• Da man sich beim Junior-Thema die Köpfe zerbricht, was die Zahlen aussagen und/oder was die beste Strategie für den Junior und/oder Alfa wäre, würde ich gerne hier ein anderes aber leider großes und wahrscheinlich sogar ausschlaggebendes Thema ansprechen, was viele hier schnell vergessen oder ausblenden. Das Image von Alfa Romeo und seinen Autos. Wie sehen die Leute diese Autos und wie groß ist das Verlangen bzw. die Bereitschaft zum Kauf dieser Fahrzeuge. Wir gehen natürlich von Ottonormalos aus, nicht von Petrolheads.

    Das ist praktisch das Gegenstück zu Zahlen, Strategien usw.... nämlich das menschliche, die Entscheidung der potenziellen Käufer. Natürlich repräsentieren Zahlen das irgendwie irgendwo, aber ich bin der Meinung, dass "Erfolg" sich nicht einfach errechnet aus Verkäufe mal Alter des Modells durch angebotene Motorisierungen ist gleich gut/schlecht oder viel/wenig "Erfolg".

    Ich möchte nicht "ausdoktoren", ob und wie man am Image was ändern kann, mich würde eher eure persönliche Erfahrung und Beobachtung unter den Leuten interessieren.


    Es ist wahrscheinlich das hartnäckigste auf diesem Planeten. Der Glaube an die schlechte Qualität und Zuverlässigkeit von Alfa, im schlimmsten Fall noch in Kombination mit der Behauptung, andere (vor allem die drei Bekannten) seien so viel besser, hätten keine Probleme und und und. Man kann jetzt auch alle als dumm abstempeln, nur ist es leider so und das wirkt sich auf die Verkaufszahlen aus, ob es uns gefällt oder nicht. Wenn wenig Alfas verkauft wurden, dann weil sich eben viele dagegen entschieden haben, ganz einfach.

    Dank Giulia und Stelvio scheint es zwar so zu sein, dass immer mehr Stimmen lauter werden, die sagen "ey so läuft das nicht mehr", aber ich glaube das sind am Ende leider nur Tropfen in einem Ozean. Ich denke nicht, dass ich erklären brauche, was im deutschsprachigem Raum alles erzählt, geglaubt und behauptet wird. Als Italiener kann ich hier deshalb mal andere Erfahrungen teilen (die ich in der Vergangenheit in diesem Forum öfters schonmal angesprochen habe).

    Kurz gesagt: es ist schlimm, ganz schlimm. Ich denke es gibt kein Volk, dass seine eigenen Autos so sehr hasst, oder eher extrem kritisiert, wie die Italiener (außer vlt. Ferrari). Nicht umsonst gibt es in Italien den Begriff "esterofilia", der kurz gesagt das Phänomen beschreibt, eigenes (z.b. Produkte) abzuwerten und alles aus dem Ausland überzubewerten. Ich bin schon länger an einem Punkt, an dem ich echt nur beschränkt Lust habe über mein Auto zu reden, wenn ich in Italien bin und/oder mit fremden (teils auch bekannten) Italienern rede. Von "es ist am Ende nur ein Fiat" bis hin zu "ihr und eure Alfas, was wollt ihr denn noch von den Kisten, kauft gescheite Autos" habe ich schon einiges gehört. Auch möchte ich noch in jungen Jahren für die Zukunft meinen Puls schonen und mir nicht anhören müssen wie schlecht die Giulia ist, die keine Technik hat bla bla während der andere einen Basis Q3 150PS TDI mit Stoffsitzen fährt und davon gibt es in Italien etliche. Es ist wirklich schon fast eine Kultur, lieber die vier Ringe auf dem Lenkrad, als meinetwegen eine Giulia Q. Selbstverständlich besteht auch ums verrecken kein Interesse sich zu informieren, es zu probieren oder sonst was. Das deutsche Auto (vor allem die vier Ringe) ist besser und Punkt. Wer ansatzweise was anderes behauptet ist nur ein "Alfiattaro". Auch darf das deutsche Auto etliche Probleme haben, macht nix, das nächste mal wirds sogar nochmal gekauft. Aber wehe der Alfa zeigt mal die MKL. Der Innenraum soll auch sooo schlecht sein und die anderen machen es soooo viel besser. Ich sags euch, spätestens seit dem A4 in der Familie, habe ich für mich persönlich die Bestätigung, dass das ein gutes Auto ist aber es ist einfach überhaupt gar nix besonderes, extremst weit weg von den Behauptungen mancher Leute und obendrauf macht die Kiste mehrere Probleme. Meine Giulia kann wirklich fast alles besser bis auf Infotainment usw... Abschließen möchte ich das noch damit, dass der soeben genannte A4 (190PS TDI, der nicht mal besonders ausgestattet ist), in Italien schon fast (oder in deren Köpfen vlt wirklich) besser ankam, als meine voll ausgestattete Giulia Veloce. So Sprüche, Witze, necken usw.. damit komme ich problemlos klar (die anderen auch) aber ich denke mir schon ob die Aussagen wirklich Sinn machen, wenn man diese beiden spezifischen Autos einfach mal nebeneinander stellt und vergleicht. Ich bin mir sicher das so Sprüche wie "ich glaube wir haben die Giulia geschlagen" da nicht wirklich passen oder wenn einem zumindest halbwegs ernsthaft gefragt wird "ja komm welcher ist denn "besser"".

    So das war mal ein kleiner Ausschnitt meiner Erfahrungen. Es sind nicht alle so, das möchte ich auch betonen, aber die Tendenz ist schon deutlich. Was die Gründe sein könnten? Bestimmt viele. Eine von vielen Theorien von mir wäre, dass Alfa und generell italienische Autos, in Italien eher als Nutzautos betrachtet wurden und heute noch werden. Was ich meine sind z.b. alte 147er oder Punto oder ähnliches. Günstig in der Anschaffung, die Multijet Motoren halten ewig mit wenig Aufwand (eins der ganz wenigen Dinge die in Italien noch gelobt werden) und wenn da mal was kaputt geht dann ist es auch irgendwie egal. Fürs Wochenende stehen die vier Ringe bereit. Wahrscheinlich ist vor allem aus der Vergangenheit dieses Bild geblieben und man ist heute noch so davon überzeugt. Die Giulia ist genauso "schlecht" wie der 147 und dann noch für den gleichen Preis der vier Ringe ja dann ist die Kaufentscheidung ja glasklar.

  • Morga zsamma, reicht da a Lupe überhaupts, oder muss es, zumindest in der BRD a Mikroskop sei? Vito redet zerst mal von seinen Landsleuten, da hat er sicher recht. Früher, also vor 40- 50 Jahren war in Italien gefühlt wenigstens 3/4 aller Autos aus einheimischer Produktion und dann kam der Wandel hin zu Germansky. War sicher auch ein Stück weit dem Umstand geschuldet, daß wie in südlichen Ländern üblich, suggeriert wurde, wer in ner deutschen Schüssel hoggt, der hats gschafft.

  • ich gebe DonViTo #1 recht damit, daß Italiener die derzeitige Qualität von Alfa zu gering schätzen.

    Aber leider ist das historisch begründet. Ich will jetzt hier nicht ins Detail gehen. Jeder Alfa, den ich neu gefahren habe, hatte bei der Auslieferung Fehler, die bei einer Endkontrolle hätten auffallen müssen. Sie wurden dann in Nachbesserungsrunden abgestellt, dabei wurde in einer grossen Werkstatt dermassen fahrlässig geschlampt, daß man sie hätte gleich mal zusperren müssen.

    Italiener haben keinen Respekt voreinander, sie halten sich alle gegenseitig für korrupt, hinterhältig und großspurig. Und sie unterstellen den Deutschen, das Gegenteil zu sein. Daher kommt wohl auch die Hochachtung für Mercedes, Audi und BMW. Alte Italiener wissen noch, daß Nuvolari lieber für Auto Union als für Alfa Romeo fuhr, und haben die Vermutung, daß Italiener nur unter Anleitung eines Deutschen sich zu ihrer wahren Leistungsfähigkeit (Disziplin!) aufschwingen wollen. Deutsche Fullballspieler wurden in italienischen Vereinen höher geschätzt als in Deutschland. Wie schwärmte Giovanni Agnelli von Andy Möller und Walter Röhrl. Von keinem Italiener hat er es jemals so getan.

    In den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts war man in besseren italienischen Kreisen der Ansicht, daß Mussolinis Regime ohne Hitlers Beistand schon an Libyen und Äthiopien zerbrochen wäre. Der vornehme Italiener fährt auch heute lieber einen Mercedes als einen Maserati. Würde lieber ein Flugzeug von Dornier kaufen als eines von Piaggio.

    Kunstbeflissene Italiener halten Albrecht Dürer für grösser als Michelangelo oder Raphael. Mit der Musik ist es ähnlich: Beethoven, Bach oder Brahms werden höher geschätzt als Verdi, Corelli, Vivaldi. Viele italienische Künstler gingen damals nach Deutschland, weil sie in der Heimat nicht geschätzt wurden. So erging es Di Lasso, Vivaldi, und sogar einem Prosaisten wie Casanova.

    Und sie halten Faßbinderfilme für intellektueller als die von Bertolucci. Wer in München lebt, weiß, daß es für junge Italiener nichts Größeres gibt als einen Besuch auf dem Okoberfest. Sie reisen in der Regel mit Campingwagen (darin logieren sie zu acht) am Donnerstag an und halten dann auf der Wiesn bis Sonntag jeden Tag durch von 11 Uhr bis 23 Uhr. Sie kommen alle in bayerischer Tracht, zumindest in Lederhosen und Trachtenhemden. Kein Hiesiger würde sich für ein Oktoberfest dermaßen verausgaben wie diese Tausende von jungen, teilweise aus sehr gediegenen Familien stammenden Italiener.

    Wenn jetzt einer schreit, meine Äusserungen seien rassistisch, dem kann ich nur entgegenhalten, daß das Beobachtungen sind. Ich persönlich schätze wiederum Italienisches für höher ein als Deutsches, vor allem höher als das bürgerliche deutsche Gedankengut, das teilweise aus Gewohnheit, Selbstgerechtigkeit, Unterwürfigkeit und Phantasielosigkeit besteht.

    Also eigentlich nichts Unnormales, daß Italiener Deutsche mehr schätzen als sich selbst, und Deutsche wiederum Italiener für schlauer, phantasiereicher, künstlerischer, sensibler und überlebensfähiger halten als sich selbst. Das kann man in vielen, auch industriellen Bereichen so beobachten.

    12 Mal editiert, zuletzt von tazio (12. März 2026 um 12:22)

  • Ich habe erste mal Alfa Romeo gekauft.Ca 10 yahre bin nach Deutschland gekkomen.Mein Land Auto ist luxury,und alle mensch erst hier auto kaufen.🤩😂 Mein erst auto war Mazda 6,dann kommen noch Volvo S90,Ram 1500,Dodge Durango + hoby immer andere auto anschauen und ewentuel probafahren.Natürlich wie oben gesakt alle kollege hat 3 De-premium marke,aber für mich alles gefelt nicht!Sehr viel hab gesehe,gefahren und keine interese..Stelvio einfach ich wollen nur anschauen,bild optisch + inenraum alles war Top.Überaschung war qualitet,sehr gut,probafahrt…whao 🤩🤩🤩 Gleich gekauft und schon 5000km gefahren ab mite Januar..Freunde-Kollege alle erste reakzion…e Alfa gehe mehr in Werkstatt wie du fahren kanst…motor kaput..keine 1000cm display,sitz masage,innenraum beleuchtung..dann ich soll sagen e alles schon verbesern bla bla aber egal…alles hat skeptisch..wichtig ist bin zu frieden nur fehlt 230ps…( 510ps wäre noch besser 🤩 )

  • Aber leider ist das historisch begründet. Ich will jetzt hier nicht ins Detail gehen. Jeder Alfa, den ich neu gefahren habe, hatte bei der Auslieferung Fehler, die bei einer Endkontrolle hätten auffallen müssen. Sie wurden dann in Nachbesserungsrunden abgestellt, dabei wurde in einer grossen Werkstatt dermassen fahrlässig geschlampt, daß man sie hätte gleich mal zusperren müssen.

    Das mag ja sein. In unserem Bekanntenkreis hatten wir diese Erfahrungen selten bis gar nicht aber allgemein betrachtet möchte ich dir da nicht unrecht geben.

    Aber die anderen hatten/haben genauso Fehler und Probleme und teils auch große. Was die deutschen Autos alles an Öl und Ketten verschlungen haben und aktuell im Rennen (zumindest laut unserer Erfahrung bei Audi) sind Steuergeräte. Sonstige andere Dinge genauso aber darauf möchte ich genauso nicht ins Detail gehen.

    Denn mir persönlich gehts nicht unbedingt darum, wer mehr oder weniger Fehler/Probleme hat. Mir gehts darum, wie damit umgegangen wird. Wenn bei Alfa eine MKL leuchtet und dann gleich geschimpft wird, aber bei anderen macht es nix wenn mal Ketten fliegen oder Steuergeräte abrauchen, dann glaube ich hat unser Kollege Louis57 nicht ganz unrecht. Das Bedürfnis nach Bestätigung, Ansehen usw.. scheint schwerer zu wiegen, als ein echt gutes Auto (vor allem für sein Geld) zu haben. Marketing scheint halt seine Wirkung zu zeigen. Es ist ein typisches Phänomen, es werden 1000 Ausreden gesucht um sich den Audi zu holen und 1001 um ja nicht den Alfa zu nehmen.

  • ...

    Das Bedürfnis nach Bestätigung, Ansehen usw.. scheint schwerer zu wiegen, als ein echt gutes Auto (vor allem für sein Geld) zu haben. Marketing scheint halt seine Wirkung zu zeigen. Es ist ein typisches Phänomen, es werden 1000 Ausreden gesucht um sich den Audi zu holen und 1001 um ja nicht den Alfa zu nehmen.

    Welchen neueren echt guten Alfa (vor allem für sein Geld) gibt es denn? Einen Junior oder Tonale? Welchen USP bieten die denn?

    P.S. Das Image von Alfa ist nicht auf einmal so schlecht - es ist schon seit Jahrzehnten schlecht. Hat trotzdem einige nicht abgehalten einen Alfa in der Vergangenheit zu kaufen, aber es werden scheinbar weniger (und das kann ich bei dem derzeitigen Angebot an Fahrzeugen nachvollziehen).

  • Das nächste Argument, Modellpolitik! Porca miseria! Wie hat ein Händler zu uns gsagt, alsmer einen der letzten Tipo Diesel Kombi uns hergstopt haben, die besten Typen nehmense ausm Programm. (Produktion war bereits eingstellt).

    Sodale jetzt no was aufd Mühle von unserm Padrino, äh Vito. Bei uns laufen auch 2 Autos mitm Stern, SLK und SL. Da wird, wenn mans weiß für den SLK als offizielles Ersatzteil mit MB Teilenummer das sogenannte ÖL-Stop Kabel verkauft, mit Einbau kleiner 50 €. Das Kabel verhindert daß von einem Motorsensor Öl ins MSG gelangt, bei Ausfall ca. 1.500 €. Ab Werk wird wissend die Schwachstelle ausgliefert, alles andre ischs Problem vom Käufer.

  • Das Image ist gar nicht so schlecht, wie immer behauptet wird. Fast jeden den ich kenne, sagt die Autos sehen super aus. Wer SUV`s mag, dem gefällt die Modelpalette von Alfa sehr gut. Wer Limousinen mag, ist vom Design der Giulia begeistert. Würde einer dieser Leute einen Alfa kaufen? Zu 99% nein!

    Die Gründe sind vielfältig. Es ist oftmals nicht einmal der Ruf. Die Fahrzeuge sind bei vielen einfach komplett unbekannt. Die Motorenpalette passt nicht für jeden. Weit und breit kein offizieller Alfa Händler um sich überhaupt mal zu informieren. Preislich sind die Fahrzeuge recht mutig positioniert. Finanzierungs.- & Leasingangebote sind für viele unattraktiv. Garantie müsste mutiger sein. Viele Arbeitgeber schließen Alfas als Geschäftswagen aus.

    Viele dieser Gründe sind einfach bei anderen Marken nicht so extrem oder über die komplette Bandbreite vorhanden. Wenn ich ein etwa gleichwertiges Fahrzeug zu besseren Konditionen beim Händler um die Ecke bekomme ist es schwer, jemanden von einem Alfa zu überzeugen. Italienisches Design hin oder her.

    Der Grund warum ich aktuell keinen Alfa fahre ist relativ simpel. Nach meinem 156er hatte ich die Auswahl zwischen Giulia und Stelvio. Einer zu flach, einer damals zu groß und teuer. Heute könnte ich mir durchaus einen Tonale vorstellen. Aber der Preis ist halt nicht ohne für ein Fahrzeug dieser Klasse.

  • Dem ist nix hinzuzufügen. Ich hab ja nen ganz guten Vergleich zur Schweiz, Raum Zürich. An gefühlt jeder 2. Ecke ein Händler, wesentlich höhere Kaufkraft und durch fehlende eigene Autoindustrie schon immer flexibler bei der Markenauswahl. Bei uns in der Straße, Kleinstadt, hat der Dell Aria, allein in der Straße 2 4C verkauft.

  • Moin,

    da für mich das Fabrikat Alfa Romeo ein schöner Abschnitt meines Berufslebens war

    habe ich mir meinen 164 3.0 gekauft.

    Wenn ich damit nach Italien fahre, Mandello bzw. an den Comer See oder Gardasee und andere Gegenden

    in Italien bereise,

    erhalte ich immer schöne Reaktionen und immer wieder Kontaktgespräche über diesen schönen Alfa.

    Noch nie hatte ich ablehnende Haltungen erlebt...

    Ähnliches bei uns in Deutschland.

    Ob mein Stammitaliener, der mit seinen Söhnen auf die Straße kommt, um mich zu begrüßen,

    oder auch andere Autofahrer an der Tankstelle, überall ernte ich Achtung, Respekt und nette Kommentare.

    Oft auch mal von ehemaligen Alfisti, die in dieser Zeit auch Alfa`s gefahren haben.

    Bei Oldtimertreffen immer Bewunderung.

    Gruß

    Holger

  • Welchen neueren echt guten Alfa (vor allem für sein Geld) gibt es denn? Einen Junior oder Tonale? Welchen USP bieten die denn?

    P.S. Das Image von Alfa ist nicht auf einmal so schlecht - es ist schon seit Jahrzehnten schlecht. Hat trotzdem einige nicht abgehalten einen Alfa in der Vergangenheit zu kaufen, aber es werden scheinbar weniger (und das kann ich bei dem derzeitigen Angebot an Fahrzeugen nachvollziehen).

    Wir sind hier fast wieder bei Anzahl Modelle mal Motorisierungen ist gleich Erfolg und das wollte ich hier eig. vermeiden.

  • Das Image ist gar nicht so schlecht, wie immer behauptet wird. Fast jeden den ich kenne, sagt die Autos sehen super aus. Wer SUV`s mag, dem gefällt die Modelpalette von Alfa sehr gut. Wer Limousinen mag, ist vom Design der Giulia begeistert. Würde einer dieser Leute einen Alfa kaufen? Zu 99% nein!

    Die Gründe sind vielfältig. Es ist oftmals nicht einmal der Ruf. Die Fahrzeuge sind bei vielen einfach komplett unbekannt. Die Motorenpalette passt nicht für jeden. Weit und breit kein offizieller Alfa Händler um sich überhaupt mal zu informieren. Preislich sind die Fahrzeuge recht mutig positioniert. Finanzierungs.- & Leasingangebote sind für viele unattraktiv. Garantie müsste mutiger sein. Viele Arbeitgeber schließen Alfas als Geschäftswagen aus.

    Design war bei Alfa nie das Problem, aber damit meine ich nicht "Image". "Sind schön, können aber nix" oder so ungefähr ist ein recht häufiger Spruch über Alfa.

    Händlernetz verstehe ich, aber in meiner Umgebung z.b. ist der nächste Audi/VW/Cupra genauso weit wie der nächste Alfa aber es fahren nicht so viele Alfa rum wie eben die anderen. Motorenpalette ja teils mags sein aber ganz ehrlich in den letzten Jahren ist die absolute Mehrheit 2.0 Benziner/Diesel gefahren und Alfa hatte schon was da.

    Gibt viele die sie nicht kennen und selten vor Augen kriegen ja, bei den restlichen heißt es leider aber zu oft "joa die gibts auch, sehen nett aus aber next one".


    Sehr schönes Auto erst einmal.

    Wie schon gesagt habe ich genauso auch positive Erfahrungen mit Italienern gemacht, aber leider geht die Tendenz eher in die andere Richtung. Ich habe mittlerweile nicht mehr nur das Gefühl, sondern bin fast davon überzeugt, dass Deutsche (oder auch andere Nationalitäten in diesem Land) eher positiver zu Alfa gestimmt sind, auch wenn viele Unwahrheiten kursieren. Aber wie schon gesagt, ich spreche von Tendenzen.

  • Wir sind hier fast wieder bei Anzahl Modelle mal Motorisierungen ist gleich Erfolg und das wollte ich hier eig. vermeiden.

    Eigentlich überhaupt nicht. Denn meine These lautet immer noch (bezogen auf Alfa): ein Modell das vom Markt gut angenommen wird (klar, mit passenden Motorisierungen) und es stellt sich Erfolg ein (Erfolg = man kommt nahe oder übertrifft die mäßigen Zahlen, auf die man heute gesamtheitlich kommt, mit dem nur einen Modell ).

    2 Mal editiert, zuletzt von bad lars (13. März 2026 um 17:57)

  • Wenn du Erfahrungen teilen kannst, die du mit Leuten gemacht hast, wie sie über Alfa denken oder was sie reden, dann bitte. Alles andere ist hier nicht Thema.

    Ja, klar - denn als Alfa Fahrer wird man oft angesprochen. Und hier gibt es die volle Bandbreite zu erleben.


    - von einem Fiat Fahrer, den man fast nicht mehr los bekommt, da er von dem Auto schwärmt und sich auch mal einen Alfa kaufen will

    - von einem ehemaligen Ford Mitarbeiter, der sich derartiges nie in die Einfahrt stellen würde

    - von einem Arbeitskollegen, der prinzipiell angetan, aber aufgrund von negativen Erlebnissen aus der Vergangenheit keinen Alfa mehr kaufen würde


    Zum letzten Punkt noch folgendes: mittlerweile bin ich der einzige Alfa Romeo Fahrer auf der Arbeit - früher sah dies deutlich anders aus. Sind alle zu anderen Marken gewechselt.

    Was kann man nun aber daraus ableiten? Eigentlich nicht wirklich viel, außer dass Alfa scheinbar irgendwie an Reiz verliert. "Cuore Sportvo" scheint auch eher nicht mehr ganz oben auf der Liste von Alfa Romeo zu stehen.

  • Ich habe beruflich viel mit Jugendlichen zu tun und die finden die Giulia zwar alle sehr schön, schätzen sie auch wesentlich schneller motorisiert ein (hab ja nur den Brot- und Butter-Diesel), aaaber mit der Marke können die gar nichts mehr anfangen.

    Ich habe im Bekanntenkreis einen passionierten Alfafahrer, der aber Ü50 ist. In meinem Alter fährt sonst niemanden einen. Das liegt sicher an den Lebensumständen, da die alle kleine Kinder haben und es praktischer sein muss. (Wobei sich die Giulia als Familienfahrzeug tapfer schlägt)

    Das werden bittere Zeiten für Alfa, denn über das Image wurde bestimmt einiges verkauft. Das kommt ja auch nicht wieder, denn sportliches Engagement gibt es ja keines.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!