Warum hinten mehr Reifendruck, als vorne?

  • Hallo,

    beim Stöbern zum Thema "Reifensdruck" bemerke ich, daß man bei Giulia und Co hinten mehr Reifendruck haben soll, als vorne. Von all meinen bisherigen Autos kenne ich das nur andersrum. Hats mit dem Heckantrieb zu tun?

    Sonst: Vorne 2.2, hinten 2.3 geht i.O. ?

    !driving! Gruß Wim

  • Der Reifendruck hängt einerseits von der Art des Fahrzeuges ab, andererseits natürlich von der gewählten Reifenmarke/-dimension; so pauschal kann man das nicht sagen. 0,1 bar Reifendruck mache nciht allzuviel aus, generell ist der Reifendruck durchaus höher ansetzbar als die Werksangaben, die auch eine gewisse Komfortfunktion miteinbeziehen müssen. Ich fahre vorne und hinten den gleichen Druck, aber her damit ich mir nicht noch mehr Zahlen merken muß...

    Ciaolivero

  • Ich fahr auch vorne und hinten gleich - so um die 2.2 beim Bertone (185 'er Ballonreifen) und 2.5 beim Spider.. (215 / 45 17)

    [COLOR=DarkRed]Dieser Beitrag muss nicht mit der Meinung des Autors übereinstimmen - Der Autor distanziert sich vorsichtshalber von seinem Inhalt... [/COLOR] ;D

  • Hallo,

    Hintergrund Deiner Frage ist doch sicher, dass das meiste Gewicht auf der Vorderachse lastet und man denken kann, dass der Reifendruck vorne höher als hinten sein sollte, wenigstens dann, wenn man allein unterwegs ist.

    Der Grund ist aber, dass Du mit dem Luftdruck die Über- oder Untersteuerneigung beeinflussen kannst.

    Vorne mehr Luftdruck (als hinten) = weniger Untersteuern

    Hinten mehr Luftdruck (als vorne) = weniger Übersteuern.


    Beste Grüße


    verde inglese

  • Hallo Zusammen,

    ich bin über die Suche nach Erfahrungen zum Thema Reifendruck auf diesen Fred gestoßen. Die Beiträge sind zwar schon alt, aber etwas so falsches wie hier zum Schluß wollte ich nicht einfach stehen lassen. Immerhin habe ich dieses Thema ja auch über die Suche gefunden. Bleiben wir zumindest bei heckgetriebenen Autos, dann verhält sich das mit dem unter und übersteuern genau andersherum als hier beschrieben. Unter- bzw. Übersteuern haben mit dem Grip, bzw. dem fehlen von Grip zu tun.

    - Untersteuern heißt, hinten viel Grip, schiebt das Auto weiter, vorne weniger Grip, Haftung geht verloren und das Auto schiebt tendenziell gerade aus weiter.

    - Übersteuern heißt, vorne viel Grip, Auto folgt Lenkeinschlag, hinten weniger Grip, Rad hat viel Schlupf, Rad rutscht Richtung Querbescheunigung.

    Wenn man jetzt noch bedenkt, dass wenig Luftdruck viel Grip und viel Luftdruck weniger Grip bedeutet, kann man sich gut vorstellen, dass folgendes gilt:

    - vorne viel Luft, hinten wenig => vorne wenig Grip, hinten viel => Untersteuern
    - vorne wenig Luft, hinten viel => vorne viel Grip, hinten wenig => Übersteuern

    So, nun zum Luftdruck der Reifen. Habe mal auf meinen TOYO PROXES CF2 185/65 R15 vorne und hinten 2,6 gefahren, das war gar nichts. Bei zügiger Fahrt wie auf einer schwankenden Gummikugel. Jetzt habe ich mal VA 2,1 und HA 2,3 drauf gemacht, deutlich besser.

    LG Volker

  • Krass, ich fahre am FB Spider mit Barum Brilliantis mit quasi derselben Dimension (185/70R14) gerade mal 1,7 Bar rundum.
    Das Auto verhält sich ziemlich neutral und vorhersehbar.
    Trete ich in der Kurve nach Einschlagen des Lenkrads auf den Pin, geht das Heck irgendwann weg, tue ich das nicht, passiert fast immer nichts dergleichen. Ebenso verhält es sich beim Untersteuern, ich muss schon mit ziemlich Karacho oder auf Untergrund mit extrem wenig Grip Untersteuern provozieren.

    Ich habe mich von 2,3 Bar kommend an 1,7 Bar rangetastet. Irgendwann fiel mal der Blick in eine alte BDA: Empfehlung 1,7 Bar ;) Es scheint sich also im Vergleich zu den Reifen der 70er und 80er nicht wahnsinnig viel verändert zu haben, zumindest bei einem Barum Brilliantis :)

    Grüße
    Mac

  • Zitat von carp-enter


    - vorne viel Luft, hinten wenig => vorne wenig Grip, hinten viel => Untersteuern
    - vorne wenig Luft, hinten viel => vorne viel Grip, hinten wenig => Übersteuern

    Hallo Alleine,

    leider hat deine pauschale Aussage genau so viel Wert für den werten Alfista wie aktuell im anderen Thread der Hinweis, alles außer Golden Lodge verursache Lochbrand im Kolben.

    Anders ausgedrückt: Du liegst pauschal falsch.

    Zitat aus untenstehenden Link:
    "Zu wenig Luftdruck an der Hinterachse bewirkt, dass das Heck in der Kurve ausbricht oder beim beim Spurwechsel unruhig reagiert.
    Zu wenig Druck an der Vorderachse bewirkt, dass der Wagen über die Vorderräder schiebt oder nicht mehr sauber geradeaus läuft."

    Der richtige Reifendruck

  • Hallo Mechanixx,

    Du glaubst also einer Info aus dem Internet, die bei dem Thema nicht mal auf Unterschiede zwischen Front- und Heckantrieb differenziert?

    Mach mal neinen Driftkurs mit. Da kannst Du erfahren, das Driften mit wenig Druck vorne und mehr Druck hinten schlicht leichter ist.

    Meine Argumentation ist übrigens schlüssig. Auf "Deiner" Seite steht nur einfach was, ohne es herzuleiten.

    Bei mir steht auch nicht zuviel/zuwenig, sondern viel und wenig. Natürlich geht es dabei nur um Tendenzen. In da Thema fließen noch viel mehr Faktoren als der Luftdruck ein.

    LG Volker

    2 Mal editiert, zuletzt von carp-enter (1. August 2014 um 21:30)

  • Nein, ich glaube das, was logisch ist und man selbst auf der Rennstrecke oder auch Strasse nachvollziehen kann. Senke ich den Druck vom Normdruck um 0,5 bar hinten ab, habe ich eine Heckschleuder. Egal, ob Front- oder Heckantrieb. Wenn du natürlich Werte im Kopf hast, die völlig unsinnig sind, also z.B. 3,0 anstatt 1,8bar, dann kannst deine "Theorie" weiter spinnen.

    "Drifttraining" hat im übrigen mit Eigenlenkverhalten wenig zu tun, es wird provoziert. Dazu braucht man aber nicht unbedingt zu hohen oder zu niedrigen Druck. Wenn man ein Auto anstellt, hat das nichts mit Eigenlenkverhalten zu tun. Du bestätigt dies sogar selbst mit dem Wort "leichter".

    Du verwechselt hier einige Fakten und schreibst, dein Vorschreiber "verde inglese" hätte vor Jahren etwas falsch behauptet.
    Es geht hier um den Einfluss von Reifenluftdruck auf das Eigenlenkverhalten; hierzu waren die Ausführungen deines Vorschreibers aus 2005 völlig korrekt. Du pauschalierst mit vagen Worten wie "viel" und "wenig" Druck und "Grip". Was mit o.a. sehr wenig zu tun hat. Man kann sogar einen Fronttriebler, egal ob mit wenig, korrektem oder zu hohem Druck entsprechend anstellen und zum Übersteuern bringen. Nee, nicht mit der Handbremse! Wenn man will. Und kann.:-D
    Und wenn man das Thema "Driften" oder "Drifttraining" ins Spiel bringt. Darum ging es hier aber nicht !

    Das Gegenteil ist aber der Fall; deine Thesen sind falsch. Schlüssig ist da gar nichts. Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
    Ich kann es dir auch vorführen, wenn du die Eier dazu hast, dich auf den Beifahrersitz zu setzen. ;)

    7 Mal editiert, zuletzt von Mechanixx (1. August 2014 um 22:19) aus folgendem Grund: Eier; Ostereier ?

  • Hallo Mechanixx,

    ich schreibe nicht von so absurden Dingen, wie fahren mit 1,3 bar (Deine Rechnung 1,8 bar minus 0,5). Ob damit ein Auto zur Heckschleuder wird oder nicht ist mir völlig egal. Dass da ein reifen versagt und ein Auto zur Heckschleuder werden kann will ich nicht abstreiten.

    Mir ging es um das Thema Unter-/Übersteuern den Zusammenhang mit dem Grip und das im Bereich von vernünftigen, fahrbaren Werten.

    LG Volker

  • Zitat von carp-enter

    Hallo Mechanixx,

    ich schreibe nicht von so absurden Dingen, wie fahren mit 1,3 bar (Deine Rechnung 1,8 bar minus 0,5). Ob damit ein Auto zur Heckschleuder wird oder nicht ist mir völlig egal. Dass da ein reifen versagt und ein Auto zur Heckschleuder werden kann will ich nicht abstreiten.

    Mir ging es um das Thema Unter-/Übersteuern den Zusammenhang mit dem Grip und das im Bereich von vernünftigen, fahrbaren Werten.

    Aha, und schon windet sich einer... Deine Ansage "verde inglese" hätte falsche Aussagen bezüglich Auswirkung von Luftdruck gemacht, ist falsch !

    Und reite nicht auf den 1,8bar in diesem Fall als Beispiel herum; wenn ein Fahrzeug einen Normdruck von 2,5bar hat und du verringerst die HA auf 2,0, gibts den Effekt genauso. Dto. wenn an der VA ein Normdruck von 2,5bar auf 2,0bar verringert wird. Dann untersteuert die Fuhre. Ohne daß du jetzt schon Angst haben musst, dein Reifen springt dir ab.:-D Oder versagt. Davon redet niemand.

    Du verwechselst Einflussgrößen, welche sich beim provozierten Anstellen bemerkbar machen können wie man es beim Driftkurs macht.
    Hier in diesem Thread war davon und insbesondere nicht von "verde inglese" die Rede.

    Unterscheide mal zwischen "Grip" oder der Suche nach Grip beim Driftkurs und Eigenlenkverhalten. Dann merkst, wo dein Denkfehler herrührt.

    Zitat: "Unter dem Eigenlenkverhalten eines Fahrzeugs versteht man Kursänderungen ohne einen Eingriff des Fahrers..."

    "Ohne einen Eingriff des Fahrers": Daher rührt auch dein Mißverständnis für physikalisch-dynamisch logische Zusammenhänge bei diesem Thema.
    Denn bei einem Driftkurs wird genau das gemacht: Es wird vorab eingegriffen, um zu beeinflussen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Mechanixx (2. August 2014 um 12:07)

  • Krass, ich fahre am FB Spider mit Barum Brilliantis mit quasi derselben Dimension (185/70R14) gerade mal 1,7 Bar rundum.
    Das Auto verhält sich ziemlich neutral und vorhersehbar.
    Trete ich in der Kurve nach Einschlagen des Lenkrads auf den Pin, geht das Heck irgendwann weg, tue ich das nicht, passiert fast immer nichts dergleichen. Ebenso verhält es sich beim Untersteuern, ich muss schon mit ziemlich Karacho oder auf Untergrund mit extrem wenig Grip Untersteuern provozieren.

    Ich habe mich von 2,3 Bar kommend an 1,7 Bar rangetastet. Irgendwann fiel mal der Blick in eine alte BDA: Empfehlung 1,7 Bar ;) Es scheint sich also im Vergleich zu den Reifen der 70er und 80er nicht wahnsinnig viel verändert zu haben, zumindest bei einem Barum Brilliantis :)

    Grüße
    Mac

    Herzlichen Glückwunsch, wer liest ist im Vorteil und Versuch macht klug. Auch auf die Gefahr hin, mir wieder 'ne blutige Nase beim Thema Reifen zu holen, der Luftdruck in der BA ist der richtige, alles andere ist grober Unfug. Der Luftdruck in der BA ergibt sich aus der Tragfähigkeit vom Reifen, der Radlast und ein Stück weit aus der Fahrdynamik. Jedenfalls wird der Luftdruck so ausgelegt, dass der den bestmöglichen Kompromiss zwischen Verschleiss, Fahrdynamik und Komfort ergibt. Kompromisse bei der Tragfähigkeit gibt es bei der Bestimming des Luftdrucks nicht, aber da ist per Definition ein Polster drin. Das führt zum nächsten Posting von Volker .............


    .......

    Mach mal neinen Driftkurs mit. Da kannst Du erfahren, das Driften mit wenig Druck vorne und mehr Druck hinten schlicht leichter ist.

    ..........

    Das ist so, weil dadurch vorne die Aufstandsfläche des Reifens größer und hinten kleiner wird. Dadurch nimmt an der VA die Kraftschlußbeanspruchung ab und an der HA zu. Dadurch kommen die Reifen der HA schneller an die Haftungsgrenze und fangen das Rutschen an.

    Viel Spaß beim "Luftdruckexperimentieren", Unter- und Übersteuern, Gruß, Ingo

  • habe in der letzten Woche mal drei seht verschiedene Werte probiert.

    Vorweg, der "Mittelweg" ist der schlechteste.

    1. Anlauf: Hier im Forum wird von 3,0 bar für die Rennstrecke gesprochen, wohlgemerkt bei kaltem Reifen eingestellt. Habe es mal auf einer gut ausgebauten Landstraße probiert. Ja, lenkt gut ein, ist aber sehr hart. Wenn man ein straffes Fahrwerk will, so denke ich, dass es nicht nur über aufgepumpte Reifen erreicht werden sollte. Kein gutes Gefühl beim fahren.

    2. Anlauf: 2,6 rundum. Das war richtig schlecht. Das Auto fuhr sich wie eine Schiffsschaukel, ganz schlechtes Einlenkverhalten. Ganz schlechtes Gefühl beim Fahren.

    3. Anlauf: Vorne 1,9, hinten 2,1. Gutes Einlenkverhalten (vielleicht nicht so gut wie bei 1.), Fahrzeug liegt gut auf der Straße. So macht das Fahre im Moment am meisten Spaß.

    Viele Grüße, Volker

  • habe in der letzten Woche mal drei seht verschiedene Werte probiert.

    Vorweg, der "Mittelweg" ist der schlechteste.

    1. Anlauf: Hier im Forum wird von 3,0 bar für die Rennstrecke gesprochen, wohlgemerkt bei kaltem Reifen eingestellt. Habe es mal auf einer gut ausgebauten Landstraße probiert. Ja, lenkt gut ein, ist aber sehr hart. Wenn man ein straffes Fahrwerk will, so denke ich, dass es nicht nur über aufgepumpte Reifen erreicht werden sollte. Kein gutes Gefühl beim fahren.
    .........

    Dem ist nichts hinzuzufügen, vor allem der Bremsweg (nass und trocken) wird deutlich länger auf Grund der höheren Kraftschlussbeanspruchung durch die reduzierte Aufstandsfläche.

    Gruß, Ingo

  • Zitat

    Auch auf die Gefahr hin, mir wieder 'ne blutige Nase beim Thema Reifen zu holen, der Luftdruck in der BA ist der richtige, alles andere ist grober Unfug. Der Luftdruck in der BA ergibt sich aus der Tragfähigkeit vom Reifen, der Radlast und ein Stück weit aus der Fahrdynamik.

    Kann das wirklich so übertragen werden?
    Immerhin haben sich die Reifen erheblich weiterentwickelt, und aktuelle Fhzg / Reifen fahren mit höheren Drücken, als z.B. meine Berlina mit 1.7/1.8 VA/HA.

    Grüße
    Christian

  • Daß der Luftdruck in der BA der alleinig seeligmachende sein soll, ist Blödsinn.
    Wie schon Oliviero schrieb:

    Der Reifendruck hängt einerseits von der Art des Fahrzeuges ab, andererseits natürlich von der gewählten Reifenmarke/-dimension; so pauschal kann man das nicht sagen. 0,1 bar Reifendruck mache nciht allzuviel aus, generell ist der Reifendruck durchaus höher ansetzbar als die Werksangaben, die auch eine gewisse Komfortfunktion miteinbeziehen müssen.


    Das soll sich doch jeder selbst raustüfteln, mit welchem Druck er bei welchen Reifen (Schlauch oder -los, Format), ob Autobahn, ob Langstrecke, ob beladen oder unbeladen, am Besten klarkommt. Bei 185/70R14 wird man irgendwo zwischen 1,8 und 2,5 landen, je nach gusto...
    Wo ist das Problem?
    [size=8]Da wird hier übers Einlenkverhalten diskutiert - dabei liegt bei den meisten die letzte Spureinstellung schon Jahre und zig Tausende KM zurück...
    Da wird über Fahrverhalten diskutiert, dabei steht bei vielen Reifen noch ein kleines Dreieck in der DOT-Nr. ...[/SIZE]

    Christian F. aus FR

  • Kann das wirklich so übertragen werden?
    Immerhin haben sich die Reifen erheblich weiterentwickelt, und aktuelle Fhzg / Reifen fahren mit höheren Drücken, als z.B. meine Berlina mit 1.7/1.8 VA/HA.

    Grüße
    Christian

    Ja, das kann so übertragen werden. Was sich weiterentwickelt hat, sind die verbauten Materialien, die genormten Nenndaten der Reifen sind die gleichen wie in der Vergangenheit, da hat sich nichts wesentliches geändert. Die Reifen sind genormt, das heißt die zulässige Tragfähigkeit und Geschwindigkeit aus der Vergangenheit und Gegenwart sind gleich! Moderne Fahrzeuge fahren mit höheren Drücken, weil sie schwerer sind, vergleiche doch 'mal die zulässige Achslast vorne von einem Spider mit der von einem VW Scirocco, die Loadindizes von den Reifen der beiden sind nahezu gleich. Was sagt uns das? Die Luft trägt die Last, nicht die Hülle, in dem Fall der Reifen. Unter den von mir aufgezählten Randbedingungen wie Tragfähigkeit, Radlast, Verschleißverhalten und Fahrdynamik ergibt sich der Luftdruck in der BA. Mit dem Druck aus der BA hat der Reifen die optimale Aufstandsfläche für kurze Bremswege, gleichmäßigen Verschleiß, gutes Handling und einen angenehmen Fahrkomfort.


    Daß der Luftdruck in der BA der alleinig seeligmachende sein soll, ist Blödsinn.

    ..................... Bei 185/70R14 wird man irgendwo zwischen 1,8 und 2,5 landen, je nach gusto...
    Wo ist das Problem? ..................

    Auf keinen Fall ist das Blödsinn, die Fahrzeug- und Reifenhersteller stecken in die Festlegung des Luftdrucks große Mengen von Gehirnschmalz um am Ende aller Tage dem Anwender einen störungsfreien Betrieb von Reifen zu gewährleisten, der alle Aspekte von Reifen Performance beinhaltet, einige habe ich oben aufgezählt, aber es gibt noch mehr.
    Bei 2,5 bar hat der o.g. Reifen eine Tragfähigkeit von 560 kg, die max. zul. Radlast meines Spiders ist 360 kg, in der Praxis dürfte die Radlast des fahrfertigen Fahrzeugs noch darunter liegen. Grob gesagt ist der Druck dann um ca. 40% zu hoch, wie soll da der Reifen vernünftig anfedern oder eine brauchbare Aufstandsfläche haben? Das einzige was passiert ist, dass die Bremswege länger werden und der Verschleiß in der Reifenmitte überproportional hoch wird, übrigens sehr schön illustriert in der BA des US Spiders ( ...... warum steht das da 'drin?), den Fahrkomfort kann jeder selbst beurteilen, ob es gut oder schlecht ist.

    Gruß, Ingo

  • Das einzige was passiert ist, dass die Bremswege länger werden und der Verschleiß in der Reifenmitte überproportional hoch wird, übrigens sehr schön illustriert in der BA des US Spiders ( ...... warum steht das da 'drin?), den Fahrkomfort kann jeder selbst beurteilen, ob es gut oder schlecht ist.

    Gruß, Ingo

    Moin,

    bitte sehr

    Gruß

    Bernhard

  • Hallo Ingo,
    ich schrieb, "Daß der Luftdruck in der BA der alleinig seeligmachende sein soll, ist Blödsinn". ;)
    Die in den Spider-Anleitungen angegebenen 1.8 (für Fastback gar 1.7 vorne) sind mir deutlich zu wenig; auch die 2.1, auf die man kommt, wenn man den unter den Reifendrücken angegeben Hinweis zum Fahren mit hoher Geschwindigkeit berücksichtigt (...warum steht das da drin?), sind mir zu weich.
    Ich fahre seit Jahr(zehnt)en mit 2.3 rum, das hat sich für meinen Fahrstil, meine Felgen-Reifen-Kombination und den Einsatzzweck meines Spiders als das Optimum herausgestellt. Probleme mit Reifenabnutzung besonders in der Mitte der Lauffläche hatte ich noch nie (nicht einmal bei recht weichen und verschleißfreudigen Kléber Viaxer oder Pirelli, bei den Michelin oder den aktuellen Conti ohnehin nicht).
    Richtig ist allerdings, daß man bei höherem Druck mehr auf den Reifen achten sollte (keine scharfen Kanten überfahren etc.), da er schlechter nachgibt und die Gefahr der Beschädigung größer ist.
    Es kann ja jeder den Druck draufmachen, den er will.
    Aber daß das wenig aufwendige Rumtüfteln zum Finden des für den eigenen Fahrstil am besten passenden Reifendrucks durch die kompromiß-behafteten Angaben in der Betriebsanleitung unnötig gemacht werden soll... 8(

    Christian F. aus FR

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