Allradsysteme bei Alfa

  • Hallo,

    habe letztens in einer Audi-Werbung gelesen, Audi würde immer noch der einzige Hersteller, der Thorsen-Differential verbaut. Also mindestens seit zwei Wochen nicht mehr, der 156 mit Allrad hat ebenfalls ein Thorsen-Differential drin.
    Leider weiß ich nicht, wie der Allradantrieb der älteren Modelle gelöst war. Was hatten die 155 und 33 Q4? Wo findet man Informationen darüber?

    Grüße
    ts

  • Torsen sind öfter verbaut.

    Ihr müsst aber schon unterscheiden, ob als Sperre zwischen VA und HA, oder als Achssperre.
    Die Verbindung zwischen VA und HA wird bei 155Q4 (und baugleichen Modellen) via Viscokupplung hergestellt, nicht mittels Torsendifferential.

    Ich vermute mal, dass Audi die Sperre der Kraftverteilung zwischen den Achsen meint.

    Jedenfalls ist die Aussage der Eingangsfrage in dem Stil von:
    Wasser ist nass, aber Bier kann auch warm sein!
    Entsprechend zielführend auch die folgende Antwort.

  • Zitat von pedi

    Torsen sind öfter verbaut.

    Ihr müsst aber schon unterscheiden, ob als Sperre zwischen VA und HA, oder als Achssperre.

    Vielleicht war die Frage nicht eindeutig. Ich habe schon das Allradsystem gemeint also die Art der Verbindung zwischen VA und HA. An dieser Stelle wird von Audi auch das Torsen-Diff eingesetzt. Die Verteilung Links/Rechts geschieht mittels normaler, offener Differentiale. Durchdrehende Räder werden abgebremst (EDS)
    Hatten die älteren Q4 tatsächlich nur eine Visco-Kupplung?

    Danke!
    ts

  • Zitat von TeeS156


    Hatten die älteren Q4 tatsächlich nur eine Visco-Kupplung?

    welche älteren Q4? 33, 155, 164...

    Die älteren hatten meist acht, die neueren 5,3 !
    Die noch älteren hingegen einen Gehstock.

    Willst du präzisere Auskunft, wäre evtl genauere Frage nicht nachteilig!

  • Hallo TeeS156,

    Bei der Vorstellung des Crosswagon Q4 gab es bei meinem Händler ein zusätzliches Prospekt zum Thema Alfa Romeo und Allrad,
    ist ganz nett gemacht und erklärt die Historie recht gut.
    Falls du keins mehr bekommen kannst hier eine kleine Chronologie.

    Alfa 1900M "matta" :
    Heckantrieb mit zuschaltbarem Vorderradantrieb, einfachste Technik wie im Willys Jeep

    Alfa 33 4x4 :
    Über einen Hebel im Innenraum konnte die Traktion auf die Hinterräder zugeschaltet werden.
    Den Schlupf zwischen beiden Achsen hält ein mittleres Differential

    Alfa 33 Permanent 4 :
    Sensoren steuern den Betrieb einer Visco-Kupplung zum ausgleich von Geschwindigkeitunterschieden

    Alfa 155 Q4 (zum ersten mal das Kürzel Q4) :
    Permanenter Allrad mit drei Differenzialen

    Alfa 164 Q4 :
    Schaltzentrale des Allradsystems war eine mittlere Visco-Kupplung "Viscomatic", Gesteuert von der Bordelektronik
    wird die Traktionsverteilung zwischen den Achsen abgestimmt.

    Bei den neuen Crosswagon und Sportwagon Q4 kommt ein System ( vom gleichen Zulieferer ?! :) )
    wie bei den Audi Quattros, also mittels Torsen-C-Differenzial (permanent mit drei Differenzialen) zum Einsatz...
    Ich hoff das hilft dir weiter )-)
    ciao

  • Wenn wir schon beim Thema sind :)

    Was versteht man eigentlich unter "permanentem" Allrad?
    Dass permanent beide Achsen angetrieben werden - also im Gegensatz zu Systemen, die die HA nur zuschalten, wenn die VA Schlupf hat?

    Aber wenn sie 3 Differentiale haben und einzelne Räder vielleicht auch noch von der Elektronik selektiv abgebremst werden, dann sind ja keineswegs "alle" permanent im Einsatz. Das wäre nur mit Sperrdifferentialen gewährleistet - aber die hatte keiner der bisherigen/aktuellen QV's, oder doch?

    Finde nämlich (aber das ist nur meine Meinung als "Laie"), dass solche Systeme ohne Sperrdifferentiale recht "bescheiden" sind. So ein neuer(?) Golf 5, 4motion war dieser Tage in meiner Nähe auf einer Showbühne im Einsatz. So eine eingeschneite ungefähr 15m lange Rampe galt es zu bewältigen: Naja, geschafft hat er's, aber es hat eine ganze Minute oder so gedauert, weil ständig mindestens ein Rad auf Null runtergebremst wurde - dadurch war er zwar relativ spurtreu, aber viel ging nicht weiter. Eine mehrere Kilomenterlange Bergstraße möchte ich damit nicht rauffahren...
    Bei einem wirklich permanentem Antrieb (bei dem nie ein Rad stillsteht - also nur mit Differentialsperren zu verwirklichen?) würde sicherlich wesentlich mehr weitergehen - aber das bietet ja keiner, Geländewagen ausgenommen, oder?

    Anderes Bsp: wir haben ein Wochenendhaus im Voralpenland, der letzte halbe km führt im Winter bergauf über verschneite Schotterstraße. Mein 146 hat sowieso keine Antischlupfregelung oder dergleichen, aber mein Vater hatte sowas schon im Mondeo & Passat (beide Frontantrieb natürlich) - die waren jedoch eher hinderlich, da sie das rutschende Rad eben ganz abgebremst haben und irgendwann ging der Schwung verloren und das Auto kam praktisch zum stehen (dabei wurde nebenbei im Mondeo eine Bremsscheibe verzogen) - deswegen hat er es, wenn es wirklich rutschig war, ausgeschalten um den Schwung nicht zu verlieren und kam so tatsächlich besser herauf.

    Wie gesagt, ich kenn' mich da bezüglich Allrad nicht so aus. Mein Beitrag ist eher als Frage zu verstehen, ob das so ist?

    Ciao,
    Max

  • Zitat von Max

    Was versteht man eigentlich unter "permanentem" Allrad?
    Dass permanent beide Achsen angetrieben werden - also im Gegensatz zu Systemen, die die HA nur zuschalten, wenn die VA Schlupf hat?

    so verstehe ich´s.
    Wobei permanent nie Permanent ist, da z.B. im Schiebebetrieb, Bremsvorgang usw abgekoppelt werden muss.
    100% Permanent mit 100% Sperre ringum gibt es nur bei Aktiv-Gelände-Fzg. Meines Wissens hat z.B. bei den gängigen Geländefzgen (Terrano usw) nur das G-Modell von MB die möglichkeit alles manuell zu sperren.

    Zitat

    Aber wenn sie 3 Differentiale haben

    drei Differentiale hat praktisch gar keiner!

    Hierzu, was ist ein Differential?


    • Differentialgetriebe
      Bei einem Kraftfahrzeug, dem häufigsten Einsatzgebiet, ist ein Differential bzw. Differenzial (oder auch Ausgleichsgetriebe) ein Getriebe zwischen den angetriebenen Rädern. Da die Räder einer Achse, beim Fahren in einer Kurve unterschiedlich lange Wege zurücklegen, dürfen sie nicht starr miteinander verbunden werden.

      Das Differential (erste Zeichnungen fertigte Leonardo da Vinci) besteht aus einem großen Tellerrad, einem Triebling und Kegelrädern. Der Triebling sitzt am Ende der Welle vom Getriebe, die meist eine Kardanwelle ist. Am Tellerrad ist die Glocke mit zwei oder drei Kegelrädern.

      Bei Geradeausfahrt wird so die Drehung gleichmäßig auf beide Räder aufgeteilt. Wird ein Rad angehalten, so dreht sich das andere doppelt so schnell. Genauso wirkt es umgekehrt. Dreht ein Rad durch, so bleibt das andere stehen. Um das z.B. bei Schnee zu verhindern gibt es eine manuell schaltbare oder automatische Differentialsperre. Bei den automatischen Sperren, gibt es solche, die 100 % sperren (d.h. beide Räder drehen gleich schnell) oder nur z.B. 70% (d.h. ein Rad erhält 70% des Drehmoments, das andere 30%). Eine Sonderbauform ist das Withworthdifferenzial das automatisch eine 30 % zu 70 % Drehzahl- Drehmomentenaufteilung ermöglicht.

      Bei Fahrzeugen, bei denen alle Räder angetrieben sind (Allradantrieb), ist dieser Ausgleich auch zwischen Vorder- und Hinterachse notwendig. In diesem Fall spricht man von einem Längs- oder Zentraldifferential.

    • Achsdifferential
      Wird das Differential als Achsdifferential verwendet, dann sorgt es für den Ausgleich zwischen zwei Rädern. In diesem Falle ist die Standübersetzung stets i0 = - 1, d.h. wenn man den Differentialkorb (=Gehäuse des Differentials) festhält (z.B. Gang einlegen) und am linken Rad dreht, dann dreht sich das rechte Rad mit der gleichen Drehzahl, aber in entgegengesetzter Richtung.
    • Zentraldifferential/Verteilergetriebe
      Zentraldifferentiale werden bei mer als einer angetriebenen Achse benötigt, um die Leistung des Motors zwischen den Achsen aufzuteilen. Zentraldifferentiale können wie Achsdifferentiale beschaffen sein, so dass sie ebenfalls eine Standübersetzung von i0 = - 1 haben, man spricht dann von einer Momentenaufteilung von 50:50 zwischen den Achsen.
      Es ist aber auch möglich, dass Zentraldifferentiale andere Standübersetzungen haben, dann kann die Hinterachse mehr Antriebsmoment auf die Straße bringen, als die Vorderachse - beim Beschleunigen und in Steigungen ein großer Vorteil. Eine mögliche Verteilung wäre z.B. 35:65, d.h. wenn die Vorderachse 35% des Antriebsmomentes bekommt, dann kann die Hinterachse bis zu 65% übertragen.
      Zentraldifferentiale werden gelegentlich als Stufenplanetensatz gebaut, falls sie aus baulichen Gründen nicht über den Steg angetrieben werden können.
    Zitat

    aber die hatte keiner der bisherigen/aktuellen QV's, oder doch?


    QV? Du meinst sicherlich Q4!

    Wie gesagt, die haben keine drei Differentiale!

    • der 155Q4 hat in VA ein simples Achsdifferentialund an der HA ein Sperrdiff (25%?). Die Verbindung zwischen den Achsen erfolgt über eine Viskokupplung, welche sich rechts vom VA-Diff befindet. Für die Kraftverteilung ist der sogenannte Drehmomentverteiler im Getriebe zuständig (ähnlich Planetengetriebe)
    • der 164 hat ebenso ein ungesperrtes VA-Diff und (meines Wissens ein ebenso ungesperrtes) HA-Diff. Die Viskokupplung befindet sich sozusagen im Kardanstrang (integriert in einen gemeinsammen Gehäuseblock mit HA-Diff)
      /EDIT direkt nach der Visco kommt doch ein Achsdiff.
    • 33Q4...weiss ich nicht. Warscheinlich wie 164Q4, nur wesentlich simpler

    Jedenfalls hat keiner der Alfas ein drittes Differential, welches wie oben beschrieben mit Kegelrad usw funktioniert.
    Es wird nur mit Visko-Kupplung der Kraftfluss zwischen VA und HA hergestellt.

    Zitat


    Bei einem wirklich permanentem Antrieb (bei dem nie ein Rad stillsteht - also nur mit Differentialsperren zu verwirklichen?) würde sicherlich wesentlich mehr weitergehen - aber das bietet ja keiner, Geländewagen ausgenommen, oder?

    siehe ein paar Zeilen zuvor > G-Modell von MB.


    ja, nett gemacht, aber falsch. Siehe ein paar Absätze weiter oben.
    Kommt evtl daher, wenn ein paar Marketingleute (ohne techn Verständnis) was hübsch verpacken wollen.
    Da aber die Kundschaft genausowenig von der Materie versteht, ist´s eh egal.
    Theoretisch könnte in dem Prospekt auch die Beschreibung eine Kaffeemaschine stehen und der geneigte Leser würde gleich ehrfurchtsvoll die Augenbrauen heben, vor ach so viel Allradtechnik.

  • urbanista, danke für die Antwort, vielleicht kann ich mir dieses Prospekt noch besorgen. Also doch Visco, obwohl ich keine elektronisch geregelte Viscokupplung kenne. Da hat pedi Recht, es wurde sehr schön von Marketing-Leuten verfasst. Man kann aber zwischen den Zeilen lesen,

    Allgemein zu Allrad und Zentraldifferential: Auch ein Sperrdifferential (inkl. Torsen) ist ein Differential. Mir fallen spontan einige Autos mit drei Differentialen ein:
    - Audi Quattro (außer TT und A3 – Technik vom Golf mit Haldex-Kupplung)
    - Passat 4Motion und Phaeton (die haben wiederum Audi-Technik drin)
    - BMW, alle Allradmodelle ohne X-Drive (X-Drive erst im X3 eingesetzt)
    - Alfa 156 Q4 und CrossWagon
    - Mercedes 4Matic
    - Alle richtigen Geländefahrzeuge.

    Ciao!
    ts

  • Zitat von pedi
    • der 155Q4 hat in VA ein simples Achsdifferentialund an der HA ein Sperrdiff (25%?). Die Verbindung zwischen den Achsen erfolgt über eine Viskokupplung, welche sich rechts vom VA-Diff befindet. Für die Kraftverteilung ist der sogenannte Drehmomentverteiler im Getriebe zuständig (ähnlich Planetengetriebe)
    • der 164 hat ebenso ein ungesperrtes VA-Diff und (meines Wissens ein ebenso ungesperrtes) HA-Diff. Die Viskokupplung befindet sich sozusagen im Kardanstrang (integriert in einen gemeinsammen Gehäuseblock mit HA-Diff)
    • 33Q4...weiss ich nicht. Warscheinlich wie 164Q4, nur wesentlich simpler

    Jedenfalls hat keiner der Alfas ein drittes Differential, welches wie oben beschrieben mit Kegelrad usw funktioniert.
    Es wird nur mit Visko-Kupplung der Kraftfluss zwischen VA und HA hergestellt.


    Jetzt hab ich doch noch eine Frage: Wie regelt diese Viskokupplung? Also jetzt nicht wie sie im Detail funktioniert, sondern wie sie regelt? Regelt sie auch so, dass eine der Antriebsachsen beim Allrad nicht antreibt?? Oder sind immer beide Achsen angetrieben nur in unterschiedlichem/wechselndem Verhältnis?

    Ich hab nämlich einen alten Testbericht des Alfa 33 Permanent 4 aus der autorevue 11/ '91 gefunden und dort steht: "Eine Visco-Kupplung sitzt zwischen Vorder- und Hinterachse ... und überträgt, wenn die Vorderräder durchzudrehen beginnen, Antriebsmoment auf die hinteren Räder."
    Nunja, das klingt irgendwie nicht nach einem "permanentem" sondern nach "im-Bedarfsfall-zugeschaltenem" Allradantrieb?
    Das hat mich dann eben zu der ursprünglichen Frage geführt: "Was bedeutet 'permanenter' Allradantrieb'". Also auch hier mehr ein Marketing-Gag oder der Schreibling hat sich falsch/unklar ausgedrückt.

    Ciao,
    Max

  • Zitat von TeeS156

    Also doch Visco, obwohl ich keine elektronisch geregelte Viscokupplung kenne.

    über Hydraulik wird der Kraftschluss über die Viskokuppl hergestellt.
    Von der Electronic werden Magnetventile (für Hydraulik) gesteuert.
    Die Electronic bekommt Info über ABS-Sensoren, Lenkwinkelsensor, Beschleunigungssensor...
    Daher indirekt elektronisch geregelte Visko.

    Wie man´s nun korrekt benennt, darüber lässt sich warscheinlich ewig Reden. ;)

    Zitat

    Allgemein zu Allrad und Zentraldifferential: Auch ein Sperrdifferential (inkl. Torsen) ist ein Differential.

    Kein Mensch hat bestritten, dass ein Sperrdifferential ein Differential wäre. Die Sperre ist ja nur eine Erweiterung!

    Ein Vanillepuding (Differential) bleibt ein Pudding, auch wenn man ein Sahnehäubchen (Sperre) drauf setzt.
    Nur, nun nennt man es dann Pudding mit Sahne (Sperr-Differenzial).


    Nochmals:
    ein Differential muss einen Drehzahlunterschied ausgleichen.
    Wenn man bei einem Differential einen Ausgang bremst, dreht sich die andere Seite um diese Drehzahlreduktion schneller.
    Bei einer Viscokupplung geschieht dies nicht.
    Die Viskokupplung verbindet (simpel erklärt) nur zwei Wellen miteinander.

  • Zitat von pedi


    ...ja, nett gemacht, aber falsch. Siehe ein paar Absätze weiter oben.
    Kommt evtl daher, wenn ein paar Marketingleute (ohne techn Verständnis) was hübsch verpacken wollen.
    Da aber die Kundschaft genausowenig von der Materie versteht, ist´s eh egal.
    Theoretisch könnte in dem Prospekt auch die Beschreibung eine Kaffeemaschine stehen und der geneigte
    Leser würde gleich ehrfurchtsvoll die Augenbrauen heben, vor ach so viel Allradtechnik....


    ...ehrlich gesagt versteh ich nicht was an den Aussagen so falsch sein soll!
    warum sollte Alfa irgendwelche Unwahrheiten verbreiten in der Annahme das die wehrte Kundschaft zu blöd
    oder zu dumm ist das zu verstehen und nur ein paar Ober Gurus den totalen Durchblick haben #-)
    Denkst du tatsächlich du bist der Einzige auf diesem Planeten der sich eventuell etwas mit der Materie beschäftigt
    und der Rest kann eine Kaffemaschine von einem Krückstock oder wie war das, nicht unterscheiden?! !mgrins!


    hier noch ein kleiner Ausschnitt aus der aktuellen Pressemitteilung zur Crosswagon Q4 Einführung und nenn mir einen
    Grund warum das völlig Inhaltsfrei sein sollte...


    "...Wie bei den Vorgängern aus den 90er Jahren, dem 155 Q4 und dem 164 Q4, setzt Alfa erneut auf einen
    permanenten Allradantrieb mit "drei" Differenzialen und einer hinterachsbetonten Verteilung der Kraftübertragung.
    Das Antriebsmoment - vorn 42 Prozent, hinten 58 Prozent - verändert sich je nach Bodenhaftung bis zu einem Verhältnis
    von 70 zu 30 oder auch umgekehrt 30 zu 70.
    Die Verteilung der Kraft wird fortlaufend durch das "mittlere",
    selbstsperrende Torsen-C-Differenzial kontrolliert. Totzeiten bei der Kraftverteilung verhindert eine ausgefeilte, von Alfa neu entwickelte
    Technik auf mechanisch-elektronischer Basis...."

    ...tz Leute gibts !baby!

  • Zitat von urbanista

    ...ehrlich gesagt versteh ich nicht was an den Aussagen so falsch sein soll!

    dann musst du eben nochmal nachlesen!

    ...und wenn du´s von technischer Seite nicht verstehen solltest,...

    Zitat

    warum sollte Alfa irgendwelche Unwahrheiten verbreiten

    weil die Hochglanzprospekttextverfasser es evtl nicht besser wissen!

    Zitat

    in der Annahme das die wehrte Kundschaft zu blöd oder zu dumm ist das zu verstehen

    was sich offensichtlich immer wieder bestätigt!

    Zitat

    und nur ein paar Ober Gurus den totalen Durchblick haben #-)
    Denkst du tatsächlich du bist der Einzige auf diesem Planeten der sich eventuell etwas mit der Materie beschäftigt

    nicht der Einzige, aber wie du schreibst ein paar Ober Gurus,

    Sorry, aber zuvor habe ich beschrieben, was verbaut ist.
    Wenn bei den Fahrzeugen nunmal zwischen Front- und Heckstossfänger kein Zentraldifferential vorhanden ist...
    Wobei der 164 sowas doch hat...direkt nach der Visco.

    Beim 33 weiss ich nun nicht, wie´s dort aussieht (er war in dem thread auch mal im Gespräch).
    Anscheinend haben alle das gleiche Getriebe. Erst danach kommt der Unterschied in Form einer Viskokupplung, Kardan und HA. Noch nie hat (von den Kennern hier im Forum) ein Torsendiff zur Achsverteilung (VA <>HA) erwähnt.

    Zitat

    und der Rest kann eine Kaffemaschine von einem Krückstock oder wie war das, nicht unterscheiden?! !mgrins!

    Richtig, wie zuvor geschrieben:
    was sich offensichtlich immer wieder bestätigt!

    Zitat

    hier noch ein kleiner Ausschnitt aus der aktuellen Pressemitteilung zur Crosswagon Q4 Einführung und nenn mir einen
    Grund warum das völlig Inhaltsfrei sein sollte...


    "...Wie bei den Vorgängern aus den 90er Jahren, dem 155 Q4 und dem 164 Q4, setzt Alfa erneut auf einen
    permanenten Allradantrieb mit "drei" Differenzialen

    drei Differenziale > das wurde schon erklärt!

    Zitat

    und einer hinterachsbetonten Verteilung der Kraftübertragung.

    wie bei den Vorgängern?
    Sorry, aber der 155 hatte zwar VA49%/HA51%
    hingegen der 164 100%VA bis maximal 50/50. Wo bitte schon ist die Hinterachsbetonung beim 164?

    Vielleicht gehen sie wirklich davon aus, dass die wehrte Kundschaft zu blöd oder zu dumm ist das zu verstehen

    Zitat

    Die Verteilung der Kraft wird fortlaufend durch das "mittlere",
    selbstsperrende Torsen-C-Differenzial kontrolliert.

    Das wurde schon im Eröffnungsposting geschrieben.

    Niemand zweifelte an, dass in dem italienischen Forstmobil ein Torsen-C-Diff wäre..

    ps: wegen Pressetext > ich erinnere nur zugern an den Pressetext zum ES30 bzgl aerodynamisch optimiertem Unterboden.

  • die viscokupplung bei 33er wird nicht elektrisch gesteuert.
    die ist autonom, das macht die von ganz alleine. ;D

    wat ist ne viscokupplung:
    da stellen wir uns mal ganz dumm, und stellen uns einen grossen runden schwarzen zylindrischen raum vor. auf der einen seite kommt nun die antriebswelle vom geriebe rein. auf dieser welle sind ganz viele scheiben mit lamellen dran. von der anderen seite geht eine andere antriebswelle zum kardanstrang. auch auf dieser welle sitzen viele scheiben mit lamellen dran. der rest des raumes ist dann mit einem silikongel gefüllt. dreht man nun langsam an der eingangswelle, passiert an der andere welle überhaupt nichts. dreht man aber schnell an der eingangswelle. erzeugt das zwischen den einzelnen lamellen erhöhte reibung. und was erzeugt reibung ? ??? richtig wärme. nun hat aber das eingefüllte silikonöl die eigenschaft bei hitze fest zu werden, und schwuppppp, dreht sich plötzlich auch die andere welle.

    klasse was ? ???

    [Blockierte Grafik: http://www.arstechnica.de/auto/differential/bauarten/visco1.jpg]

    und:

    [Blockierte Grafik: http://www.arstechnica.de/auto/differential/bauarten/visco2.gif]

    dementsprechend kann man so eine viscokupplung einsetzten als:
    trennung in der kardanwelle wie im 33 permanent4, wie auch schlichtweg als differential wie eben bei 164 q4.

    cu folka

  • Zitat von Folka

    wie auch schlichtweg als differential wie eben bei 164 q4.


    Wie aber schon geschrieben, folgt dem 164Q4 eben doch ein Ausgleich nach der Visco (welcher ebenso in dem kombinierten Gehäuseblock untergebracht ist).

    Daher: Revision!

    ich bin arg geneigt den Pressetext (welcher urbanista eingefügt hat) als richtig anzusehen, zumindest wenn ich mich nicht an der Bezeichnung Differenzial festbeisse.
    Wie erwähnt, hat der 164 einen weiteren Ausgleich.
    An dem VA-Differential geht ein ganz einfacher Abgang (wie zweites Kegelrad) weg, welcher dann zum Kardanflansch wird. Es folgt Kardan zu dem hinteren Gehäuse. Dort ist zuerst die gesteuerte Visco...dann folgt ein Planetengetriebe. Dies Planetengetriebe kann man als Differential ansehen, da es eben Drehmoment zwischen den Achsen ausgleicht.

    Beim 155 ist die Sache zwar einfacher geregelt, da die hydraulische Viscosteuerung nicht vorhanden ist, dafür jedoch mechanisch aufwändiger weil der Kraftfluss mehrmals hin&her geschleuscht wird.
    Es laufen bis zu maximal drei (Hohl-)Wellen ineinander, um diesen Kraftfluss von Getriebe/Drehmomentverteiler, Visco, VA-Diff und HA-Abtrieb (alles miteinander verblockt) zu ermöglichen.
    Das, was hier als Drehmomentverteiler bezeichnet wird, ist ebenso ein Planetengetriebe. Hier wird auch Drehmoment zwischen VA und HA ausgeglichen...denke ich zumindest, da es kaum vorhanden ist, nur um eine Drehzahlreduktion zu ereichen.

    Zwar brütete ich schon etliche Stunden über der Allradmechanik des 155Q4 (bei 164Q4 ebenso), aber richtig zusammenreimen konnte ich´s mir nicht. Zwar konnte ich gewünschte Modifikationen im Kraftfluss vornehmen, jedoch war ich mir zuvor nie so richtig sicher und hoffte auf positivers Ergebnis.
    Wie erwähnt, im Detail verschliesst sich´s mir.
    Da aber jedoch bei beiden Systemen ein Planetengetriebe vorhanden ist und die Pressetexte "drei Differentiale" angeben, sage ich persönlich nach längerer Überlegung mal einfach ja, sie haben recht.

    Zur Ergänzung: hierbei handelt es sich um keine Torsen-Differentiale.

    Die verwendeten Planetengetriebe können zwar Drehmoment verteilen aber anscheinend nicht den Kraftfluss trennen; warscheinlich darum sind diese Versionen mit Visco gekoppelt. Fahrzeuge mit Torsen haben meines Wissens (ohne jetzt zu suchen) keine Visco.
    Bin zwar kein totaler Physik- oder Mechaniklooser, aber da mangelt das Verständnis...daher auch keine Erklärung im Detail. :)

  • hmm,

    nach meinem techn. verständnis hat der 155 q4 2 diff.

    der 155 hat wie von pedi geschrieben eine kraftverteilung von va 49 % und ha 51 % .
    das macht denk ich der drehmomentverteiler --> sprich der regelt nichts rauf oder runter sondern bringt immer die selbe verteilung.

    diff ist hier dann anschliessend noch vorn für die va und eines direkt an der ha.

    dazwischen gibt es nix ausser ner kardanwelle.

    daher meine meinung 2 stück. da des geraffel mehrfach zerlegt wurde bei meinem --> ich wüsste nicht wo da noch das 3. stecken sollte.

    das vordere diff ist ein zentraldiff mit ferguson visco. hinten gibts das selbstsperrende torsen diff.

    man vollziehe nach :

    bei meinem wurde der ha antrieb stillgelegt.
    beim fahren merkte man das der wagen keine kraft auf die strasse bekam.
    an einem kleinen brett vor den vorderrädern blieb er mit aufheulenden motor stehen um dann schlagartig vorzupreschen ( die visco vom zentraldiff hat gebissen und nimmt kraft von hinten weg... )
    nachdem der drehmomentverteiler innen verschweisst wurde --> und daher sozusagen eine 100 % sperre gegeben war zw. va und ha war die visco vom vordern diff nicht mehr notwendig da sie ja eh zu 100 % gesperrt war.

    prob gelöst.


    hab ich grad noch im net gefunden :

    Permanenter Allradantrieb:
    Das Drehmoment wird bei permanent zugeschalteter Hinterachse und längs liegendem Antrieb durch ein (Sperr-)Differenzial durch die hohle Getriebeabtriebswelle nach vorne übertragen. Die vorher nicht angetriebene Achse wird über eine Kardanwelle mit dem (Sperr-)Differenzial verbunden. Bei permanent zugeschalteter Vorderachse muss man den kompletten Antrieb ausgehend vom Getriebeausgang umgehen. Diese Methode wird auch bei längsliegendem Frontantrieb bei Fahrzeugen mit Vollautomatik angewandt. Bei Front-/Heckantrieb ist Umstellungsaufwand für den Hersteller meist geringer als bei Standardantrieb.

    das bestätigt :

    frontantrieb klar --> heck an das eh vorhandene sperrdiff vorne einfach angeschlossen.

    cya

    dd
    _______________

    alles was du hast - hat irgendwann dich !

  • Zitat von armada

    nach meinem techn. verständnis hat der 155 q4 2 diff.

    sehe ich ja prinzipiell ebenso.

    Wie bereits vorher schonmal eingefügt:

    Zitat

    Das Differential besteht aus einem großen Tellerrad, einem Triebling und Kegelrädern.

    ...und sowas gibt es bei den aufgezählten Alfa Romeo (und vielen anderen) nur zwei Mal.

    In der Beschreibung steht aber auch:

    Zitat

    Differenzial (oder auch Ausgleichsgetriebe) ein Getriebe zwischen den angetriebenen Rädern.

    und die Planetensätze stellen nunmal ein Ausgleichsgetriebe dar.

    Von daher liese es sich nun prima drüber streiten, ob zwei Diffs oder deren drei.

    Das was ich allgemein unter Differenzial verstehe gibt´s eben in den Fahrzeugen keine drei Mal,
    aber wenn man den Begriff Ausgleichsgetriebe als solchen betrachtet, dann sieht´s wieder etwas anders aus.


    ps.: Als wir deinen Drehmomentwandler verschweissten, haben wird dem Planetensatz diese Ausgleichsmöglichkeit genommen.

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