Ich bin dabei meinen 1969 1750 GTV zu restaurieren und bin schon an dem Punkt vorbei wo man sich Fragen stellt ob es sich nicht doch lohnt ein anderes Auto zu kaufen. Dachte ich. Jetzt ist das gute stück zurück von Trockeneisstahlung und das Patchwork-Schweißerei früherer Besitzer ist bloßgelegt. Das die Schweller schon „repariert“ war, war mir schon klar (keine Sicken). Sonstige Schweißarbeiten waren OK aber optisch unschön gemacht. Was mich stört sind folgende zwei Entdeckungen:
(1) Die Türspalten sind großer an der Fahrerseite als auf der Beifahrerseite. Beim nachmessen stellt sich heraus das die Türöffnungen einen Unterschied von ganze 4mm haben. Wie kann das sein? Ist möglicherweise etwas bei dem vorigen Schwellerreperatur falsch gemacht worden (keine Absteifung der Karosserie)? Oder handelt es sich vielleicht um einen Unfallfahrzeug? (Ich glaube nicht – die Bodenbleche sehen alle Original aus). Kann man damit etwas machen? Gab es original so große Unterschiede?
(2) Das zweite Sorgenkind ist der Motorträger/Querlenker. Hier ist das rechte Aufnahmeblech verrostet und das linke schon (ohne Rep.blech) geschweißt worden. Als Reparaturen an diesem Teil die Achsgeometrie beeinflusst fürchte ich dass dies eine sehr schwierige Aufgabe ist – besonders ohne Richtbank.
Das Auto hat sonst eine Einwandfreie Technik und eine neue Innenausstattung (original 1. Serie mit Zagato Sitze). Der Motor ist wegen der vorstehenden Schweißarbeiten ausgebaut und wird deshalb auch überholt. Es hat zwar schon 2. Übermaß auf den Pleuellagern und 1. Übermaß auf dem Hauptlagern, aber ist sonst gut im Schuss und lief prima vor dem Ausbau.
Meine Befürchtungen ist aber dass nur die Schweißarbeiten den Marktwert des Autos überschreiten werden. Auf der andere Seite weiss ich jetzt was ich habe und nicht was ich bei einen neukauf kriege. Die "ungeschweißte" Exemplare die man am Markt sieht, finde ich alle nicht sehr viel mehr überzeugend.
Für tips und moralische unterstützung wäre ich ewig dankbar.
Verzweifelte Grüße
Frode Shelby