schwanken zwischen 450 und 650 € für ein Austausch Teil. Zugegeben, das ist nicht billig für ein AT Teil, aber es ist nicht so, dass es nun ganz und gar nichts mehr geben würde...
    Außerdem gehören die Alfa 105/115 zu den am häufigsten gefahrenen Old- und Joungtimern. Selbst wenn die Sachen wirklich knapp werden sollten, würde sicher durch die Teilehändler eine Alternative aufgetan werden. Dies kann man z.B. bei den englischen Klassikern (...und einige davon sind weit seltener) beobachten.
    So what? )-)
    Ciao
    spidermän


    hallo,

    2 der wohl größten teilehändler machen im at schon garkeine mehr, da es zu viele reklamationen der kunden gibt, und die meisten at lenkungen die sie zurückbekommen unbrauchbar sind.
    da die lenkung meist nahe der mittelstellung benutzt wird ist dort auch die abnutzung der kugeln und an der lenkschnecke entsprechend hoch.
    diese abnutzung ist einer der haupterzeuger von spiel in der lenkung. da die schnecke, wenn überhaupt, nur aufwändigst nachgearbeitet werden kann war bzw. ist die gängigste reparaturmethode etwas größere kugeln zu verwenden.
    das verkleinert zwar das spiel in der mittelstellung, lenkt man allerdings über den verschlissenen bereich der schnecke hinaus fühlt sich die lenkung schwerfällig an. und da fangen die kunden an sich zu beschweren.

    sind also nur die kugeln verschlissen=überholbar
    ist die schnecke eingelaufen= pech gehabt, weiterfahren. dies ist wohl öfter der fall, da die kugeln härter sind als die schnecke.

    so die geschichte 2er unabhängiger teilehändler, die zwar welche im katalog haben, aber keine mehr im at verkaufen !!
    obs käse ist bitte selber beurteilen, ich habe noch kein lenkgetriebe zerlegt um das beurteilen zu können. aber nachvollziehbar hört sich das zumindest an.

    grüße

    claudio

  • Claudio: Das betrifft dann die Burmann-Lenkung.
    Das heißt dann, daß auf längere Sicht diese Lenkungen neu/überholt nicht mehr zu bekommen sein werden und sich die Überholung auf die ZF-Getriebe konzentrieren wird (Firma gibt es noch, bessere Chance auf Nachfertigung der Verschleißteile).
    Bleibt also nur noch die Frage, ob man problemlos "Burmann raus, ZF rein" machen kannen. Wenn ja, wird man sich halt eine ZF einbauen, wenn die Burmann hin ist...

    Christian F. aus FR

  • Servus!

    Zitat von Claudio

    so die geschichte 2er unabhängiger teilehändler, die zwar welche im katalog haben, aber keine mehr im at verkaufen !!
    obs käse ist bitte selber beurteilen, ich habe noch kein lenkgetriebe zerlegt um das beurteilen zu können. aber nachvollziehbar hört sich das zumindest an.

    Das hört sich schon schwer nach Schwachsinn an - größere Kugeln in die Lenkung!! Ich geh´ inzwischen grundsätzlich davon aus dass die "Händler" Händler sind und von der Technik im Endeffekt null Ahnung haben, schon gar nicht von den exakten Zusammenhängen.
    Erstmal bekommen bei der Burman die Gleitlager der Lenkwelle Luft, das kann man relativ einfach instandsetzen. Auch ich habe erst eine Burman-Lenkung überholt, glaube aber trotzdem nicht dass eine Kugelumlauflenkung generell ihren größten Schwachpunkt an den Kugellaufbahnen hat - im Gegenteil.

    Grüße Marc

    Grüße aus München

    Marc

  • Hallo!
    Habe gerade ein Getriebe der Firma Burmann zerlegt. Das Innenleben war noch gut. aber das Gehäuse an etlichen Stellen gerissen. Habe schon in anderen Beträgen geschildert , das ich das Gehäuse habe schweißen lassen.Da ich nur dieses eine Getriebe zerlegen konnte, ist es schon schwierig zu sagen,hier liegt der Schwachpunkt, ich kenne die Vergangenheit von dem Fahrzeug nicht. Was Marc sagt stimmt schon, wenn die Schnecke eingelaufen ist wird es richtig teuer,der ganze andere Kram ist relativ günstig zu kriegen und reparieren. Wenn also jemand nen altes Gehäuse hat bitte melden!

  • Hallo,
    überhole auch im Moment eine Burmann Lenkung ! Bei mir sind die Gleitlager der Lenkwelle (vorne / hinten) ziemlich verschlissen und die Kugeln ebenfalls! Wo bekomme ich diese Teile neu? Die Schnecke schaut noch sehr gut aus!
    danke für jeden Tip!

  • Servus!

    Die Alfa-Händler haben da sicher nichts. Burman ist englisch wie du schon an den Schrauben gemerkt hast, die zölligen Kugeln (9/32) bekommst du sicher über englische Teilehändler. Mit den anderen Sachen musst du schon in eine feinmechanische Werkstatt gehen und die Teile bearbeiten lassen (Welle wenn nötig schleifen, neue Buchsen dazu anfertigen). Mit entscheidend ist aber auch das Gleitstück/-rolle oben auf der Lenkmutter, das ganze muss spielfrei sein.

    Grüße Marc

    Grüße aus München

    Marc

  • Moin zusammen, mittelfristig scheint sich Ungemach für die 105er und 115er Serien zusammenzubrauen. Der Grund: Inzwischen ist "der" TÜV darauf aufmerksam geworden, daß die Lenkgetriebe der genannten Serien allmählich ausschlagen, zuviel Spiel haben, und deswegen die Prüfungen teilweise nicht mehr überstehen. Persönlich kenne ich drei Giulia-Besitzer, denen der TÜV den Segen aus diesem Grunde verweigerte. Andererseits kaufen Teilehändler und Schrauber jedes Lenkgetriebe auf, unter dem Motto aus drei mach eins. Burman ist schon lange pleite, Ersatzteile nicht zu bekommen. ZF verlangt für eine komplette Grundüberholung, wenn sie es denn überhaupt machen, rund 2.200 Euro. Das bedeutet, laut Tüv-Aussage, daß in etwa 5 bis 7 Jahren rund 50 % der 105er Flotte stillgelegt werden muß. Wer hat Ideen, diesem Trend entgegenzusteuern. Ein Gerücht besagt, daß alte Ford-Eskort-Lenkgetriebe kompatibel zur 105er Serie sein sollen. Aber das ist wirklich nur ein Gerücht, mehr nicht. Wer kann prophylaktische Vorschläge machen, um den drohenden Stillstand zu vermeiden. Gruß Accademia Brera

    !blabla!


    :D :D Hallo das ist doch kein Problem. Häckner hat die Lenkungen in AUSTAUSCH. einfach nachfragen, der hat noch jemanden der sich damit auskennt. Die sind dann nichtmehr mit Öl gefüllt sondern mit einem speziellen "FLIESSFETT" dabei werden die Schnecke überholt/getauscht u. die Kugeln getauscht.(hat noch neue auf Lager)

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