Mich würde mal interessieren, wie die Forumsteilnehmer zu Alfisti wurden, bzw. ob es einen spezifischen Moment gab, der den Ausschlag gab.
Mir gefiel Alfa eigentlich seit ich mich ernsthaft für Autos interessierte. Obwohl, oder besser, gerade weil alle um mich herum nur (in meinen Augen stinklangweilge) deutsche Autos fuhren. Als Student mit 20 war ich kurz davor, einen Sud zu kaufen. Mit einem Budget von damals 2000 Mark war das allerdings aussichtslos, der, den ich zur Probe fuhr war schon verdammt angerostet und ich nahm in Anbetracht der damals wirklich schlimmen Probleme der Marke (ich hatte auch einen Bekannten, dessen Berlina 2000 schon nach 4 Jahren durchgerostet war) erstmal Abstand. Lancia gefiel mir in den 80ern sowieso mehr, der HPE war praktischer und genauso so schön wie ein GTV, der Delta eleganter und luxuriöser als der 33.
Aber gegen Ende der 80er wurde Lancia langweilig. Was mich dann zu Alfa führte, war ein Moment, den man mit "Liebe auf den ersten Blick" umschreiben könnte. Ich war bei der Premiere des 164 auf der IAA (1987 war das wohl). Dort stand einer in schwarz mit hellbraunem Leder. Ein absoluter Traum. Leisten konnte ich ihn mir damals nicht, aber 3 1/2 später kaufte ich einen roten 164 Twin Spark aus erster Hand von einem Freund der auf einen V6 wechselte, 2 Jahre später endlich einen ladenneuen, in dem schönen dunkelgrün, das beim 164 der ersten Serie en vogue war. Seither bin ich der Marke trotz eines emotionalen Tiefpunktes vor gut 10 Jahren treu geblieben - wenn man den englischen Luxuslimo-Oldtimer ausnimmt, den ich an schönen Wochenenden ausführe.