Ist er warm, springt er schlecht an

  • Moin !

    Ich hab folgendes Problem mit meiner 1300´er Kantenhaube.

    Ist der Motor warm, springt er total schlecht an. Beim kalten Motor gibt es überhaupt keine Probleme, dann kommt er "auf den Schlag"

    Folgendes habe ich bereits überprüft und/oder eingestellt bzw. erneuert:

    Steuerzeiten i.o

    Schließwinkel und Zündzeitpunkt i.o

    Kerzen (Lodge 2HL), Kontakte, Verteilerfinger und Kappe (Bosch) erneuert

    Kerzenkabel erneuert - kein Silikonkabel sondern Litze mit den Bakkelitsteckern - Ihr wisst schon was ich meine?!

    Vergaser gereinigt, neue Schwimmernadelventile eingesetzt und Stände Kontrolliert

    CO eingestellt (mit Colortunes kontrolliert)


    Ich bin ein bisschen ratlos, kann mir jemand helfen ?

    Dampfblasenbildung im Vergaser wäre mir eigentlich neu

  • Läuft sonst eigentlich prima!

    alledings im Übergang so ´n bischen ruckellig und zuckelig ab ca 3500 1/min dann aber doch recht spritzig (wie man das beim 1300 ´er eben so erwarten kann)

    Motor ist überholt - und das ist auch so !

    Kolben/Buchsen, Lager, Steuerketten, Ventile, Führungen, Kurbelwelle gewuchtet, Pleule gewogen - volles Programm eben

    Grüße Borgo

  • Hallo Borgo,

    mit dem gleichen Problem habe ich mich im vergangenem Sommer
    bei meinem Spider herumgeschlagen. Nachdem ich ebenfals das
    gesamte Programm wie von Dir beschrieben durchgezogen habe,
    bekam ich den Tip hier aus dem Forum (leider weiss ich nicht mehr
    von wem) beim Starten während der Motor dreht, das Gaspedal
    langsam durchzutreten. Mit durchschlagendem Erfolg. Seitdem
    hatte ich keine Startprobleme mehr und die Sache funktioniert einfach jedesmal wobei der Motor dann bei jeweils Halbgas
    kommt. Gern würde ich mal einen Kommentar unserer Experten
    zu dem Thema hören, da ich immer noch nicht weiss,
    warum das so funktioniert.

    Viele Grüße

    Michael

  • hi borgo,

    wenn deine liste stimmt, hast du vergessen den luftfilter zu erneuern. tststs!;)
    ich rate dir auch dazu die lodge aus dem pleistozän gegen ngk bp6-es aus dem 21jahrhundet zu tauschen. das aha-erlebnis hatten hier schon viele, mich eingeschlossen.

    viele grüße

    viele grüße
    frank

  • Okay den Luftfilter hab ich vergessen. Statt dessen hab ich eine Strumpfhose meiner Freundin über den Luftfilterkasten gespannt:) .

    Spaß beiseite - ich glaub ich Teste das mit den NGK´s mal an. Ich dachte man soll BP7ES verbauen, hab ich mich da getäuscht ??

    Grüße Borgo

  • Die Colortunekerzen eignen sich m.E. nicht für den Alfa. Haltet die CT-Wunderglaskerzen mal neben eine normale Alfa-Kerze und schaut vergleichsweise, wo mit Funke gezündet wird ....... die CT zündet im Alfakopf fast oberhalb des Kerzengewindes fern vom Verbrennungsraum. Meist stellt man damit zu mager ein.
    Ist eben aus England ...was kann man da erwarten .......selbst der Importeur bestätigte mir mal leise “daß es für Alfa nicht ideal sei”. Das viele Geld nicht wert - aber den Rasenmäher meines Vaters konnte ich damit gut einstellen (ernst gemeint!).

    Auch mit der Golden Lodge muß die Sache eigentlich starten - prüfe nochmal genau Vergaser; Starterdüsen, Leerlaufdüsen etc. und Leerlauf-Gemisch leicht anfetten.
    Bei heissem Motor etwas Gas geben für Start ist allerdings normal!

    Conrero

  • Zitat

    Original geschrieben von Conrero
    Die Colortunekerzen eignen sich m.E. nicht für den Alfa. Haltet die CT-Wunderglaskerzen mal neben eine normale Alfa-Kerze und schaut vergleichsweise, wo mit Funke gezündet wird ....... die CT zündet im Alfakopf fast oberhalb des Kerzengewindes fern vom Verbrennungsraum. Meist stellt man damit zu mager ein.
    Ist eben aus England ...was kann man da erwarten .......
    Conrero

    Also, das will mir nicht so recht in den Kopf! warum stelle ich das Gemisch mit den Kerzen zu mager ein? Die CT zünden das Gemisch, das sich im Zylinder befindet, und zwar m.E. durch die Kompression überall im Zylinder befindet, also auch in dem kleinen Röhrchen des Kerzengewindes. Durch den Glasboden beobachte ich die Verbrennung (die Flammenfront) und stelle nach Farbe der Flamme ein (das vielgelobte Bunsenblau).
    Wenn es so wäre, wie Du schreibst, Oliviero, hieße das ja, daß sich trotz der hohen Kompression im Zylinder nicht überall die gleiche Gemischzusammensetzung befindet und mithin die Flammenfont langsamer abbrennt (und damit eine zu magere Färbung mehr in das Weiße gehend) erzeugt. Das konnte ich bislang bei mir nicht beobachten. Ich habe letztes Jahr die ASU-Einstellung meines 1.6 überprüft und da war jeder Zylinder im grünen (bzw. bunsenblauen) Bereich... Dazu muß ich noch anmerken, daß mein Meister den Wagen nach dem Handbuchwert einstellt und nicht so mager, daß der CO-Wert für die ASU günstig ausfällt.
    Haben andere Forenmitglieder mit den CT vielleicht Erfahrungen gesammelt?

    Noch zu den Colortunes und dem "aus England, was kann man da erwarten?"
    Ich hatte vorher einen Britenroadster und bin darüber an den Hersteller der CT, Gunson, geraten. Die Stellen viele kleine Helferlein her, von denen der Hobbyschrauber schon immer mal gesagt hat "Da müßte es doch was geben...", z. B. ein sehr gutes Bremsentlüftungsgerät...
    Daß die Sachen so teuer sind... Na ja, wer die in D kauft, ist selbst schuld, die Deutschen Händler schlagen mächtig auf!
    Alfistische Grüße,

    Christian F. aus FR

  • hallo zusammen,

    meine erfahrungen mit den colortunes sind gemischt. zum einen läuft der motor mit 4 colors nicht mehr, also kann man immer nur eine einschrauben, zum anderen kommt es in dem betreffenden zylinder zu heftigen zündaussetzern. man muß also schon ziemlich genau hinschauen, um eine vernünftige einstellung zu finden. durch die zündaussetzter ist das gemisch im brennraum nämlich hinterher erstmal zu fett, sodaß die colortune eine gelbe flamme anzeigt. das beruhigt sich aber sofort wieder, und es erscheint (bei correkter einstellung) die bunsenblaue flamme. also mit etwas geduld kann man damit schon gut einstellen.

    korrekterweise muß ich dazusagen, daß ich selbst es aus mangel an ausreichend colortunes, immer nur mit einer gemacht habe. aber peter_k hat glaube ich mal geschrieben, daß der motor mit 4en nicht mehr liefe.

    viele grüße

    viele grüße
    frank

  • Frank

    Ja stimmt, mit dem “Profiset” 4 CTs (teuer!) eingesetzt läuft der Motor fast gar nicht mehr.
    Eine CT wechselseitig pro Zylinder reicht.
    Die flackernden Zündaussetzer der CT-Kerze machen die Einstellung tatsächlich schwer.


    Christian fleer

    Nach meiner (und nicht nur meiner) Erfahrung laufen die Motoren nach Einstellung CT (bunsenblau) nicht richtig (zumindest nach meinen Ansprüchen) - genau erklären warum kann ich es nicht. Sicher hat auch die absolute Fehllage
    der superprimitiven CT-Elektroden/des Funkens einen erheblichen Einfluss auf den Verbrennungsablauf (sonst würde er ja mit 4CTs richtig/normal laufen, oder ???!!!)
    Und (ceteris paribus): man stellt auf diesen Zustand ein und macht danach wieder die “richtigen” Kerzen rein ..............ungünstig. Ich prüfe nun mit Abgastester CO pro Kanal am Krümmer, da läufts.

    Ich habe von Gunsons (der englische Hersteller/Vertrieb CT) ein Synchro-Unterdruckmesser und eine Starterpistole (f. Starten aus Motorraum heraus) - beide Plastikteile ähneln in Ausführung, Aussehen und Qualität dem Spielzeug aus China meines Sohnes (vielleicht kommen sie da auch für paar Cents her?!). Für Profis ohnehin nix, aber ich bezweifel, ob es selbst Amateuren reicht. Mir jedenfalls nicht. Möchte Euch das Spielzeug aber nicht madig machen..........

    Bunsenblaue Grüße,
    Conrero

  • Hallo Conrero
    es passt zwar nicht zum Thema aber du hast mich doch neugierig gemacht bezüglich CO Messung pro Zylinder. Ich habe seinerzeit meinen Bosch Dienst gefragt ob er das könnte, und er hat gesagt weil die Geräte fehlen. Würde ich entsprechendes Gerät anschleppen würde er mir die Vergaser auch so einstellen.

    Könntest du mir kurz erklären wie der Abgastester an die Krümmer angeschlossen wird? Hast du da etwas gebastelt, gibt es da etwas fertig zu kaufen ?
    Und kannst du bei einmal laufendem Motor alle Vergaser einstellen oder musst du den Motor abschalten und umschrauben ?

    Das interresiert mich wirklich sehr, da die Vergasereinstellung nach Peter K bei mir nicht richtig hinhaut.

    Vielen Dank und Gruß Udo

  • udo,

    manche alfas haben an den krümmern oben auf einem plateau flache sechskantschrauben (8mm löcher) für eine abgassonde. falls nicht, krümmer ab und diese setzen.
    diese kleine sonde mit griff gab es früher bei alfa als spezialwerkzeug (ähnliches gibt es sicher noch im handel).
    abgastester wie normal, vorderer schlauch zur sonde muß extra hitzefest sein. motor laufen lassen, dann kanalweise einzeln öffnen, reinstecken, testen und einstellen.

    muß aber alles nicht so sein, mit etwas erfahrung geht es auch ohne derlei meßwerkzeuge. ich nehme es nur zur prüfung nach reiner handeinstellung. gehör und schraubenzieher reicht auch.

    äh - einen boschdienst würde ich lieber meiden ......

    conrero

  • Hallo Ihr lieben Leute

    Meine Erfahrungen mit den Coloretunes

    Die Leerlaufdrehzahl sinkt, das ist ja auch schon mehrmals angesprochen worden. Wer die Anleitung zu den Dingern mal aufmerksam liest erfährt das schon aus der Anleitung (sorry etwas arrogant jetzt, aber is so). Man muß also die Leerlaufdrehzahl anheben bis der Motor in der gewünschten Drehzahl läuft (ca 700 - 850 1/min) - dann sind auch die Unterdruckverhältnisse im Vergaser wieder so, das man CO überhaupt vernünftig einstellen kann.

    Das rumgepatsche bzw. die Zündaussetzer haben auch was mit der synchronisation der Vergaser zu tun - (also erst die Vergaser synchronisieren vor´m CO einstellen) - und werden nicht nur von den Ct´s ausgelöst.

    Wer meint der Motor läuft nach der Einstellung zu mager, kann ja von vorn herein das Gemisch entsprechend einstellen !!! (es laufen dann zumindest alle mit dem selben)

    Bei meinem Spider hat das astrein funktioniert, und mit knapp 4% CO läuft der also keinesfalls zu mager !

    Grüße Matthias (Borgo)

  • @borgo

    brav nachgelesen - du unterschätzt uns!

    selbstverständlich muß die drehzahl beim ct-einstellen halbwegs in dem bereich gehalten werden, wo sie später auch liegen soll (750-850 UpM). stellt man danach die d-klappen (die luft) anders wäre ja auch die vorhergehende ct-gemischeinstellung dahin. ist nicht die frage und das problem.

    auch sollte sicher die v-synchro vorher stimmen, sonst zuckelts. kleine korrekturen dieser beim gemischeinstellen gehören aber dazu.

    aber: die zündaussetzer sind EINDEUTIG eine sache der cts (gründe oben schon genannt) !! praxisbeweis: nach ordentlicher gemischeinstellung und gutem/ruhigem lauf auf allen zylindern mit normalen kerzen: schraub mal testhalber eine ct wieder rein, siehe da, unruhiger leerlauf, aussetzer im glasfenster sichtbar, wo der betreffende zylinder vorher noch gut mitlief!

    nochmal: wenn die cts richtig “neutral” und gut arbeiten würden, müßte der motor mit 4 cts normal laufen, oder? macht er aber nicht - er würgt vor sich hin.

    und mit etwas gemisch einzustellen was offenbar das gemisch nicht ausreichend entflammt (zündaussetzer) ist methodisch für den a ...... (sorry!). kein wunder wenn die elektroden außerhalb des brennraums liegen.

    aber wenn du damit gut zurechtkommst - OK.

    grüße,
    conrero

  • Hallo zusammen,

    habe ich die Kommentare hier einfach zu schnell überflogen
    oder hat tatsächlich noch niemand auf die eigendliche Frage
    geantwortet ?! Nehmen wir mal an, die Vergaser sind nach bestem Wissen eingestellt. Wie geht es weiter mit der Fehlersuche am Vergaser?

    Viele Grüße

    Michael

  • hallo mal wieder

    Danke Michael für den Hinweis das das Problem noch nicht gelöst ist !!!

    Gut, CT´s Mist oder doch nicht Mist, oder wie auch immer !

    Frage an die Spezialisten:
    Warum springt der ofen schlecht an ?

  • Zitat

    Original geschrieben von Michael
    Hallo zusammen,

    habe ich die Kommentare hier einfach zu schnell überflogen
    oder hat tatsächlich noch niemand auf die eigendliche Frage
    geantwortet ?! Nehmen wir mal an, die Vergaser sind nach bestem Wissen eingestellt. Wie geht es weiter mit der Fehlersuche am Vergaser?

    Viele Grüße

    Michael


    tatsächlich michael: zu schnell überflogen!
    siehe meine erste mail:

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    Auch mit der Golden Lodge muß die Sache eigentlich starten - prüfe nochmal genau Vergaser; Starterdüsen, Leerlaufdüsen etc. und Leerlauf-Gemisch leicht anfetten.
    Bei heissem Motor etwas Gas geben für Start ist allerdings normal
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    düsen auf sauberkeit prüfen.
    dreh mal in viertelschritten die gemischschrauben auf und danach jeweils testen!
    ist die zündung ok kann es nur eine sache des vergasers sein.
    ich hatte damals das problem auch nach ct-einstellung.

    grüße,

    conrero

  • Er springt besser mit Gas an - so ca. 3/4.

    Als Zündspule ist eine "blaue" Bosch verbaut, die hab ich auch schon mal sporadisch getauscht.

    Ich hab mal gehört das die Zündkondensatoren thermische Fehler haben können, hab leider kein Oszi zur Hand um das mal checken zu können. Hat da schon mal jemand Erfahrungen mit gesammelt ?

    Grüße Borgo
    :)

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