MG Rover meldet Konkurs an - SAIC jetzt bei Fiat?

  • Offenbar sind die Gespräche mit der SAIC gescheitert, obwohl sich sogar der Tony Blair eingeschaltet hat. Könnte das im Umkehrschluss bedeuten, dass die SAIC jetzt bei Fiat einstiegt?

    Hier noch der Artikel aus Spiegel Online


    MG Rover meldet Konkurs an

    Der letzte eigenständige britische Autobauer ist am Ende. MG Rover hat nach Angaben der britischen Regierung Konkurs angemeldet. Zuvor waren die Übernahmegespräche mit einem chinesischen Staatsbetrieb gescheitert.



    REUTERS
    Rover im Regen: Der letzte eigenständige britische Autobauer ist am Ende
    London - Die britische Industrieministerin Patricia Hewitt sagte am Donnerstagabend in London, die Regierung habe alles getan, um das Unternehmen zu retten, doch die Übernahmegespräche mit dem chinesischen Staatsbetrieb Shanghai Automotive Industrial Corporation (SAIC) seien ergebnislos geblieben.

    Die Verhandlungen galten als letzte Chance für Rover. Wären sie erfolgreich gewesen, hätte die Regierung nach Angaben von Hewitt einen Überbrückungskredit von umgerechnet 140 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. "Das ist ein furchtbarer Schlag für alle Beteiligten - für die Arbeiter und ihre Familien, die Zulieferer des Unternehmens und die ganze Gemeinschaft, sagte Hewitt.

    Rover hatte am Donnerstag bereits die Produktion eingestellt. Der letzte eigenständige britische Autohersteller nannte als Grund "vereinzelte" Probleme bei der Zulieferung von Komponenten. "Die Zeit läuft ganz klar ab", teilte der Vorstand der einstigen BMW-Tochter mit. Nach BBC-Informationen hatte Premierminister Tony Blair noch selbst mit der chinesischen Regierung telefoniert und für eine Beteiligung von SAIC an Rover geworben. Er habe jedoch nichts erreichen können. Rover beschäftigt in Birmingham 6000 Menschen.

  • Noch nicht ganz - Rover zuckt noch...


    Rover bestreitet Konkurs
    Unternehmenssprecher: Erklärung der britischen Industrieministerin sei voreilig gewesen [Blockierte Grafik: http://automobilwoche.com/images/temp/pixel_blank.gif]

    Automobilwoche/8. April 2005
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    London. Der englische Autobauer MG Rover hat am Freitag bestritten, Konkurs angemeldet zu haben. Die britische Industrieministerin Patricia Hewitt hatte dies zuvor mitgeteilt. Die Konkursverwalter seien bereits einbestellt worden, sagte sie in einer Pressekonferenz in London. Doch Rover versicherte dem Fernsehsender BBC, es handele sich nicht um Konkursverwalter, sondern nur um Finanzberater. Ein Sprecher der Ministerin sagte am Freitag, ihr Text sei mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Rover, John Towers, abgesprochen gewesen. Towers habe ihr telefonisch "bestätigt, dass der Vorstand entschieden hat, die Konkursverwalter zu rufen".

    Tony Woodley, der Generalsekretär der Verkehrs- und Allgemeinen Arbeiter-Gewerkschaft, bestätigte, auch ihm habe Towers gesagt, dass Rover Konkurs angemeldet habe: "Die (von Rover) haben dem Text der Erklärung, die Patricia Hewitt vorgelesen hat, zugestimmt." Ein Rover-Sprecher sagte dagegen, Hewitts Erklärung sei voreilig gewesen.

    Die Ministerin erklärte den Konkurs mit dem Scheitern der Übernahmegespräche mit dem chinesischen Staatsbetrieb Shanghai Automotive Industrial Corporation (SAIC): "Am Ende hat SAIC deutlich gemacht, dass sie kein Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit von MG Rover habe, und deshalb gab es keine realistischen Aussichten mehr auf eine Einigung." Ein Sprecher von SAIC bestätigte dies der BBC: "Die Forderung von SAIC war, dass MG Rover nachweisen musste, dass es vom Zeitpunkt einer Vertragsunterzeichnung an für zwei Jahre zahlungsfähig war. Diesen Nachweis haben sie aber nicht erbringen können, und deshalb konnten wir keinen Vertrag aushandeln."

    Rover wollte von der britischen Regierung einen Überbrückungskredit in Höhe von 100 Millionen Pfund haben, doch Hewitt sagte, einen solchen Kredit hätte sie Rover nur nach Abschluss eines Kooperationsvertrags mit den Chinesen gewähren können. Rover hatte am Donnerstag bereits die Produktion eingestellt. Die ehemalige BMW-Tochter beschäftigt in Birmingham 6.000 Menschen. (dpa)

    oo--v--oo

  • Hi,

    Eigentlich war es zu erwarten, dass MG-Rover ohne die langjährigen Subventionen von BMW nicht lange überleben kann.
    Mal sehen, ob aus der Konkursmasse was Neues entsteht.

    Um den 25 und den 45 wird die Welt bestimmt nicht lange trauern.

    Der 75er dagegen hatte schon was vom Empire-Stil der Autos der 50er bis 70er Jahre bewahren können.
    Der Innenraum z.B. war von der einfachsten bis zur teuersten Ausstattung einfach traumhaft.
    Davon könnte sich Alfa Romeo beim 159 eine Scheibe abschneiden ;) ...


    Thomi

  • Zitat von 33-146


    Der 75er dagegen hatte schon was vom Empire-Stil der Autos der 50er bis 70er Jahre bewahren können.
    Der Innenraum z.B. war von der einfachsten bis zur teuersten Ausstattung einfach traumhaft...

    ...wenn man auf rustikale Einrichtungen im Stil des Gelsenkirchener Barock steht, eventuell...


    Zitat von 33-146


    Davon könnte sich Alfa Romeo beim 159 eine Scheibe abschneiden ;) ...

    ....bitte, bitte , bitte nicht !!!!
    bleibt schön artig bei eurem sportlichen schicken italienischem Stil :*

    ciao urba

  • Zitat von urbanista

    ...wenn man auf rustikale Einrichtungen im Stil des Gelsenkirchener Barock steht, eventuell...


    ....bitte, bitte , bitte nicht !!!!
    bleibt schön artig bei eurem sportlichen chicken italienischem Stil :*

    ciao urba

    Sagt ausgerechnet jemand, der sich nen 156 Town & Country zugelegt hat?!?!?!

    :)
    Dino

    oo--v--oo

  • Hi,

    Zitat von urbanista

    ...wenn man auf rustikale Einrichtungen im Stil des Gelsenkirchener Barock steht, eventuell...

    ...wenn Du Maserati und Lancia auch in diese Kategorie einordnen willst :D ...

    Zitat von urbanista


    ....bitte, bitte , bitte nicht !!!!
    bleibt schön artig bei eurem sportlichen chicken italienischem Stil :*

    ciao urba

    Klar - silbernes Billigarmaturenbrett im "Metallostyle" ist viel geiler :D ...

    Ob das aber "sportlich schicker italienischer Stil" ist?
    Den sehe ich eher bei Maserati ;) ...

    Oder meintest Du "italienischen Chickenstil"?


    Thomi

  • Zitat von dinosaur

    Sagt ausgerechnet jemand, der sich nen 156 Town & Country zugelegt hat?!?!?!

    :)
    Dino

    ...na klar, denn hier ging es ja um die "Inneneinrichtung" !
    und egal ob Crosswagon, 156 oder vor allem 159, gegenüber der imho furchtbar barocken Inneneinrichtung
    des 75 (allein die ovalen Holzumrandeten Schwarzwaldziffernblätter...brrr...) sind die Alfas einfach nur schön und sportlich.
    Abgesehen davon finde ich persönlich die metallic/champagn. farbenen Oberflächen im Forstmobil noch edler
    als die der "normalen" 156 SW, von Town&Country look ist da innen sicherlich nix von zu sehen ;D

    ciao
    urba

  • Zitat von 33-146

    Hi,


    ...wenn Du Maserati und Lancia auch in diese Kategorie einordnen willst :D ...


    Thomi


    ...für mich hat das antiquierte Innendesign des 75 nicht im geringsten was mit Lancia oder gar Maserati zu tun.
    Die zufällige Gemeinsamkeit "Holz" im Innenraum bedeutet imho noch lange nicht die gleiche Stillinie zu fahren.
    Vor allem die Formen und Zusammenspiele der Materialien meinte ich und die sind nach meiner kleinen subjektiven
    bescheidenen Meinung im 75 völlig überholt #-)

    ciao
    urba

  • Hi,

    urbanista:

    Naja - der Dino konnte ja nicht wissen, dass Dich das äußerliche Erscheinungsbild Deines Wagens nicht interessiert ;) ...


    Und mir geht es nicht um eine Kopie des Innenraumes vom 75er Rover für den 159er Alfa, sondern darum, mit wieviel Sorgfalt auf die Wünsche der Kundschaft eingegangen wurde.

    Wenn das für Dich überholt ist, was schert's mich?


    Thomi

  • Zitat von 33-146

    Hi,

    urbanista:

    Naja - der Dino konnte ja nicht wissen, dass Dich das äußerliche Erscheinungsbild Deines Wagens nicht interessiert ;) ...

    ...na klar interessiert mich das äussere Erscheinungsbild meines Wagens, sonst hätte ich ihn doch nicht gekauft, oder "darf" die
    SUV Optik mir nicht gefallen :-p

    Zitat von 33-146


    Und mir geht es nicht um eine Kopie des Innenraumes vom 75er Rover für den 159er Alfa, sondern darum, mit wieviel Sorgfalt auf die Wünsche der Kundschaft eingegangen wurde.

    Thomi

    ...dann frag mal die Fahrer des 75er wie sorgfältig Rover den Innenraum "zusammengeschustert" hat,
    ich könnte dir einen "Ex" Roverhändler nennen der dir ganz anderes von den Teilen von der Insel erzählen könnte.
    Da ist der uralt 45 auf Honda Civic Basis noch der erträglichste....

    mich zumindest wundert das kein bisschen das der unnötige Verein den Bach runter geht,
    war doch nur noch eine Frage der Zeit...aber wie gesagt nur meine Meinung...

    ciao
    urba

  • chchch... da unsere andere bürohälfte einen 75er fährt und ich den daher auch öfter mal bewege, reißt es mich hier zu folgendem statement hin:


    material + verarbeitung + fügung + detailliebe = phantastisch/unschlagbar (für 30teu)
    entwurf innen = völlig daneben für ein auto von 2000. für den liebhaber britischer kukucksuhren aber genau das richtige, besser als aktuelle jaguars auf jeden fall
    entwurf außen = super! besser als jeder aktuelle jaguar
    fahren ? = geht nur geradeaus, das ding ist eine so dermaßen fette gans, man glaubt auf den straßen lägen überall schienen. einparken? würg. man sieht nix. man hört nix. man spürt nix...
    motor? der alte 2l 6 zylinder von bmw = übelst! da bin ich mit jedem neuen 1,4er fiat schneller aus dem quark. die laufruhe ist allerdings bewundernswert. verbrauch? jenseits von 13l/100 km
    defekte? reichlich... neuer motor (totaldefekt nach 30tkm), neue türgriffe, usw. usf. möchte ich nicht haben. dagegen sind unsere karren ein traum an solidität.

    und im übrigen: hat dieses auto gar nichts, aber auch rein gar nichts mit einem lancia gemein ! so! (außer dem exoten-status evtl.)

    ich finds im prinzip traurig jetzt den letzen kleinen "queeren" traditionellen europ. autoproduzenten zu verlieren, aber es war ja klar und nur eine frage der zeit. um die autos trauere ich nicht. ich halte sie für keine bereicherung. innovationen wären in den nächsten 20 jahren bei der substanz eh keine mehr zu erwarten gewesen außer dem 100sten facelift von alten hondamobilen.

    er grüßt der l.otti

    produkte der fiatautomobile ag sind ein traum! darum findet ihr mich in zukunft hier: http://www.faltboot.de ab jetzt fahre ich ein handgearbeitetes deutsches sportcabrio allererster güte:

    > E65-3 des VEB Taucha-POUCH mit mittelmotor (ich) <

  • Zitat von l.otti


    material + verarbeitung + fügung + detailliebe = phantastisch/unschlagbar (für 30teu)
    entwurf innen = völlig daneben für ein auto von 2000. für den liebhaber britischer kukucksuhren aber genau das richtige, besser als aktuelle jaguars auf jeden fall
    entwurf außen = super! besser als jeder aktuelle jaguar

    Genau das habe ich gemeint, wobei der "Entwurf innen" ja gerade das typisch Britische bewahrt...
    Die Fahreigenschaften sind für endlose Motorwayfahrten prima geeignet und mit Sicherheit weder für Pässefahrten, noch für's Aufreißen vor der Eisdiele gedacht...

    Zitat von l.otti


    und im übrigen: hat dieses auto gar nichts, aber auch rein gar nichts mit einem lancia gemein ! so! (außer dem exoten-status evtl.)

    Naja - der Thesis zielt auch schon leicht in die Retrorichtung.
    Und Dein erster Satz zu Material+Fügung+Detailliebe ist für mich beim Thesis nicht ganz von der Hand zu weisen...

    Zitat von urbanista


    ich könnte dir einen "Ex" Roverhändler nennen der dir ganz anderes von den Teilen von der Insel erzählen könnte.

    mich zumindest wundert das kein bisschen das der unnötige Verein den Bach runter geht,
    war doch nur noch eine Frage der Zeit...aber wie gesagt nur meine Meinung...

    ... so wie Außenstehende auch über FIAT/ALFA denken ;) ...

    Ich kenne nicht nur etliche "Ex"Alfahändler, die nicht Gutes an Alfa lassen, sondern zufällig haben wir den größten Roverhändler Norddeutschlands bei uns im Ort...


    Thomi

  • Zitat von 33-146

    Aus welcher Müllhalde hast Du das denn ausgegraben?

    Das ist kein üblicher Innenraum eines 75.
    Dazu mit Weitwinkel total schlecht fotografiert.
    Schau Dir mal ein originales Interieur bei Rover an, damit Du die Qualität solch grässlicher Fotos beurteilen kannst :D ...


    Thomi


    ....ist das etwa schöner, na ja ... :(
    Innenraum Rover 75 Jahrgang 2005...


    [Blockierte Grafik: http://www3.mg-rover.com/rover_DE_de/static/groups/public/@all/documents/htmlsnippets/mgr_021166.jpg]

    ciao
    urba

  • Der MG Roadster? Nee, nix für mich!
    Da ist mir, trotz Frontantrieb, der Fiat Barchetta lieber. Und natürlich der Alfa Spider.


    Dass Rover kaum eine Zukunft hatte ist nach dem Weggang von BMW klar gewesen. Die haben die Sahnestückchen (Mini) behalten oder versilbert (Landrover-Sparte). Der Rest war nicht rentabel und geht jetzt vor die Hunde.

    Somit ist auch der ohnehin sehr fragliche DTM-Start von MG Geschichte, bevor es begonnen hat.

  • Hi,

    Zitat von urbanista

    ....ist das etwa schöner, na ja ... :(
    Innenraum Rover 75 Jahrgang 2005...


    ciao
    urba

    Noch so'n komisches Foto - aber schon etwas besser!
    Es gibt aber viel harmonischer anzusehende Varianten - und sogar mit Sitzen...
    Das Wort "schön" habe ich übrigens nie geschrieben - war wohl 'ne Eingebung von Dir... aber ehrlich gesagt, ist es mir völlig egal, was Du schön findest :) ...
    Andererseits bist Du ja geradezu rührend besorgt um mein subjektives Schönheitsempfinden :D ...

    Bevor Du das Internet weiter nach nichtssagenden Pixifotos durchsuchen musst, solltest Du Dich mal in so einen Wagen setzen und damit fahren - oder lass es, wenn Du nicht willst...
    .lotti scheint der einzige zu sein, der das jemals gemacht hat und hat das genau mit den richtigen Worten erfasst ;) ...

    Zitat von l.otti


    material + verarbeitung + fügung + detailliebe = phantastisch/unschlagbar (für 30teu)

    Das trifft den Kern meiner ursprünglichen Aussage...


    Thomi

  • Hier noch ein paar Hintergrundinformationen (4 Artikel) zu der Sache. Macht euch selber ein Bild. Ganz Konkurs sind sie, wie Dino vermutete, offenbar noch nicht.

    Britische Rover-Fabrik muss die Produktion einstellen - Zulieferer fordern mehr Sicherheiten
    326 words
    8 April 2005
    Neue Zürcher Zeitung
    1
    German
    Besuchen Sie die Website der führenden Schweizer Internationalen Tageszeitung unter http://www.nzz.ch

    (Rover)

    sev. London, 7.April

    MG Rover, der letzte britische Hersteller von Massenautos, musste am Donnerstag die Produktion in der Fabrik in der Nähe von Birmingham stoppen. Einige Zulieferer hatten ihre Lieferungen eingestellt, weil ihr krisengeschüttelter Kunde offenbar die März-Rechnungen nicht mehr vollständig beglichen hatte. Gemäss einem Bericht der BBC wollen die Zulieferer Rover erst wieder mit Komponenten versorgen, wenn die britische Regierung dem Unternehmen ihren in Aussicht gestellten Überbrückungskredit über 100Mio. verbindlich zugesichert hat. Der Produktionsstopp fällt mitten in die Verhandlungen des Konzerns mit der chinesischen Shanghai Automotive Industry Corp. über ein Joint Venture. In den letzten Tagen scheinen sich die Verhandlungen allerdings festgefahren zu haben. Gemäss unbestätigten Gerüchten sollen die Chinesen einen Rückzug planen. Sollten die Verhandlungen scheitern, dürfte Rover kurz vor dem Konkurs stehen. Im März wurden in Grossbritannien gemäss offizieller Statistik nur noch 6608 neue Rover-Autos zugelassen; das entspricht bei 9247 Registrierungen vor Jahresfrist einem Rückgang um 28,5%.

    Für die britische Regierung kommt die Rover-Krise in einem ungünstigen Moment. In der Region von Birmingham befinden sich viele Wahlkreise mit dünnen Labour-Mehrheiten, deren Wähler am 5.Mai leicht zur konservativen Opposition umschwenken können. Die Regierung versucht nun mehr oder weniger unverhüllt, sich die Stimmen durch ihre Unterstützung für den Konzern zu «erkaufen». Premierminister Tony Blair hatte am Mittwoch versprochen, seine Regierung werde «alles tun, was wir können», um Rover zu retten. In den betroffenen Wahlkreisen scheint die Botschaft gut anzukommen; Beobachter ohne lokale Bindung an Birmingham bezeichneten das Verhalten hingegen als eine Art billiger Bestechung. Die West Midlands sind das Herz der britischen Autoindustrie; Peugeot, Jaguar, Land Rover und Rover lassen hier produzieren. Ferner gibt es in der Region fast 1500 kleinere Zulieferfirmen. Birminghams Wirtschaft weist einen lebendigen Detailhandel und einen aufstrebenden Finanz- und Dienstleistungssektor auf. Die Autoindustrie, die immer noch die industrielle Basis bildet, steht wegen der globalen Überkapazitäten jedoch unter Druck.


    MG Rover Deutschland GmbH / Auszüge aus einem Schreiben des Geschäftsführers der MG Rover Deutschland GmbH, Jürgen Voss an die deutschen Handelspartner + Geschäftspartner, vom 8.4.2005, 10 Uhr.

    189 words
    8 April 2005
    OTS - Originaltextservice
    German
    (c) 2005 news aktuell

    Neuss (ots) -

    Jürgen Voss:

    Die Geschäftsleitung der MG Rover Deutschland GmbH hat am Morgen des 8.4.2005 die Nachrichten zur Kenntnis genommen, dass der "britische Autobauer Rover" Konkurs angemeldet habe.

    Diese Nachricht wird zum Zeitpunkt der Absendung dieses Schreibens aus England nicht bestätigt.

    Irgendwelche Weisungen unserer englischen Muttergesellschaft liegen bis zur Stunde nicht vor.

    Die MG Rover Deutschland GmbH ist bis zum heutigen Tage allen Verbindlichkeiten ordnungsgemäß und pünktlich nachgekommen.

    Damit wollen wir deutlich und klar zum Ausdruck bringen, dass ein entsprechender Insolvenzantrag über das Vermögen der MG Rover Deutschland GmbH nicht gestellt wurde und hierfür zur Zeit auch keine Veranlassung besteht".

    Originaltext: MG Rover Deutschland GmbH Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=42981 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_42981.rss2

    Kontakte: Barbara Schürmann-Arends PR/Pr MG Rover Deutschland GmbH Tel.: 0049 (0) 2131 938 223 Fax: 0049 (0) 2131 938 273 e-mail: presse@mgrover.de website: http://media.mgrover.de


    Rover-Eigner bestätigt bevorstehende Insolvenz =
    EHA
    116 words
    8 April 2005
    14:33
    Agence France Presse
    German
    Copyright Agence France-Presse, 2005 All reproduction and presentation rights reserved.

    London, 8. April (AFP) -

    Der Eigner des britischen Autobauers MG Rover hat am Freitag die bevorstehende Insolvenz des traditionsreichen Unternehmens bestätigt. Die Phoenix Venture Holdings teilte in London mit, derzeit würden die "notwendigen Schritte unternommen, um einen Insolvenzverwalter der Unternehmensberatung PriceWaterhouseCoopers zu ernennen". Sobald die Formalitäten erledigt seien, werde es noch am Freitag eine Mitteilung des Insolvenzverwalters geben. Die Arbeiter von Rover wurden aufgefordert, auch am Montag zur Arbeit zu kommen.

    Die britische Regierung hatte bereits am Donnerstagabend bekannt gegeben, Rover habe Konkurs angemeldet. Der Autokonzern hatte dies zunächst nicht bestätigt. Im Hauptwerk Longbridge bei Birmingham sowie bei den Zulieferern von Rover sind nun tausende Arbeitsplätze in Gefahr.

    Britischer Autobauer MG Rover vor dem Aus
    EHA
    450 words
    8 April 2005
    14:07
    Agence France Presse
    German
    Copyright Agence France-Presse, 2005 All reproduction and presentation rights reserved.

    London/Peking, 8. April (AFP) -

    Der traditionsreiche britische Autobauer MG Rover steht vor dem Aus: Nach Angaben der Regierung in London meldete der letzte unabhängige Autokonzern des Landes Konkurs an. Das Unternehmen wollte dies am Freitag zunächst nicht bestätigen. Zuvor war die seit langem diskutierte Fusion mit dem chinesischen Konzern SAIC gescheitert. Im Hauptwerk Longbridge bei Birmingham sowie bei den Zulieferern von Rover sind nun kurz vor der britischen Parlamentswahl tausende Arbeitsplätze in Gefahr. Die britische Industrieministerin Patricia Hewitt kündigte ein millionenschweres Nothilfepaket für betroffene Zulieferer an.

    Hewitt sagte am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz, SAIC sei nicht von der Zahlungsfähigkeit von MG Rover überzeugt gewesen. Der von der britischen Regierung angebotene Überbrückungskredit von 100 Millionen Pfund (146 Millionen Euro) habe dem chinesischen Konzern nicht ausgereicht. Der Chef des Rover-Eigentümers Phoenix Venture Holdings, John Towers, habe ihr daraufhin mitgeteilt, dass ein Konkursverwalter bestellt worden sei.

    Eine Sprecherin von Rover sagte AFP dagegen, noch sei nichts bestätigt. Die Produktion in Longbridge sei zwar gestoppt, "es gibt aber noch viel zu tun". Die Rover-Tochter in Deutschland betonte, es gebe keinerlei Weisungen der Muttergesellschaft in England und keine Veranlassung für einen Insolvenzantrag der MG Rover Deutschland GmbH.

    Die Fusion mit SAIC hatte als vorerst letzte Rettung für den angeschlagenen britischen Konzern gegolten. Ministerin Hewitt sagte: "Jedem war klar, dass die Partnerschaft mit SAIC ausschlaggebend für die Zukunft von MG Rover war." Ein SAIC-Sprecher sagte, sein Konzern habe als Vorbedingung für eine Fusion verlangt, dass die Zahlungsfähigkeit von MG Rover für mindestens zwei Jahre gesichert sein müsse. Dies sei auch durch den Überbrückungskredit nicht gewährleistet gewesen. Zudem bestanden nach einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua Zweifel, dass die EU die Kredite genehmigen würde.

    Die britische Regierung steht so kurz vor der Wahl nun unter massivem Druck, Arbeitsplätze in den West-Midlands in Mittelengland zu retten. Im Hauptwerk Longbridge von Rover arbeiten 6100 Menschen. Weitere rund 18.000 Arbeitsplätze sind bei Zulieferern von Rover abhängig. Hewitt kündigte am Freitag im BBC-Rundfunk ein Nothilfepaket über 40 Millionen Pfund für die Zulieferer an. Nach Angaben der Ministerin haben diese bereits damit begonnen, Mitarbeiter zu entlassen. Hewitt eilte am Freitag nach Longbridge und versicherte, es werde alles dafür getan, dass das Werk eine Zukunft habe.

    Rover ist der letzte unabhängige Autobauer in Großbritannien und stand schon mehrfach kurz vor der Pleite. Das Unternehmen war im Jahr 2000 durch eine Gruppe britischer Geschäftsleute gerettet worden, die das Unternehmen vom BMW-Konzern übernommen hatte. Dabei zahlte das Phoenix-Konsortium ganze zehn Pfund für die Verluste schreibende Firma und erhielt von BMW auch noch einen Kredit zur Sanierung. Sein erstes Auto hatte MG Rover im Jahr 1904 produziert.

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