147 Startprobleme - Batterie/LiMa?

  • Hallo Forum!

    Nach zwei Jahren meld ich mich auch endlich mal wieder ;)

    "Mein" 147: 3,5 Jahre alt - 70TKM

    Folgendes Problem: Gestern abend lief meine Bella noch ohne Probleme, heute morgen ging nix mehr.... :(
    D.h: Anlasser dreht nicht, keine Beleuchtung innen oder aussen - das Display kam nach 20 sec. Zündung an mit 00:00 Uhr ...
    Aha - dachte ich mir... Batterie leer ... also Starthilfekabel raus - rumms und sofort an...

    Super - also schön auf die Autobahn und 40 km gefahren zum Batterie aufladen.
    Während der Fahrt machte ich das Licht an (weil Regen) und plötzlich spielt die Anzeige verrückt und der Motor bockt - also Licht wieder aus und alles ist wieder OK.

    Nach 40 km den Motor aus und das selbe Problem - nix geht ...

    Kann ich davon ausgehen, das "nur" die Batterie nen Schaden hat oder sollte ich mir die Kohle für ne neue Batterie sparen und gleich zur Werkstatt eiern weil Lichtmaschine oder Regler hops?

    Ich hab leider keine Geräte zum Strom messen hier :(

    BTW: habs mit der Suche versucht, aber kein Thread gefunden, der wirklich passt ... wenns doch einen gibt: schande über mein haupt und her mit dem Link ;)

    1000 Dank,

    sVEN

  • Zitat von SvenListing

    Kann ich davon ausgehen, das "nur" die Batterie nen Schaden hat

    evtl hast du z.B. die Heckklappe nicht richtig verschlossen gehabt, so dass dort die Funzel brannte; oder was ähnliches.
    Eine angeknackste Batterie kann sich dadurch schon entleeren...und eine Totalentleerung bedeutet dann ihren finalen Abgang (nimmt somit keinen Strom mehr auf).

    Würde die Lichtmaschine keinen Strom bringen, wäre der Motor (bei Totalentleerung) nach Starthilfe nicht wirklich gelaufen...und die Kontrolllampe leuchten.

    Hätte die Lichtmaschine sowas wie einen schleichenden Plattfuss, hätte es sich nicht so schlagartig bemerkbar gemacht.

  • Zitat von pedi

    evtl hast du z.B. die Heckklappe nicht richtig verschlossen gehabt, so dass dort die Funzel brannte; oder was ähnliches.
    Eine angeknackste Batterie kann sich dadurch schon entleeren...und eine Totalentleerung bedeutet dann ihren finalen Abgang (nimmt somit keinen Strom mehr auf).

    Würde die Lichtmaschine keinen Strom bringen, wäre der Motor (bei Totalentleerung) nach Starthilfe nicht wirklich gelaufen...und die Kontrolllampe leuchten.

    Hätte die Lichtmaschine sowas wie einen schleichenden Plattfuss, hätte es sich nicht so schlagartig bemerkbar gemacht.

    An sich würde mich das ja freuen, weil das die "günstigste" variante ist - hätte ich aber da nicht ohne Probleme das Ablendlicht während der Fahrt anmachen können?

  • Zitat von SvenListing

    hätte ich aber da nicht ohne Probleme das Ablendlicht während der Fahrt anmachen können?

    bin etwas überfragt...

    Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, in welchen Variationen sich die (evtl) kollabierte Batterie bemerkbar machen kann.

    Wie geschrieben: du hättest dann aber wahrscheinlich einen Verbraucher an haben müssen.
    Türbeleuchtung schaltet bei unseren Modellen (kein 147) nach zwei Minuten ab.
    Kofferraumbeleuchtung und Lesefunzeln hingegen nicht...die blieben an bis zum jüngsten Tage.

    Ansonsten gäbe es nurnoch selbst eingebaute Verbraucher, wie z.B. Verstärker;
    zumindest fällt mir nix weiteres ein.

    Ich will Lima nicht 100Pro ausschliessen, halte es aber eher für unwahrscheinlich...aus der Ferne.

  • Alle Beleuchtungselemente im 147 schalten sich nach einiger Zeit ab.

    Wie nutzt du dein Auto? Viele Kurzstrecken?

    Die Batterie ist dann sicherlich hinüber, hast du dann in der Batterie noch einen Zellenschluss (möglicherweise durch die Starthilfe verursacht) kann die elektrische Anlage zusammenbrechen, und zwar dann wenn Spannungsspitzen auftreten (einschalten der Beleuchtung), die im Normalfall durch die Batterie ausgeglichen werden.

    Eine kalte Glühbirne kann beim Einschalten das zehnfache(!) ihrer Nennleistung brauchen. Ein Bleiakku bügelt das aus (da hochstromfähig), der Generator kann das nicht.

    Nicht umsonst gibt es Überlegungen der Industrie, das Bordnetz auf 48V hochzusetzen. Bei höherer Spannung fließt bei gleicher Leistung weniger Strom, Spannungsspitzen werden so minimiert.

    Gruß,
    JTD

  • Nabend..

    Würde auch auf einen zusammenbruch der Batterie tippen. Nach 3 Jahren keine Seltenheit.
    Die Bleizellen "lösen" sich wohl nach geraumer Zeit (vorallem bei Kurzstrecken und vielen Verbrauchern) auf, und verursachen einen "Kurzschluß".
    Hast kein Auto mit einer intakten Batterie zur Hand?? Einen Test wäre es wert.

    grüße,
    rosso 147er

    ... bei dem die Batterie sicherlich auch bald aussteigt, da die Onlaage bei Vollast 65 Amp zieht 8-( ...

    ________________________
    Gerade weil wir alle in einem Boot sitzen, sollten wir froh sein, daß wir nicht alle auf einer Seite stehen...

  • Zitat von Roter_147er

    ... bei dem die Batterie sicherlich auch bald aussteigt, da die Onlaage bei Vollast 65 Amp zieht 8-( ...

    Maximal ne Stunde :D im Stand, dann wäre die Batterie im Sack - aber nur entladen, nicht kaputt!

    Kaputt geht sie durch ständiges Teilladen und kurze Stromspitzen -> Kurzstrecke


    BTW: 65A? Was ist das für ne Anlage? :+)

    Gruß,
    JTD

  • erstmal danke für die vielen antworten!

    Da ichs "nur" 5 km zur Arbeit habe kann ich mich wohl als "kurzstreckenfahrer" outen ;)
    wobei durchs paintball und freundin schon 3-4 "größere" strecken pro Woche drin sind ...
    wieviel wäre für ne neue Batterie ok? hab nen ATU in der nähe und würde da morgen mal aufschlagen ...

  • Zitat

    Maximal ne Stunde im Stand, dann wäre die Batterie im Sack - aber nur entladen, nicht kaputt!


    Ne Stunde?? Würde mal eher auf ne halbe tippen. Probiert habe ich es noch nicht, und werde es auch nicht tun... :-]

    Zitat

    und kurze Stromspitzen


    Eben solche Spitzen die durch eine Anlage enstehen. Diese habe ich allerdings durch einen 1F Kond gekillt...

    Zitat

    BTW: 65A? Was ist das für ne Anlage?


    Eigentlich nix besonderes. Nur ne "kleine" Next Q22 mit 450W Sinus. Sind aber nicht grad die effizientesten Endstufen, hab ich mir inzwischen sagen lassen. Das meiste wird wohl in Wärme umgewandelt. !thatsit! Ausbau ist übrigens in meiner Galerie zu sehen, ebenso auf meiner HP.

    BTW: In meinem Trabi hatte ich zwei solche Geräte. Gemessene Spitzen bis zu 100 Amp bei Vollast, und das trotz 2 Kond. !gruebel!

    grüße,
    rosso 147er

    ...der bald auf ne Gel-Optima umsteigen wird...

    ________________________
    Gerade weil wir alle in einem Boot sitzen, sollten wir froh sein, daß wir nicht alle auf einer Seite stehen...

  • Zitat von JTD

    dann wäre die Batterie im Sack - aber nur entladen, nicht kaputt!

    ERROR, so hat´s bei mir schon mehrere Batterien gehimmelt...durch Totalentladung!

    z.B.: Kiddies haben frühere (als absolute Kleinkinder) im Fond immer mit den Leselampen in der B-Säule (Lancia Thema) gespielt. Da sind mir mehrere Batterien abgenippelt...auch neue.

    Ebenso duch Kofferraumbeleuchtung, wenn die Heckklappe nicht verriegelt war.

  • Zitat von pedi

    ERROR


    Du hörst dich manchmal an wie ein PC aus den Achtzigern...


    Einige der heutigen Bleiakkus im KFZ haben Gel-Technologie, sie sind Tiefentladesicher und extrem zyklenfest. Auch wenn so ein Ding mal komplett leer ist, kann man es wieder komplett aufladen.

    Kaputt kann ein solcher Gelakku nur durch Spitzen in der Ladespannung gehen (etwa durch den Fremdstartversuch).

    Kurzstreckengeplagte Batterien (unabhängig ob Gel oder Säure) nimmt man lieber von Zeit zu Zeit mal heraus, um Sie an einem entsprechenden Bleiakkulader mit regelbarem Ladestrom am besten über Nacht aufzuladen. (Faustformel: Ladestrom = 1/10 der Nennkapazität). So bleiben sie länger frisch :-]

    Noch ein Wort zu den Monsterelkos: So ein Ding stützt zwar die Bordspannung, nimmt sich aber beim Aufladevorgang (der nur wenige Sekunden dauert) einen hohen Strom heraus. Auch nicht gerade entspannend für die Batterie ;)

    Gruß,
    JTD

  • Hallo zusammen,

    tja, da gibt es wohl doch einen Leidensgenossen :)

    Mir hats diese Woche auch die Batterie verspult, nach 2 1/2 Jahren und knapp 60.000km. Zumal ich keine Kurzstrecken fahre und auch keine fette Anlage drin hab (das Bose-System zählt nicht!!).
    Und genau so eine Spannungsspitze hatte ich auch! Ich hab erstmal Starthilfe bekommen und bin losgefahren (mit Licht). Als ich dann nach ein Paar Kilometern die Nebelschlussleuchte betätigt hab, hats mir alles zerschossen. Der ist mir mitten auf der Bundesstraße nachts komplett ausgegangen...konnt mich gerade noch in eine Ausfahrt retten.

    Jetzt ist ne neue Batterie drin. Anscheinend ist zum Glück nix an der Elektrik oder LiMa...Wundert mich ehrlich gesagt, das nach 2 1/2 Jahren die Batterie flöten geht.

    Ciao
    Luca

  • Hi,

    Bei mir war es gestern morgen soweit.

    In den 147 rein, Schlüssel gedreht und nur noch ein klägliches Husten

    Die Innenraumbeleuchtung funzte aber alles normal. Auch Licht ging. Reichte wohl nicht mehr ganz zum starten.

    Nachdem ich mir selbst mit dem 307 meiner Mutter Starthilfe gegeben hatte lief er aber wieder. Komisch. Auf jedenfall blieb die Tankuhr irgendwie hängen. War auf Reserve, obwohl der Tank noch mehr als halb voll war. Zeigt heute aber wieder richtig an.

    Heckklappe war richtig zu und die Leselampen waren aus!

    Phil

    Phil

  • Hallo,

    da hänge ich mich doch gleich mal an die Liste mit dran. Nach etwa 2 1/2 Jahren und knapp 70.000 km hat es mir auch die Batterie zerlegt. Völlig unerwartet, von einem Tag auf den anderen. Verhalten war genau wie eingangs beschrieben.
    Da war ich doch glatt mal froh, im ADAC zu sein. Die waren dann gleich zweimal da. Erst für die Starthilfe und später noch mal am Arbeitsplatz, um mir eine neue Batterie vorbeizubringen, einzubauen und die alte mitzunehmen. Der Preis für die neue Batterie war aus meiner Sicht auch ok. Dieser Vollservice hat mich an dem Tag so gefreut, das soll doch auch mal lobend erwähnt werden.

    Viele Grüße,
    Heike

  • Zitat von JTD


    Nicht umsonst gibt es Überlegungen der Industrie, das Bordnetz auf 48V hochzusetzen. Bei höherer Spannung fließt bei gleicher Leistung weniger Strom, Spannungsspitzen werden so minimiert.

    Das hat ein paar ganz andere Gründe:
    - da die Ströme kleiner sind (bei gleicher Leistung) können dünnere Kabel verwendet werden. Das spart Kupfer und Gewicht. Zudem sind die 'Verluste' auf der Leitung geringer (darum haben Überlandleitungen 100t Volt und nicht nur 230).
    - die ganze Elektronik wird durch die höhere Spannung unempfindlicher gegen externe Störungen. Eine 10V Spitze hat in einem 12V Bordnetz ganz andere Auswirkungen als in einem 48V Bordnetz

    Das liegt aber meines Wissens wegen der massiven Probleme gerade wieder auf Eis:
    - Keine Akkus vorhanden; neue müssen entwickelt werde
    - keine Lichtmaschinen, Regler usw. vorhanden
    - keine Birnen am Markt verfügbar
    - die elektronischen Bauteile sind für 12V ausgelegt; im 48V Netz musst die Spannung in jedem Steuergerät wieder angepasst werden, was die Störfestigkeit wieder zunichte macht.

    Hmm, ist schon fast off-topic.
    Wenn wir zu diesem Thema weiter diskutieren wollen sollten wir nen neuen Treat aufmachen... denke ich.

    cu Jürgen

    Mit seinem Alfa im Langzeittest

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