Reifendruck - Druckverlust

  • Moin zusammen!

    Habe an der Tanke letztens vor ner längeren Fahrt mal wieder den Reifendruck kontrolliert - ca. 3 Monate nach dem letzten Mal. Ich weiß, normalerweise sollte man das öfter tun. Dennoch war ich etwas überrascht, als in allen 4 Reifen statt der befüllten 2,6-2,7 bar nur noch 2,0 bar vorhanden waren. Kann das normal sein? Ich kann mir kaum vorstellen, daß bei allen 4 Reifen die Ventile hinüber sind.
    Bei dem Reifen - mit dem ich im Übrigen sehr zufrieden bin - handelt es sich um einen GT Radial Champiro in der Dimension 215 / 45 ZR 17.

    Grazie e saluti

    Michi

  • Hi, Michi,

    halte ich für normal:

    1. eventuell 1 x warm und 1 x kalt (Reifen)
    2. Unterschiede bei verschiedenen Systemen (hatte neulich mal nach zwei Tagen gegengecheckt, Unterschiede auf allen Reifen von 0,3 bar)
    3. Drei Monate Zeit…

    Gruß, DeeCee

  • 2,6 - 2,7 bar is aber ziemlich viel, oder? Da fährt sich der Reifen doch nur mittig ab.
    Hab das Problem schon bei 2,5bar.
    Aber zurück zum Thema - Hängt auch evtl. von den reifen ab, denn bei meinen Reifen hält sich die Luft länger.

    Ausser vorne links.....da hab ich mir gestern nen nagel eingefangen :-{
    Müssen für nächstes Frühjahr zwar eh neue druff aber die 4 Wochen hätten se noch gehalten.


    Stuhli

  • Dank an Euch beide!

    Zitat von Stuhli

    2,6 - 2,7 bar is aber ziemlich viel, oder? Da fährt sich der Reifen doch nur mittig ab.
    Hab das Problem schon bei 2,5bar.
    Aber zurück zum Thema - Hängt auch evtl. von den reifen ab, denn bei meinen Reifen hält sich die Luft länger.

    Ausser vorne links.....da hab ich mir gestern nen nagel eingefangen :-{
    Müssen für nächstes Frühjahr zwar eh neue druff aber die 4 Wochen hätten se noch gehalten.

    Das hängt von der Dimension ab. Und vor schnelleren AB-Fahrten soll man ja nochmal 0,2 bis 0,3 bar draufgeben. Der Dunlop Tiremanager hatte mir damals für die 215 / 45er 2,7 bar ausgespuckt. Nach dem Studium einiger Reifendruck-Threads kann ich sagen, daß die meisten zwischen 2,5 und 2,7 fahren.

  • Jo....wegen der Autobahn (inkl. 3 Mitfahrerinnen) fuhr ich auch die 2,5bar.
    Trotzdem fahren sie sich mittig ab ?? Hab auch 215/45-17 drauf.

    Mal sehen was die nächsten Reifen machen.
    Werden eh andere sein, da ich noch die Reifen drauf hab die der Erstbesitzer montierte (vorne Pirelli, hinten Bridgestone :-{ )

    Der neue P7 täte mir gefallen den gibts aber nicht in 215 sondern nur in 225/45-17 :(


    Stuhli

  • Bei meinen Dunlop Sportmaxx empfielt Dunlop vorne 2.4, hinten 2.1. Die Michelin vorher habe ich mit mind. 2.5 vorne und 2.3 hinten gefahren, mit dem Resultat, dass sie mittig fast 2mm mehr abgenutzt waren. Ich denke, hier ist manchmal weniger mehr, auch von Fahrverhalten her.

    Saluti amici, Hawi
    _____________________________
    FWD sucks! !mgrins!

  • Jeder Reifen verliert Luft. Wer längere Intervalle ohne Nachfüllen fahren möchte, sollte die Reifen mit Stickstoff füllen lassen, welches weniger leicht diffundiert. Zudem soll eine Stickstofffüllung den Rollwiderstand und damit den Kraftstoffverbrauch verringern.

    Ciao

    Heiner

  • Das musst du mir jetzt aber mal erklären wie die Füllung den Rollwiederstand des Reifens beeinflussen soll :)

    Ansonsten schlisse ich mich DeeCee an ... wenn man unterschiedliche Reifentemperatur (vor 3 Monaten war Hochsommer), unterschiedliche Systeme und die 3 Monate addiert kann das schonmal hinkommen. Zumal es ja gleichmässig auf allen 4 Reifen ist.

    Und: Ich fahre 2.8 bar rundum und würde schon sagen dass sich zumindest meine Vorderreifen mehr in der Mitte abfahren. Ist mir aber auch erst vor ein paar Tagen aufgefallen.
    Ein Bekannter sagt das kommt von schnellen Autobahnfahrten wegen der Fliehkraft. Kann ich mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen. Lege aber etwa 80% meiner km auf der Autobahn zurück und davon eigentlich auch soviel wie möglich mit "Pedal to the Metal", sprich jenseits der 200.

    Wer andern eine Grube gräbt der hat ein Grubengrabgerät!

  • Zitat von HorstWorst

    Das musst du mir jetzt aber mal erklären wie die Füllung den Rollwiederstand des Reifens beeinflussen soll.

    Aber gern. In einer Autosendung im TV wurde vor etwa 2 Monaten die Stickstoffbefüllung vorgestellt. Als Argument dafür wurde angeführt, dass Stickstoff weniger schnell als Sauerstoff durch den Reifen diffundiert. Man hätte so viel länger den richtigen Reifendruck, würde damit den Reifen schonen und Benzin sparen. Daraufhin habe ich mal im Internet gesucht und diesen Beitrag gefunden.

    Oder lies bitte den folgenden Text:

    Zitat

    Die Formel I, Luftfahrt und Gefahrenguttransporte haben die Vorteile von Stickstoff gegenüber normaler, atmosphärischer Druckluft längst erkannt und wenden diese Technik seit geraumer Zeit mit Erfolg an.

    Entscheidende Faktoren sind die wesentlich geringere Erhitzbarkeit/Brennbarkeit von stickstoffgefüllten Reifen. Sowie die sich nicht durch Druckdifferenzen verändernden Abrolleigenschaften.

    Das jedoch bringt weitere, maßgebliche Vorteile auch für „Otto Normalverbraucher“. Dank der frappant geringeren Erwärmung steigt auch die Lebensdauer der Reifen. Zudem ist das Abrollverhalten anders als bei Druckluftfüllungen – man kann es sogar mit dem Gehör wahrnehmen. Der Wagen läuft „leichter“. Der Verfasser hatte anfänglich das Gefühl, anstelle der vorherigen Reifen plötzlich eine Art „Ballönchen“ am Auto zu haben.

    Die ständige Luftdruckkontrolle an Tankstellen und Garagen entfällt bei Stickstofffüllungen. Weil Stickstoffmoleküle wesentlich grösser sind als Sauerstoffmoleküle, verfügen Stickstoffmoleküle über ein viel geringeres Durchdringvermögen (Diffusion), entweichen also molekular weder durch den Reifengummi noch durch Ventile. Folglich erfolgt kein schleichender Druckverlust. Weiters geht Stickstoff im Gegensatz zu Sauerstoff keine Verbindung mit Alu, Stahl und Öldampfrückständen ein, wodurch auch die zerstörerische Patina und Korrosion auf Felgen und in den Ventilen vermieden wird. Als Folge der geringeren Erhitzbarkeit durch Reibung an Laufflächen und Walkung der Reifenflanken steigt die Reifen-Lebensdauer enorm. Lastwagenreifen zeigen eine bis zu dreissig Prozent höhere Lebensdauer mit Stickstoff – und das geht ins Portemonnaie.

    Insider pumpen die Reifen ihrer Autos und Motorräder längst mit Stickstoff auf, gaben den Geheimtipp bislang jedoch nur hinter vorgehaltener Hand weiter.

    Leider habe ich keine eigenen Erfahrungen, da mir die Sache die geforderten 19 Euro nicht Wert war.

    Ciao

    Heiner

  • Event. auch mal einen Blick auf die Ventilkappen werfen. Ich benutze "stabilere" Metallkappen (gibt's meist umsonst beim Reifenhändler). Diese verfügen über einen zusätzlichen Innendichtungsring und halten nach meiner Erfahrung länger den eingestellten Reifendruck.

  • Zitat von Peter

    Event. auch mal einen Blick auf die Ventilkappen werfen. Ich benutze "stabilere" Metallkappen (gibt's meist umsonst beim Reifenhändler). Diese verfügen über einen zusätzlichen Innendichtungsring und halten nach meiner Erfahrung länger den eingestellten Reifendruck.

    :-]

    und diese Metallkappen schauen auch noch wesentlich besser aus als die
    Plastikkappen.
    Vor allem auch, wenn der Reifenhändler aus alter Gewohnheit bei einer
    Stickstoff-Befüllung grüne Plastikkappen draufmacht.....

  • Zitat von Rabauke

    Aber gern. In einer Autosendung im TV wurde vor etwa 2 Monaten die Stickstoffbefüllung vorgestellt. Als Argument dafür wurde angeführt, dass Stickstoff weniger schnell als Sauerstoff durch den Reifen diffundiert. Man hätte so viel länger den richtigen Reifendruck, würde damit den Reifen schonen und Benzin sparen. Daraufhin habe ich mal im Internet gesucht und diesen Beitrag gefunden.

    Oder lies bitte den folgenden Text: [...]

    Leider habe ich keine eigenen Erfahrungen, da mir die Sache die geforderten 19 Euro nicht Wert war.

    Moin,
    ich muss mich da mal wieder einmischen.
    Wie in dem Link schon beschrieben war, besteht normale Luft schon zu 80 % aus Stickstoff. Ok, bleibt noch ein Anteil von rund 20 %, der den Unterschied ausmacht. Wenn es jetzt aber so ist, dass die Stickstoff-Moleküle aufgrund ihrer Größe deutlich schlechter durch den Reifen diffundieren, die Sauerstoff-Moleküle jedoch schneller (andere Gase lassen wir jetzt mal aufgrund des geringen Anteils außer Acht), dann ist es doch so, dass im Idealfall beim nächsten Nachfüllen an der Tanke nur noch Stickstoff im Reifen ist, weil der Sauerstoff ja schon wieder vom Nachbarn veratmet wurde. So, jetzt fülle ich an der Tanke wieder nach: Zu den übrig gebliebenen 80% Stickstoff fülle ich jetzt 20 % meiner Umgebungsluft, die wiederum zu 80 % aus Stickstoff besteht, hier also rund 16 % ausmacht, zu. Insgesamt bin ich nun bei 96 % Stickstoffanteil. Das lässt sich jetzt noch ein paar Male wiederholen und ich nähere mich rasant den 100% Stickstoff - und das zum Nulltarif )-)
    Klar, die Rechnung ist idealisiert, dennoch lässt sich eine deutliche Tendenz ausmachen, oder sehe ich das falsch? ;)
    Grüße
    Titus

  • Zitat von Fossi


    wenn der Reifenhändler aus alter Gewohnheit bei einer
    Stickstoff-Befüllung grüne Plastikkappen draufmacht.....

    So isses halt häufig mit den "Grünen": versprechen viel und halten wenig *g*

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