Hallo Alfisti,
habe einen interessanten Bericht über Kaltstart in der Autobild HP gefunden und zitiere:
Glaubt man dem Motorenentwickler von Mercedes-Benz, Dr. Mikulic,vertragen moderne Motoren vom Start weg Vollgas. Wir raten dennoch zur Vorsicht: Der Motor und seine Innereien bestehen aus unterschiedlichen Materialien, die sich nach dem Start unterschiedlich erwärmen und unterschiedlich ausdehnen. Dummerweise ist es jedoch so, daß sich der Kolben zuerst erwärmt. Umso schneller, je stärker aufs Gas getreten wird, und umso mehr dehnt er sich aus. Sein Zylinder jedoch, mit dem umgebenden Wassermantel, wird verhältnismäßig langsam warm. das kann dazu führen, daß der Kolben nicht mehr in den Zylinder passt - er klemmt. Die dabei entstehenden Riefen in den Zylinderwänden finden sich oft schon bei neuen Importfahrzeugen
die wegen des Transports - rauf aufs Schiff, runter vom Schiff- bereits viele Kaltstarts und Kurzstrecken hinter sich haben. Um dabei ein Naßwerden der Zündkerzen zu vermeiden, steigen die Fahrer gnadenlos aufs Gas. Eine weitere neuralgische Stelle ist die Zylinderkopfdichtung. Der Kopf ist meistens aus Alu, wird schneller warm als der Motorblock aus Gusseisen (bei Alublöcken ist es weniger dramatisch). Dazwischen liegt die Zylinderkopfdicht-ung, welche die Relativbewegung zwischen den beiden großen Bauteilen ausgleichen muß. Und das bei Verbrennungsdrücken, die bald die 200-Bar-Grenze erreichen.Dann wäre da noch die Sache mit der Schmierung: Kaltes Öl ist zähflüssig. Bis der letzte Ventilstößel oben im Zylinderkopf versorgt wird, kann es zehn Sek dauern, in denen die Gleitflächen trocken laufen. Bei den dünnen 0W-30 oder 0W-40-Ölen ist die Situation etwas besser, doch dünn wie Wasser sind auch sie bei Minusgraden nicht. Motoröl entfaltet seine vollen Eigenschaften erst ab 80 Grad. Aber wer hat schon ein Ölthermometer? Tragisch ist nur, daß die Öltemperatur der des Kühlwassers nachhinkt. Wenn das Wasser-
thermometer schon normale Werte anzeigt, kann das Öl noch eisig kalt sein. Etwa 20 Km dauert es, bis auch das Öl seine Betriebstemperatur erreicht hat. Bei Fahrzeugen mit Öl-Wasser-Wärmetauscher (TDI etc) geht es etwas schneller, bei älteren Modellen mit großem Ölvorrat (Alfa, Porsche, Diesel allg.) kann es sein, daß sie kaum richtig warm werden. Völlig egal ist es übrigens, ob die Heizung an oder aus ist -wir konnten keinen Unterschied feststellen. Empfehlung: Nach dem Start ein paar Sek Leerlauf, früh hochschalten bei 2000-2500 U/m.
So, jetzt rauchen meine Pfoten, aber was ich nicht gewußt habe:
Mercedes-Benz-Motoren kann man sofort hochjagen!
Nuller-Öle sind doch nicht so dünn
Reiskocher und Popcornmaschinen sind bei der Auslieferung schon verschlissen.
Mein Spider braucht 20 Km bis er warm ist. Ältere werdens überhaupt nicht
Die Heizung spielt keine Rolle zwecks schnellerer Erwärmung
Und was bitte ist ein Öl-Wasser-Wärme-Tauscher?