147 GTA mit Motorschaden

  • Der 147 GTA meines Vater ist ein braver Geselle, 77000km gelaufen (Bj. März 03) bis jetzt ohne jedes Problem bei stets "flotter" Fahrweise. Heute Nachmittags auf der Autobahn (6er Gang, 150km/h bei 3500Upm) ging der Motor ohne jegliche Vorwarnung aus, Motorsteuerung defekt wurde angezeigt, der GTA rollt aus und lässt sich nicht mehr starten.

    In der Werkstatt der Schock: Zahnriemen hat ein paar Zähne übersprungen, Keilriemen fast zerfetzt - Grund: laut Werkstatt dürfte ein Steinchen irgendwie zum Zahnriemen gekommen sein und das verursacht haben. Ob Ventile verbogen sind oder der Motor komplett hinüber ist, steht noch nicht fest. Garantie hätte der Riemen jedenfalls, da er mitsamt der Wasserpume bei 60.000km gewechselt wurde.

    mfg Benni

  • Huhu,

    ist ja bitter...

    Zitat

    Grund: laut Werkstatt dürfte ein Steinchen irgendwie zum Zahnriemen gekommen sein und das verursacht haben.


    Hmm ... ham die nen Steinchen dort rausgefischt oder wie kommen die zu der Annahme?

    Wenn ich das richtig verstehe sind weder Zähne am Riemen abgerissen noch der Riemen selber gerissen und trotzdem ist er "übergesprungen"?
    Wie schautn die Spannrolle aus? Wurde die beim Wechsel mit getauscht?

    Zitat

    Garantie hätte der Riemen jedenfalls, da er mitsamt der Wasserpume bei 60.000km gewechselt wurde.


    Interessant ... 60.000 ist noch relativ früh für einen V6 und 10.000 Km später ist schon heftig.
    Legt irgendwie den Verdacht nahe, dass möglicherweise beim Wechsel gepfuscht wurde.
    Könnte natürlich auch Materialfehler sein ... für die Werkstatt ist jeder Grund, der nicht auf -Pfusch endet, ein guter Grund !mgrins!
    Tippe eher auf Spannrolle ...

    Ciao

  • Ciao!
    Nun das mit dem Stein war schätz ich mal eine Vermutung.
    Die Spannrolle wurde soviel ich weiß gleich mitgetauscht. Die Werkstatt hat uns aber versichert das was passiert ist auf Garantie repariert wird.

    mich hat das auch geschockt. Hab am Anfang gedacht mein Vater woltle mich veralbern, aber es war ernst. Wrde morgen mal nach der Arbeit zur Werkstätte schaun und mich schlau machen ob sie dann schon was wissen.

    mfg Benni

  • Kurze Frage.
    Warum wurde der Zahnriemen gewechselt? War da was im Eimer? Wurde der wirklich gewechselt? oder stand der nur auf der Rechnung? Aus eigener Erfahrung kann ich nur raten dafür zu sorgen dass Du den Zahnriemen und die Spannrolle bekommst um im Zweifel nachweisen zu können ob was faul war. Ich hatte die Geschichte auch schonmal und nachdem fiat die Garantie und Kulanz (vorerst) abgelehnt hatte war ich eigentlich ganz froh dass ich den ZR und die Spannrolle zum Gutachter bringen konnte. Das hat mir letztendlich einige Tausender gespart.

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. (W.I. "Lenin" Uljanow)

    Gruss

    J
    A
    N

  • Guten morgen,

    ich stelle mir wie bereits die Vorredner die Frage, warum wurde der ZR bereits mit 60000 km getauscht? Das ist ja auch eine reine Kostenfrage. Mir ist die Grenze alle 5 Jahre bzw. 80000 / 100000 km bekannt.

    Ich drücke die Daumen, daß alles auf Garantie geht.

    Kölsche Grüße
    Dieter

  • Ciao,
    Die Wasserpume war kaputt, also tauschten sie den Zahn - und Keilriemen gleich mit, da der Riemen schon etwas verschlissen war, und das "ganze nochmal zu zerlegen wäre sehr aufwendig und teuer"(hat der Meister gesagt).

    Die Werkstatt hat gehauptet, wie bereits erwähnt, das irgend etwas ins Gehäuse gekommen wäre und so das Überspringen verursacht hätte, den Keilriemen fast zerfetzt hätte und irgend eine Scheibe beschädigt hatte.
    Auf Garantie geht die Sache auf jeden Fall, hat die Werkstätte meinem Vater bereits bestätigt.

    Morgen erfahre ich ob der Kopf, Ventile oder ob der Motor unbeschädigt ist.

    mfg Benni

  • Zitat von Alfa 155

    Ciao,
    Die Wasserpume war kaputt, also tauschten sie den Zahn - und Keilriemen gleich mit, da der Riemen schon etwas verschlissen war, und das "ganze nochmal zu zerlegen wäre sehr aufwendig und teuer"(hat der Meister gesagt).

    Die Werkstatt hat gehauptet, wie bereits erwähnt, das irgend etwas ins Gehäuse gekommen wäre und so das Überspringen verursacht hätte, den Keilriemen fast zerfetzt hätte und irgend eine Scheibe beschädigt hatte.
    Auf Garantie geht die Sache auf jeden Fall, hat die Werkstätte meinem Vater bereits bestätigt.

    Morgen erfahre ich ob der Kopf, Ventile oder ob der Motor unbeschädigt ist.

    mfg Benni

    ah ja, habe zwar keine Ahnung aber nur mal so ???

    die Wasserpumpe is hin, da wechsel ich mal den halben Motor aus (natürlich nur auf der Rechnung) der Mech vergißt dann auch noch seinen Schraubendreher im Zahnriemengehäuse, der zerlegt den nicht gewechselten Zahnriemen und die Werkstatt macht jetzt alles auf Grantie, die wissen schon warum !mgrins!

    Sag mal wie alt ist dein Vater ???

    Rainer

  • Wenn die Wasserpumpe raus muss dann muss der Riemen mit gewechselt werden weil man den nicht 2 mal spannen darf...

    das is vooooorrschrift..

    Ich würde mir mal den Zahnriemen ansehen und mal schauen wie der aussieht..

  • Zitat von Florentiner

    ah ja, habe zwar keine Ahnung...

    das merkt man. ;)

    Wenn du an deinem Motörchen die Wasserpumpe tauschen willst, geht dies nur mit Demontage des Zahnriemens, da sich die Wapu hinter selbigem befindet.

    Spannen darf man einen Zahnriemen natürlich so oft man will, aber laut Werksvorgabe nur einmal montieren.


    ...und bevor nun der Aufschrei kommt, so in der Richtung von: ja sind die bescheuert, die Wapu so zu positionieren? ...das ist Gang & Gäbe, egal welcher Hersteller.


    ______________
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  • das ist mir schon klar, wollte damit sagen, daß ich das auswechseln des Zahnriemens bezweifle :o oder es ist gepfuscht worden.

    Rainer

  • Ja, ne, ist klar...

    Das Problem ist IMHO nur, das es wenn es tatsächlich pfusch war nun über Garantie abgehandelt wird, und der Händler auch noch mit einem blauben Auge davon kommt....

    Gut für den Kunden, aber in der Gewähleistungsrunde wird man dann wieder ein paar ganz ausgefallene exotische "ausfälle" haben, die sich niemand erklären kann.

    Marcus

  • nochmals langsam, damit ich es auch verstehe...

    ~60.000km Riemenwechsel
    ~80.000km Riemendefekt

    Es wurden also zwischenzeitlich ~20.000km zurück gelegt,
    und nun will irgendwer irgandwas irgendeinem Mech unterstellen.

    ???

    20.000km !!!

    sorry, es kann zwar nix ausgeschlossen werden, aber im Tenor zu 100 Mann hängt ihn höher zu singen finde ich doch etwas befremdend.


    ______________
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  • Zitat von engel

    Das Problem ist IMHO nur, das es wenn es tatsächlich pfusch war nun über Garantie abgehandelt wird, und der Händler auch noch mit einem blauben Auge davon kommt....

    sorry, aber das ist bei Garantie nunmal immer so!

    z.B. Wasserpumpe. Diese sollte ewig halten.
    Geht sie früher (innerhalb Garantie) über´n Jordan, zahlt auch AR dafür,
    egal ob sie Luigi im Werk hat fallen gelassen,
    ob SKF ein Abplatzer im Lager hat,
    oder...
    ...immer liegt irgendein Pfusch an...egal ob vom Zulieferer, Monteur.


    ______________
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  • da muss ich mich pedi anschliessen,
    das dort 17000km mit irgend einem vergessen teil beim wechseln nichts passiert sein soll,
    ja das wäre ja fast wie ein 6er im lotto und daher also eher unwahrscheinlich,
    tippe auf materialfehler des riemens oder defekt einer rolle.

    wir haben ja nun schon oft genung gehört, das sich nach einem zr-wechsel ohne rollen/spanner
    diese sich teils verabschiedet haben und so etwas nach sich zogen.

    zum glück wird es in diesem falle auf garantie gemacht und nachweisen lassen würde sich der defekt
    möglicher weise eh nur mit einem gutachter, der kann dir dann sagen ob das was auf der rechnung steht
    auch getauscht wurde.

  • Ciao,

    also, alle 24 Ventile sind hinüber, ob sonst was hin ist wissen sie nicht, da sie heute noch einen zweiten Motorschaden bekommen haben, einen GT 1,9 JTD mit 16.000km, der blau aus dem Auspuff qualmt...

    Also ich kann mir das auch nicht erklären aber die Werkstatt hat meinen Vater angerufen und gesagt, da das Ding was den Schaden verursacht hat wäre durch eine "konstruktive Öffnung" zum Riemen gekommen.. aber soviel ich weiß sind die Riemen ja immer komplett verdeckt, eben damit ihnen nichts passiert...

    Nun ja, wie auch immer, das Auto ist Ende nächster Woche zum Abholen, morgen steht als Ersatzauto ein Crosswagon JTD bereit.

    Mein Vater ist 50 geworden um die Frage zu beantworten.

    mfg Benni

  • Zitat von pedi

    sorry, aber das ist bei Garantie nunmal immer so!

    ...immer liegt irgendein Pfusch an...egal ob vom Zulieferer, Monteur.


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    Off topic:

    Nein, das ist bei Garantie nicht immer so. Nachweislicher pfusch wird vom gebietsleiter nicht freigegeben. Das kann man aber bei der laufleistung nicht mehr nachvollziehen. Man weiss es eben nicht. Bei diesen fällen und der schadenhöhe kannst du aber davon ausgehen, das die teile zu begutachtung gehen ( zumindest ist das bei VW so) Ich war schon bei mehreren Gewährleistungsrunden dabei. Dort wird mit jedem zulieferer einzeln über die ausfälle gesprochen und ein faktor für die übernahme von kosten definiert ( bsp. Wapu: glaub mal nicht, das Fiat die kosten trägt;) )

    Bei diesen begutachtungen kommen die dollsten dinger heraus ( selber gesehen) von gewaltbruch oder absichtlichen täuschungsversuchen über das mutwillige beschädigen war bei mir schon alles dabei. DIese Runden werden von den Zulieferern sehr sehr ernst genommen und die teile akribisch untersucht, denn die gesammelten exponate aus einem x-beliebig frei vom gewählten Zeitraum sind dann der schlüssel für die übernahme von kosten der nächsten periode.

    Ich war mit der Türverkleidung immer im schnitt mit so ca. 15% dabei, für ausgeblichenes, folienablöser, und ähnliches.

    fadenzieher oder gewaltbruch durch mechanische überbeanspruchung konnte ich immer abdrücken.

    Im der Kiste daneben lagen Limas, daneben reverierte man über Motorlager etc...

    Was ich somit sagen wollte:

    Zum glück hat das auto garantie. Der schaden ist auf jeden fall gedeckt. Wenn der Händler die erstattung selber duchbekommt ( ohne inanspruchnahme seiner versicherung wenn er sie hat) und es tatsächlich pfusch war, geht das entweder zu lasten des OEM oder zu lasten des zulieferers.


    Nichts anderes stand da, nichts anderes sollte es heissen.

    Marcus

  • Zitat von engel

    Nein, das ist bei Garantie nicht immer so.

    Das glaube ich mal.
    muss ich ja, wider besseren Wissens...das ist ja dein Metier.

    kleine Frage:
    wenn nun eine Lima gehimmelt wird > Rep/Ersatz auf Garantie...
    Da werden sich ja kaum fünf Fachleute für drei Stunden zusammensetzen, sezieren und über Kostenübernahme (wer/wieviel) beraten.
    Da sind ja schon die Transportkosten beinahe höher...von den Lohnkosten des Gremiums mal ganz zu schweigen.
    (klar, im thread geht es um Motor, wo sich die Kosten auf ~€ 9.000,- belaufen,
    und nicht um ´ne kleine Lima)

    ???


    ______________
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  • Hallo Pedi,

    läuft in der Regel so:

    Schon vor Vertagsvergabe sezt der OEM einen Zeitraum für die Gwährleistungsrunden fest. Wenn man glück hat kann man den turnus klein halten, die OEM wollen ihre Ruhe, aber auch einen guten verteilschlüssel. Meist trifft man sich 6 monate nach SOP, dann nach 1 Jahr, dann jedes jahr...

    Der Entsprechende Sachbearbeiter der Gewährleistung ( gibt für jedes Produkt spezielle) bestellt dann bei den Händlern x beliebig und wahrlos ( oder nach ausgeklügeltem system das ich nicht kenne) die Teile die als "Garantie" vom Händler/Gebietsleiter gemeldet werden. Das wird möglichst weltweit gemacht, um einen guten Überblick zu haben ( warm/kaltländer/ hochgeschwindigkeitsländer/ schlechtwegstrecken-länder etc. )

    Diese hortet er mit fehlerbeschreibung bis zur "runde". Dort wurden bei uns immer so knapp 200 Türverkleidungen im Detail angeschaut...

    Nun ist es an jedem Sachbearbeiter die "Schuld" auf den anderen zu schieben, es geht um bares geld. Meist holt sich der man vom OEM noch unterstützung aus den fachabteilungen.

    Wir hatten bei den Türen immer so ca. 15 % selber zu tragen.

    Dort waren Retainerkörbe gebrochen ( die dinger wo die clipse reinkommen) weil das Bauteil nicht voll gefüllt war=> unser fehler

    Dort waren Retainerkörbe mit grat versehen, was zu geräuschen führt => unsere fehler

    Da löste sich in warmländern oft die Folie => unser fehler da konstruktion und auslegung von uns

    Es gibt aber auch sachen wie konstruktiv bedingte geräusche die der Kunde ( OEM ) selbst verursacht, oder aber auch welche die auf unsere Konstruktion zurrückgeführt werden.

    dann kann die farbe beim stoff ausbleichen, was auch nicht unser fehler ist, denn der stoff ist vom Kunden vorgegeben ( design/hersteller)

    oder aber die Türinnenbetätigung ausbrechen, was dann missbrauch wäre, da eigene missbrauchstests das nicht zu tage bringen.

    Aber auch einfach nur dreckige teile ( felckig wie von creme am ellenbogen etc. ) hatte ich dabei.

    Aus all dem wird der Schlüssel gebilded, der OEM hat dadurch eine statistik was an dem Bauteil kaputt geht, und wer verursacher ist ( eigene konstruktion/konstuktion Lieferant/ material / eigen vorgegebenes Material wie Stoffe/Folien etc)
    Ab dann flattert quartalsweise die Rechnung ins haus, die dann auch immer brav unterzeichnet wurde.... Dort sieht man dann die jeweiligen mengen an Türverkleidungen des Quzartals, und zahlt seinen % anteil.

    Bevor ich dort angefangen habe, dachte ich auch der OEM zahlt die garantie. Er gibt die kosten aber so gut er kann an den lieferanten weiter. werkstattstunden werden auch in % mitgelöhnt....

    Dadurch das man eben viele kennenlernt, weiss ich das die Bremsen/Aggregate leute das mit viel grösserem Aufwand machen, und Laborprüfungen zum Material etc. mit den teilen machen.

    Wie gesagt, es geht echt um bares, und wenn man beweisen kann ( wie auch immer, bin da kein experte) das die lima durch kurzschluss oder verpoltes überbrücken über den jordan gegangen ist, dann ist es ein "gewinn" der 1 jahr anhält.

    Es werden also tatsächlich LIMAS und Riemen und Bremsscheiben etc. begutachtet. Allerdings nicht je spezifischem Schadensfall, sondern turnusmässig um einen schlüssel zu bilden über den die kosten verteilt werden. Ich stell mir das bei der heute vorhandenen "tausch mer mal " mentalität der werkstätten dann eben genau so lustig vor wie bei uns. Da kommt dann ein LMM auf eine Prüfvorrichtung und ist i.O... und das bei evtl vielen......
    Oder man bekommt eine Spannrolle, die ursache für den ausfall mit massiven kosten sein sollte, und diese hat keinen lagerschaden, oder ist verschlissen ( du weisst wie das aussieht) sondern die sieht bis auf die ausgebissene ecke nagelneu aus...???

    Das war das was ich meinte.

    Das die transportkosten je einzelteil teilweise höher sind, ist klar, aber durch den verteilschlüssel und die festlegung auf den zeitraum ist es BARES geld, was der Hersteller sparen möchte.

    Somit kann es sein, das ein Bauteil angefodert wird, die meisten jedoch darf der Händler wegschmeissen...

    Marcus

  • Ciao,

    also nun, wo sich die Werkstatt den Motor genau angeschaut hat, steht fest, das der Keilriemen schuldig ist, da ein Teil des Riemens weggefetzt ist, vom Zahnriemen erfasst und durchgezogen wurde. Die vordere Zylinderbank ist fast unbeschädigt, nur 2 Ventile kaputt, auf der hinteren Zylinderbank min. 10 Ventile kauputt, gewechselt werden aber alle 24. Die Wasserpumpe hat mir mein Vater gesagt, wird beim nächsten Zahnriemen gewechselt, d.h. da ist noch die erste drin.

    mfg Benni

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