Alfa 33 1,7 Boxer vs. Aral Ultimate

  • Hallo Forum!

    Hatte ja vor kurzem die Frage gestellt warum mein 33er SW 1,7IE mir ständig an der Ampel ausgeht. Weiterhin fiel im Verlauf der letzten Woche noch auf das er ziemlich "unrund" lief. Teilweise sogar kurzer Leistungsverlust beim beschleunigen.

    Erst einmal vielen Dank für die gutgemeinten Ratschläge.

    Nichtsdestotrotz hat sich das Thema mehr oder weniger allein erledigt.

    Auf anraten eine Tankwarts / Promotionbeauftragten bei meiner Aral wollte ich meiner Grazie mal was gutes tun. Also bekam sie diesesmal Aral Ultimate.

    Nun war der Tank mal wieder leer und sie bekam wieder Super.

    Das ganze war ein Unterschied wie Tag und Nacht!!!

    Mit Super (ROZ95) läuft der Wagen deutlich ruhiger, zieht besser und das beste....er geht nicht mehr aus, ausserdem ist´s auch noch billiger!

    Wie kommt´s das der Wagen mit dem "guten" Ultimate so mies läuft????

    Nur interessehalber. Werd´s der kleinen nicht mehr antun, und meinem Geldbeutel auch nicht.

    Viele Grüße
    Björn

  • Nehme mal an, die Zuendung nicht mehr passt hinsichtlich Zuendzeitpunkt wegen hoeherer Oktanzahl. Super ist reiner und somit mit mehr Kraft bei der Entzuendung als Normalbenzin, daher wird vermutlich der gleiche Unterschied zwischen Ultimate und Super sein. Und dann wird aber das Steuergeraet mit dem Nachregeln vermutlich nicht fertig, sofern es ueberhaupt in diesem Masse regeln kann, da ja keine Zuendzeitpunktverstellung beim 33er drin ist, sondern regelt nur das Gemisch Sprit-Luft versuchsweise. Bei neueren Autos, die ein Steuergeraet fuer die Einspritzung haben bringt das gar nichts; bei aktuellen Modellen mit automatischen Regler fuer Zuendzeitpunkt waere es evtl. ein Versuch wert.

    !achtung!
    Egal ob Shell V-Power oder Aral Ultimate: Zu dem Sprit rate ich nur dem, der sein Oldie mit Vergaser(n) betankt, der eigentlich auf Super verbleit ausgelegt ist, die 99Oktan und mehr hatten. Laeuft ruhiger und Gefahr des "Nachdieselns" beim Ausschalten wird geringer. Setzt natuerlich wiederum voraus, dass nicht schon jemand den Zuendzeitpunkt auf frueher gestellt hat passend f. Super blfr. 95OZ oder Benzin 91OZ, wenn doch, dann wieder auf Werkseinstellung zurueck.
    !achtung!

  • Hi,

    Zitat von AR+MMC-Driver

    Nehme mal an, die Zuendung nicht mehr passt hinsichtlich Zuendzeitpunkt wegen hoeherer Oktanzahl. Super ist reiner und somit mit mehr Kraft bei der Entzuendung als Normalbenzin, daher wird vermutlich der gleiche Unterschied zwischen Ultimate und Super sein. Und dann wird aber das Steuergeraet mit dem Nachregeln vermutlich nicht fertig, sofern es ueberhaupt in diesem Masse regeln kann, da ja keine Zuendzeitpunktverstellung beim 33er drin ist, sondern regelt nur das Gemisch Sprit-Luft versuchsweise. Bei neueren Autos, die ein Steuergeraet fuer die Einspritzung haben bringt das gar nichts; bei aktuellen Modellen mit automatischen Regler fuer Zuendzeitpunkt waere es evtl. ein Versuch wert.
    ...


    Interessante Theorien, nur würde mich mal interessieren, wie der Boxer "merken" soll, wieviel Oktan der Sprit hat, den er bekommt.
    Hätte er einen Klopfsensor, dann könnte die Steuerung wenigstens beim Tanken von 91 Oktan am Klopfen feststellen, daß die Zündkennlinie nachgeregelt werden muss.
    Bei höheren Oktanzahlen als den vorgesehenen 95 Oktan ist aber kein "Negativklopfen" oder sonstwas festzustellen, so daß sich an der Zündung gar nichts ändern kann, selbst wenn er einen Klopfsensor hätte.

    Ich gehe davon aus, daß in diesem geschilderten Fall irgendwo Dreck oder sonstwas für einen temporären schlechten Motorlauf gesorgt hat. Sowas soll schon mal bei 10 Jahre alten Autos vorkommen.
    Da gleich verallgemeinernd den hochoktanigen Sprit zu verteufeln, halte ich für gewagt.
    Ich würde allerdings den teuren Sprit auch nicht tanken, weil er gar nichts bringen kann, wenn ein Motor nicht darauf ausgelegt ist. Selbst dann wäre eine Leistungssteigerung marginal.
    Aber schaden kann er außer dem Geldbeutel auch nicht ;) ...


    Grütze
    von
    Thomi

  • Zitat von 33-146

    ...
    Interessante Theorien, nur würde mich mal interessieren, wie der Boxer "merken" soll, wieviel Oktan der Sprit hat, den er bekommt.
    Hätte er einen Klopfsensor, dann könnte die Steuerung wenigstens beim Tanken von 91 Oktan am Klopfen feststellen, daß die Zündkennlinie nachgeregelt werden muss.
    Bei höheren Oktanzahlen als den vorgesehenen 95 Oktan ist aber kein "Negativklopfen" oder sonstwas festzustellen, so daß sich an der Zündung gar nichts ändern kann, selbst wenn er einen Klopfsensor hätte.
    ...


    Aha ... da ich mich explizit mit Details beim 33er noch nicht so sehr auskenne, "nehme ich mals an..." bin ich mals von Erfahrungswerten bei meinen bisherigen Mitsubishi Reihen-4-Zylindern ausgegangen. Auch im Forum fuer Mitsubishi tauchte dieses Thema auf, letztendlich war auch keiner der anderen mit Autos mit Einspritzer ueberzeugt, dass man dadurch einen Vorteil hat.

    DANKE f. Berichtigung was Klopfsensor beim 33er betrifft. :D

    Dennoch koennte ich mir vorstellen, dass je nach Sprit durch den dann evtl. "falschen" Zuendzeitpunkt die Verbrennung nicht hundertprozentig sauber ist und dann dementsprechend von zu fetten Gemischen ausgegangen wird und daher magerer geregelt wird.

    So aehnlich wie bei Nebenluft im Auspuff, der das Gemisch magerer erscheinen laesst bei der Messung als sie bei der Verbrennung tatsaechlich ist.

  • Den Aral Ultimate kenne ich nicht, ich weiß nur, daß z.B. der Shell V-power reinigende Zusätze enthält. Diese Zusätze können eventuell Verschmutzungen in der Einsprtzanlage ablösen, die dann woanders zu temporären Verstopfungen führen. Das könnte die Ursache für die Probleme nach dem Tanken mit Aral Ultimate sein, oder es war eben Wasser oder sonstiger Schmutz im Benzin.

  • Hi,

    Zitat von AR+MMC-Driver


    ...
    Dennoch koennte ich mir vorstellen, dass je nach Sprit durch den dann evtl. "falschen" Zuendzeitpunkt die Verbrennung nicht hundertprozentig sauber ist und dann dementsprechend von zu fetten Gemischen ausgegangen wird und daher magerer geregelt wird.
    ...


    Der Zündzeitpunkt ist für 100 Oktan nicht "falsch", wenn er für einen auf 95 Oktan ausgelegten Motor zündet.
    Man nimmt nur bei mit Klopfsensor ausgerüsteten Motoren den Zündzeitpunkt etwas zurück, wenn der signalisiert, daß der Motor wegen 91 Oktan klopft.
    Auch mit 95 Oktan und diesem zurückgenommenen Zündzeitpunkt würde der Motor genau so laufen wie mit 91 Oktan.
    Zwischen 95 und 100 Oktan würde sich auch nichts ändern bei der Einstellung für 95 Oktan.
    Das hier ursprünglich gepostete Verhalten kann unmöglich auf eine Zündzeitpunktverstellung (bei 33er Boxer eh nicht vorhanden, da ohne Klopfsensor) in diesem geringen Maße (max. 5° insgesamt)zurückgeführt werden.
    Ich habe schon Motoren gesehen, die kaum auffällig schlechter liefen, obwohl die Zündung 20° nach OT (gut 30° insgesamt) verstellt war.


    Grütze
    von
    Thomi


  • Irrtum! Habe 4 Youngtimer anderer Marke, die keinen Klopfsensor haben und mit Vergaser arbeiten. Motor ist ab Werk ausgelegt fuer Super verbleit, habe Zuendzeitpunkt in einer Fachwerkstatt mit Motorsporterfahrung einstellen lassen auf Super Plus. Selbst mit Super blfr., was lediglich 3 Oktan weniger hat als das SP, macht sich das bemerkbar. Genauso wie sich Kraftstoff schlechterer Qualitaet auswirkt. Wenn ich bspw. Super von der DEA tanke, dann kann ich bei Aral auch gleich Benzin mit einem Schuss Diesel tanken, wuerde dann auch nicht mehr ruckeln oder teuerer sein. Wenn man dann auf Benzin runter geht, dann muesste man nochmals Zuendzeitpunkt aendern und sogar u.U. auf andere Kopfdichtungen gehen. Allerdings muss ich eingestehen, dass ich mich mit Boxer-Motoren nicht auskenne. Grundsaetzlich sind das ja aber auch "nur" 4-Takt Benziner.

  • Hi,

    Zitat von AR+MMC-Driver

    Irrtum! Habe 4 Youngtimer anderer Marke, die keinen Klopfsensor haben und mit Vergaser arbeiten. Motor ist ab Werk ausgelegt fuer Super verbleit, habe Zuendzeitpunkt in einer Fachwerkstatt mit Motorsporterfahrung einstellen lassen auf Super Plus. Selbst mit Super blfr., was lediglich 3 Oktan weniger hat als das SP, macht sich das bemerkbar. Genauso wie sich Kraftstoff schlechterer Qualitaet auswirkt. Wenn ich bspw. Super von der DEA tanke, dann kann ich bei Aral auch gleich Benzin mit einem Schuss Diesel tanken, wuerde dann auch nicht mehr ruckeln oder teuerer sein. Wenn man dann auf Benzin runter geht, dann muesste man nochmals Zuendzeitpunkt aendern und sogar u.U. auf andere Kopfdichtungen gehen. Allerdings muss ich eingestehen, dass ich mich mit Boxer-Motoren nicht auskenne. Grundsaetzlich sind das ja aber auch "nur" 4-Takt Benziner.


    Äh?!?

    Mann - dann brauche ich ja nur meinen Modellbausprit mit 115 Oktan und 15% Nitromethanzusatz einzufüllen und die Zündung auf 50° vot OT zu stellen :D ...
    Dann hätte ich bestimmt 50PS mehr...

    Nee - so einfach ist das Ganze nun auch wieder nicht.
    Der Zündzeitpunkt ist nur ein Parameter von zig anderen, die man ändern muss, um einen Motor optimal an Sprit anzupassen.
    Durch den veränderten Zündzeitpunkt alleine kann man nicht mehr Leistung herausholen.

    Du schreibst übrigens über einen ganz anderen Fall eines Motors für verbleites Benzin (98 Oktan), der an Super Plus (98 Oktan) "angepasst" wurde.
    Also zündungsmäßig braucht man da gar nichts zu machen, sondern nur sicherzustellen, daß gehärtete Ventilsitze drin sind.
    Was Deine "motorsporterfahrene" Werkstatt dafür an der Zündung gemacht hat, würde mich interessieren.
    Will man dagegen mit Eurosuper (95 Oktan) fahren, muss man wirklich was an der Zündung in Richtung "spät" machen - zu den Ventilsitzen natürlich...
    ... oder "Bleizusatz" zuschütten wegen der Ventilsitze...

    Mit Boxer hat das übrigens gar nichts zu tun...

    Grütze
    von
    Thomi

  • Es geht nicht um Leistungssteigerung, sondern nur, dass der Motor ruhig ohne Ruckeln laeuft bzw. ohne Nachlaufen abschaltbar ist.

    Die Werkstatt hat lediglich den Zuendzeitpunkt geringfuegig verstellt. Die japanischen Autos sind bereits ab Modelle 70er Jahre ohne Probleme mit bleifrei fahrbar, da die wegen US-Markt schon so ausgelegt waren. Bleizusatz bei diesen auch unnoetig.

    Der Bleizusatz bringt aber hinsichtlich Zuendzeitpunkt nun ueberhaupt nichts, es geht ja nur darum, dass die Ventile nicht fruehzeitig verschliessen sind.

    Mit Boxer meinte ich nur, dass ja je nach Motor der eine mal mehr, der andere mal weniger empfindlich ist, oder auch mal Sensoren dran sind oder auch nicht. Ich bin halt bei Mitsubishi viel fiter als bei Alfa, das war das was ich mit den Boxer-Motoren sagen wollte.

  • Hallo,

    muß mich jetzt doch auch mal in die Diskussion einmischen !blabla!

    Wie Thomi schon sagt, darf ein 100 Oktan-Kraftstoff (egal welcher Marke) am Motorlauf nichts verändern, da die Oktanzahl lediglich die Klopffestigkeit des Kraftstoffs beschreibt. Bei Motoren, bei denen die Zündung noch manuell eingestellt werden kann (mechanischer Verteiler) kann man unter Umständen tatsächlich etwas mehr Leistung herausholen, wenn man die Zündung in Richtung früh verstellt... (muß aber nicht sein!!!).

    Wenn ich jedoch ein modernes Fahrzeug habe, das auf 95 Oktan ausgelegt ist, bringt es im allgemeinen nichts, ob ich jetzt 98 Oktan oder 100 Oktan fahre... schon gar nicht kann es sein, daß der Motor anschließend schlechter läuft ??? der merkt das nämlich gar nicht #-)

    Ich tippe auch eher auf die von "Imola" aufgestellte Theorie, daß durch die Zusätze des Ultimate sich irgendwelche Schmutzpartikel gelöst haben und den unsauberen Lauf verursacht haben...

    @ alfa33_newbie:
    Hast Du jetzt mal den Ansaugschlauch abgezogen und alles gereinigt, wie ich es Dir in Deinem anderen Thread vorgeschlagen habe? Das dürfte nämlich nach wie vor zu 99% die Ursache gewesen sein... !gruebel!

    Grüße
    Michael

    ______________________________________

    Alfa Romeo -- Geschmack macht einsam

  • Hi,

    Zitat von AR+MMC-Driver

    Es geht nicht um Leistungssteigerung, sondern nur, dass der Motor ruhig ohne Ruckeln laeuft bzw. ohne Nachlaufen abschaltbar ist.

    Die Werkstatt hat lediglich den Zuendzeitpunkt geringfuegig verstellt. Die japanischen Autos sind bereits ab Modelle 70er Jahre ohne Probleme mit bleifrei fahrbar, da die wegen US-Markt schon so ausgelegt waren. Bleizusatz bei diesen auch unnoetig.

    Der Bleizusatz bringt aber hinsichtlich Zuendzeitpunkt nun ueberhaupt nichts, es geht ja nur darum, dass die Ventile nicht fruehzeitig verschliessen sind.

    Mit Boxer meinte ich nur, dass ja je nach Motor der eine mal mehr, der andere mal weniger empfindlich ist, oder auch mal Sensoren dran sind oder auch nicht. Ich bin halt bei Mitsubishi viel fiter als bei Alfa, das war das was ich mit den Boxer-Motoren sagen wollte.


    Jetzt wirfst Du aber einiges durcheinander, denn ich habe erstmal ausdrücklich geschrieben, daß Bleiersatz wegen der Ventilsitze eingesetzt werden muß. Von Zündzeitpunkteinstellung durch Bleizusatz habe ich nix (aber auch gar nix!) geschrieben.

    Das Beispiel mit den japanischen Motoren hat nichts mit dem Beispiel, das Du oben zeigtest, zu tun.
    Japanische Motoren sind deswegen "bleifreifest", weil sie in 10-facher Menge in USA mit KAT schon seit den 70er Jahren verkauft werden/wurden. Da hatte der für den KAT nötige bleifreie Sprit schon ewig 95 Oktan. Die Ventilsitze waren da gehärtet und wurden so auch auf dem europäischen Markt mit seinem damals üblichen verbleiten Sprit ausgeliefert.
    Du hast als Beispiel aber ein europäisches Auto, das verbleiten Sprit mit 98 Oktan brauchte, gebracht, das auf Super Plus mit 98 Oktan umgestellt werden sollte. Was soll man da an der Zündung umstellen? Die Oktanzahlen sind identisch (98 Oktan=98 Oktan).
    Wenn dieser Motor mit bleifreiem Euro Super (95 Oktan) gefahren werden soll, dann muss die Zündung weiter auf "spät" gestellt werden, damit er nicht klopft.
    Einen Klopfsensor wird er eh nicht haben, da das zu Zeiten von Vergasermotoren nicht üblich war. Wenn er dann noch gehärtete Ventilsitze hat, dann könnte es funktionieren, ohne Bleiersatz zu fahren.
    Bei Hochleistungsmotoren mit sehr hoher Verdichtung würde ich aber dennoch zu Super Plus mit 98 Oktan raten.

    Mit höherwertigem Sprit zu fahren kann nie schaden und man muss darauf nichts abstimmen, um ruckfrei zu fahren, so wie es Michael es auch schon schrieb.


    Grütze
    von
    Thomi

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!