Betätigungstange der Beschleunigerpumpe sitzt fest

  • Hallo,
    hat jemand schon mal das Problem gehabt, dass beim Weberdoppelvergaser 40 DCOE 32 die Betätigungsstange der Beschleunigerpumpe fest sitzt ?
    Kann mir jemand weiterhelfen.
    Ich kann es mir techn. nicht erklären, warum die Betätigungsstangen festsitzen und wie es passieren konnte.
    Bei meinem Fahrzeug handelt es sich um eine Berlina 1750 von 1969.
    Ich freue mich auf mögliche Hilfe.

    Grüße
    Robert

  • Hallo jogol,
    meine Berlina stand tatsächlich 29 Jahre in einer Scheune.
    Dann habe ich aber alles soweit gangbar gemacht, Düsen gereinigt, etc. .
    Dann lief der Motor auch gut.
    Während ich den Motor im Standgas laufen ließ, ist dann abgestorben. Dann alles mögliche probiert (Zündung, Zündkerzen, etc.). Dann habe ich nach langem Suchen festgestellt, dass von beiden Doppelvergasern die Betätigungsstangen der Beschleunigerpumpe fest sitzen. Man kann die Stangen weder runterdrücken noch rausziehen.

  • Ferndiagnose ist immer schwierig, aber es schaut wohl so aus, als solltest du die DCOEs mal ausbauen und reinigen. An den Pumpmechanismus kommst du auch ran, wenn du nur den Schwimmerkammerdeckel abnimmst. Wenn die Kolben wirklich festgeharzt sind wirst du dich mit der Problembeseitigung aber leichter tun, wenn du die Vergaser komplett ausbaust.
    Festsitzende Kolben können Nerven kosten. Trotzdem nicht mit der Brechstange arbeiten. Wenn man an den Kolben oder im Zylinder was vermackt wird´s teuer... Mit Geduld und Spucke (bzw. Wärme und WD40 o.ä.) geht´s schon.

  • Ohne Nährwert:

    Na ja, wenn er, der Motor, keine Geräusche macht, dann läuft er nicht !baby! und wenn das Getriebe nicht tropft, dann ist kein Öl mehr drin !hehe!.
    Außerdem heißt es Kraftfahrzeug .....

    Schöne Endewoche, Gruß, Ingo

  • ...hahaha Ingo wo du recht hast hast du recht ;D

    und Beschleunigungsdüsen und Einrichtungen werden eh komplett überbewertet. Kost nur teueren Sprit. Wenn du zum Früstück Tabellenbücher und Werke über rethorische Philosopie zu dir nimmst kommt das schon hin.


    Beim Gas geben nach einem Schaltvorgang wird die Anreicherung keinesfalls gebraucht; bis der Einkuppelvorgang fertig ist, ist der Motor ja schon im Schleppbetrieb hochgefahren.

    !thatsit!

  • Ich werde nun die Vergaser demontieren. Dann kann ich mir die Mechanik der Betätigungsstangen direkt anschauen, wenn ich die Vergaser in der Hand habe.
    Dann kann ich die Vergaser auch noch im Ultraschallbad reinigen.
    Ich werde berichten, wenn ich den/die Fehler rausgefunden habe.

  • Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass in deinem Fall auch die Kolben der Chokes festgeharzt sind. Bei den DCOE´s ist es aber ohnehin eine Überlegung wert, den Mechanismus stillzulegen. Ich brauch den Choke auch bei Minusgraden nicht...

  • Vergaser habe ich runter. Hat alles gut geklappt.
    Die Kolben der Beschleunigerpumpe sitzen fest. Kann sie nicht herausziehen.
    Habe schon mit Keramik Rostlöser von Liquid Moly versucht. Der lässt einen Kälteschock entstehen. Hat nicht funktioniert.
    Ich weiß auch nicht mehr , wie ich die Kolben lösen kann.
    Das die verharzt sind , kann ich mir auch gut vorstellen. Aber wie soll ich die lösen ?
    Ich kann mit einem Drahthaken am Kolben ziehen, da der Kolben eine kleine Welle (Stange) hat an dem sonst die Betätigungsstange sitzt .
    Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee.
    Vielen Dank im voraus

  • Ich kann mich nur wiederholen: Versuch´s doch mal mit Wärme. Entweder ein paar Stunden in die pralle Sonne oder vielleicht (wenn deine Frau grad nicht zuschaut... !cool!) bei ca. 80 Grad im Ofen.


  • Das die verharzt sind , kann ich mir auch gut vorstellen. Aber wie soll ich die lösen ?

    Wenn die einzige Ursache "Verharzung" sein sollte, muss ein gutes Lösungsmittel her. Anfangen könntest du mit Nitroverdünnung/Aceton. Mehrere Stunden einwirken lassen!

  • Nach allem, was bisher geschrieben wurde, könnte (aber muss nicht) "Verharzung" die Ursache sein.
    Gibt es denn andere leichter zugängliche Bereiche, in denen klebrige oder mittlerweile ausgehärtete Rückstände auffallen?
    Oder gibt es Bereiche, in denen weisse pulverig-krustige Beläge zu sehen sind? Dann könnte eingedrungene Feuchtigkeit an Leichtmetall-Gussteilen zu Oxidation geführt haben. Diese Oxide wandern unter Volumenzunahme aus dem Grundmaterial heraus. Das führt z.B. bei Bremszylindern häufig zu festgehenden Kolben. Ein ähnlicher Effekt ist auch bei deinen Beschleunigerkolben denkbar.

    Wenn auch nicht Erwärmung (bei gleichzeitiger Axialkrafteinwirkung auf die Kolben) helfen sollte, könntest du es mit stillgelegter Beschleunigerpumpe versuchen, bevor du neue Vergaser anschaffst.
    Mein 2l-Spider lief jahrelang (?) mit blockierter Beschleunigerpumpe (Solex), ohne dass mir irgendetwas aufgefallen wäre.

  • Gute Nachricht .
    Habe jetzt aus beiden Vergasern die Kolben herausbekommen. Hatte die Vergaser tatsächlich im Backofen bei 80° C . vorher noch ein wenig Kriechöl auf die Kolben gegeben.
    Dann vorsichtig , aber mit ein wenig Kraft an der Stange im Kolben gezogen. Einen habe ich mit einem Draht mit einem gebogen Haken herausgezogen. Der andere war noch etwas fester. Den habe ich dann mit einen Spitzzange mit etwas Kraft herausziehen können.
    An beiden Kolben ist am oberen Bereich eine Korrosion des Messings zu erkennen. Also keine Verharzung. Einfach Korrosion zwischen Kolbenführung (Zylinder) aus Guss mit dem Messing.
    Danke für die Tipps.
    Jetzt werde ich die Vergaser in ein Ultrallschallbad geben und alles reinigen. Düsen raus, etc. und dann noch mal alles mit Druckluft ausblasen.
    Die beiden Kolben und die Kolbenführung werden ich mit Politurpads reinigen.

  • Zitat

    Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass in deinem Fall auch die Kolben der Chokes festgeharzt sind. Bei den DCOE´s ist es aber ohnehin eine Überlegung wert, den Mechanismus stillzulegen. Ich brauch den Choke auch bei Minusgraden nicht...


    Ich habe da ganz andere Erfahrungen. OHNE Choke ist die Karre nach paar Tage stehen gar nicht zu starten. (1600 er mit Weber DCOE) Es braucht immer ein wenig Nachhilfe per Choke beim Kaltstart. Auch wenn draußen 20 Grad sind. Frag nicht warum. Ist leider Tatsache. Mir schwant ja seit langem, dass da was anderes die Ursache ist. Einzig finden hat das Problem bisher keiner können...Ist der Motor erstmal an, kann man den Choke nach wenigen Sekunden raus nehmen.

  • Also meinen Erfahrungen nach kann man auf den Choke bzw. Starter gut verzichten, wenn (und nur dann!) man funktionierende Beschleunigungspumpen hat. Solange in den Schwimmergehäusen noch genug Benzin steht, dass die Pumpen etwas zu fördern haben, genügt ein- bis zweimaliges Pumpen mit dem Gaspedal, damit der kalte Motor gleich bei der ersten Umdrehung anspringt. Das funktioniert auch bei -20°C noch!
    (Ich hatte mal eine Alfetta GTV als Winterauto, bei der der Chokezug abgerissen war. Reparatur war überflüssig, ging bestens ohne)

    Viele Grüße,
    Peter

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