Bremsbeläge kochen?

  • Hi,

    kenne jemanden mit einem 156. Bei dem Auto quietschen die Bremsen wie bei einer Eisenbahn. Die Werkstatt kriegt es nicht in den Griff. Hab dem Bekannten gesagt, wenn es nicht weggeht, dann soll die Werkstatt (Garantie) halt Bremsscheiben, Bremssättel, Bremsbeläge und ggf. noch die Radlager austauschen, dann sollte es ja weg sein, denn beim Neuwagen quietscht es ja auch nicht.
    Vorschlag der Werkstatt: Wir besorgen neue Beläge und kochen die in heissem Wasser für 15 Minuten ! Dann sollte das Geräusch weg sein ! (weil die Beläge weicher werden ???)

    Frage an echte Experten: Was haltet ihr von dem Vorschlag? Annehmen oder ablehnen? Ich selber habe so etwas noch nie gehört und kann mir kaum vorstellen, daß das im Sinne des Erfinders ist.

    PS: Das hier ist kein joke !!

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  • Zitat von Rolf42

    Was haltet ihr von dem Vorschlag? Annehmen oder ablehnen?


    hi rolf,
    ich für meinen teil würde ablehnen, habe ich auch noch nie gehört.

    mit 40er schmirgel die belagflächen aufrauen, jo das kenn ich auch und auf der rückseite kupferpaste und gut sollte es sein.

    da die werke aber nun schon einiges probiert hat und nicht weiter kommt und den die standardsachen auch geläufig sein sollten, würde ich auf neue scheiben und beläge pochen.

  • "Mutter was gibts heut?"

    "Bremsklötze! Müssten gleich weich sein! " :D

    Ganz abwegig ist das zwar nicht, aber die Klötze werden nicht gekocht sondern bei hohen Temperaturen ausgegast.
    In den Klötzen sind wohl noch restbestandteile drinn, die sonst durch das allmähliche langsame Ausgasen beim Bremsen zum Rubbeln, Quitschen oder Fading führen können.
    Aber von Kochen habe ich noch nichts gehört.


    Ich hatte mal am Honda Accord so ein nerviges Quitschen beim Bremsen.
    Es lag an den billigen ATU Klötzern die da drauf waren.

    Wann quitscht es bei dir?
    Beim Bremsen oder einfach nur beim Fahren??

    Ciao Tobias

  • Ist nicht mein Auto, aber es quietscht immer :,( Der Mech. will aber nicht ausgasen, sondern im Wasserkocher wirklich kochen !

    @ Bomi
    Sehe ich auch so, alles neu und dann sollte es gut sein. Ich will hier die Werkstatt nicht anprangern, deshalb durch die Blume: Du kennt den beschriebenen 156er auch, und der Fahrer hat die Faxen so dicke, daß er der Werkstatt schon die Freundschaft aufgekündigt hat und bei der Freundschaft zu Alfa ist er kurz davor. Ein Werkstattbesuch nach dem anderen wegen der Bremse, jedesmal in der Firma frei nehmen, und die kriegen es nicht in den Griff.

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  • Zitat von Rolf42

    Ist nicht mein Auto, aber es quietscht immer .

    Wie jetzt immer?
    Wärend der Fahrt wenn gar nicht gebremst wird?
    Dann klemmen an einem Rad die Klötze.
    Oder doch nur beim Bremsen?

  • so kenn ich das:
    wenns quietscht:
    1. versuch: die führungsflächen der klötze leicht mit kupferpaste behandeln
    wenn dort kein effekt:
    2. versuch: an der führungsfläche der klötze vorsichtig mit der feile die kanten etwas brechen und ebenfalls wieder etwas kupferpaste verwenden.

    mit führungsfläche meine ich im prinzip die kante der bremsklotzträgerplatte, welche den klotz eben in seiner position hält.

    sollten diese massnahmen auch nicht helfen, müssten mal die führungsbolzen für das schwimmende bremssystem auf ihr zulässiges spiel geprüft werden. wenn die nämlich wie wild in ihrer bohrung hin und her schlackern kann es schon sein das es beim bremsen das quietschen anfängt. bleibt dann die frage was ist verschlissen: der führungsbolzen, oder dessen aufnahme.

    sollte es auch quietschen wenn man nicht bremst, könnte es sogar sein das da nichts mehr schwimmt, sondern fest sitzt.

    und was das kochen angeht:
    höre ich das erste mal. kann mir aber nicht vorstellen das das grossartig schädlich sein sollte, denn wenn man bei regen bremst wird das klötzchen ja schliesslich auch warm und nass.
    muss aber auch gestehen das mir das etwas sonderbar vorkommen würde wenn eine werkstatt sowas empfiehlt. eventuell würde ich hierzu mal bei einem bremsbelaghersteller anrufen, die sollten es doch wissen.

    cu folka

  • Zitat von Folka

    so kenn ich das:
    wenns quietscht:
    1. versuch: die führungsflächen der klötze leicht mit kupferpaste behandeln

    Kupferpaste soll aber nicht mehr so empfohlen sein.
    Am blanken Stellen setzt mit dem Kupfer eine Elektrolyse ein, welche die Klötze und die Führungen Angreift. Die Klötze können dann noch fester verbacken.
    Keramikpaste oder Spray oder sogar ein sogananntes Bremsenfett!!
    Gibt es wirklich!
    Ist sehr Wasch und Wetterbeständig und hält bis 800°C aus.
    Darf natürlich nicht auf die Bremsfläche kommen.
    Gibts bei ATU in kleinen Tütchen für wenige Euro!
    Eine Tüte reicht für einmal ringsrum.
    Ich hatte damals bei meinem 2.0 TS damit die forderen Bremsteile beim Wechsel von Scheibe und Klötzen behandelt, und die hinteren weil sie beim Fahren manchmal quitschten, die Führungskanten der klemmenden Klötze leicht abgefeilt.
    Das Fett drauf und ruhe wars.

    Ciao Tobias

  • Danke erstmal für die Tipps. Kupferpaste kenne ich von früher, gibt es bei uns aber nicht mehr, weil krebserregend (so ist mein Wissensstand). Auch das Brechen der Kanten ist mir bekannt, aber das Auto hat noch Garantie, da können wir selber nicht dran schrauben. Schade, daß die Werkstatt das nicht hinbekommt, und das bei einem Auto, was über 34.000 Euronen gekostet hat.

    Ich poste hier, wenn die Lösung gefunden ist.

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  • hi tobi,

    Zitat von alfatobi156

    Kupferpaste soll aber nicht mehr so empfohlen sein.


    seit wann den das, seit atu :D oder wegen dem krabbeltierchen

    Zitat von alfatobi156

    Am blanken Stellen setzt mit dem Kupfer eine Elektrolyse ein, welche die Klötze und die Führungen Angreift. Die Klötze können dann noch fester verbacken.

    ist mir bisher noch nicht untergekommen geschweige davon gehört !gruebel!

    Zitat von alfatobi156

    Keramikpaste oder Spray oder sogar ein sogenanntes Bremsenfett!!

    mit keramik habe ich schon mal etwas gehört, weiss jetzt auf anhieb aber nicht mehr im welchen zusammenhang :-p

    Zitat von alfatobi156

    Ist sehr Wasch und Wetterbeständig und hält bis 800°C aus.

    meine kupferpaste von lm hält von -30°C bis 1100°c und ist für hochtehrmisches gedacht und lässt sich nicht besonders einfach runterspülen ;)

    Zitat von alfatobi156

    Darf natürlich nicht auf die Bremsfläche kommen.


    na ja, dann würde möglicher weise nichts mehr quietschen aber auch nicht mehr so dolle bremsen :D


    aber da der wagen aj mal neu ist und die werke es nicht hinbekommt,
    würde ich einfach mal auf das wandlungsrecht hinweisen,
    oft genung hat er denen ja nun die möglichkeit gegeben 8)

  • Kann es sein, dass derjenige kaum bremst?

    Möglicherweise bringt es was, die Bremsen mal wirklich zu gebrauchen. Dabei werden sie ja auch richtig warm, sogar wärmer als beim Kochen, denke ich mal.

    Vielleicht hilft's.

    Gruß

    Felix

  • Zitat von feeelix

    Kann es sein, dass derjenige kaum bremst?

    Möglicherweise bringt es was, die Bremsen mal wirklich zu gebrauchen. Dabei werden sie ja auch richtig warm, sogar wärmer als beim Kochen, denke ich mal.

    Vielleicht hilft's.

    Gruß

    Felix

    Alles schon probiert, hilft leider auch nix :,(

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  • Habe das gleiche Problem bei meinem 147 er, bei 4500 km.
    Bremsen an der Ampel immer mit Quitschen verbunden.
    Abhilfe: Voll auf die Klötzer, aber den Blick in den Rückspiegel nicht vergessen. Es gibt Träumer.
    Habe gedacht es liegt ein wenig an Winter, Salz und so. Nach einer Waschanlagendurchfahrt mit Vollwäsche ist es weg.

    Gruß
    Georg350

  • So, das Quietschen ist weg und die Fuhre bremst gut :)

    Die Lösung: Neue Bremsbeläge mit Spezialbehandlung (=Kochen). O-Ton des Mechanikers:

    "Das haben wir schon in den siebziger Jahren so gemacht und hat immer funktioniert. "

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