Nachdem hier immer wieder Fragen nach Kosten für eine ordentliche Restauration auftauchen möchte ich Euch ein paar Auskünfte zu meiner Giulia Sprint GT Veloce Bj`66 geben (vorausgeschickt sei, daß ich alles von Alfa-Oldie-Experten werkstattmäßig machen lasse!): ich habe die Giulia im August 2003 um 11.500 Euro in Italien gekauft, als ahnungsloser natürlich als „bella macchina” ... das „bella” traf/trifft auch auf Innenausstattung (traumhafter Originalzustand) und Karosserie zu ... keinerlei Rost, schöner Lack (original schwarz - sehr selten!) ... ansonsten wurde aber alles, wo man nicht reinsehen kann über die Monate kaputt und ersetzt (Kardanwelle, Hauptbremszylinder etc.) Nach einem Pleuel-Lagerschaden habe ich mich gleich zu einer umfangreichen Motor-Sanierung entschlossen die jetzt hinter mir (und meinem Konto) liegt ... über den Winter kommt dann noch Kabelbaum, Buchsen/Lager etc. dran. (O-Ton Werkstatt: „eine der besten Alfa-Karosserien, die wir je gesehen haben...” na wenigstens was!)
Bislang sind 12.000 Euro reingeflossen, d.h. mit Kaufpreis liegt der „Wert” derzeit bei 23.500.-- mit den kommenden Arbeiten wird das noch steigen ... Als „Nichtschrauber” kommt man beim Erwerb ähnlich gewerteter Fahrzeuge auf fast dieselben Kosten ... ein bekannter Restaurator, der auch meinen Jaguar betreut, hat jetzt für einen (der schönsten die ich je gesehen habe) komplett neu aufgebauten TR4 30.000.-- verlangt ... und da sind bitteschön 700 Arbeitsstunden reingeflossen!! (d.h. alleine die Arbeitszeit wäre an die 40.000 Euro wert!)
Fazit: wenn man ein (wirklich) sauberes Auto will muß man a.) selbst gut arbeiten können und die Stunden nicht rechnen oder b.) die Euros rüberwandern lassen
Es grüßt
Dietmar