Hallo Alfisti`s,
neue FIAT News, frisch aus dem Ticker.
Holly
vwd
Fiat will mit Umstrukturierungsplan 2003 eine Mrd EUR sparen
Freitag 6. Dezember 2002, 06:43 Uhr
Rom (vwd) - Die Fiat SpA, Turin, will mit ihrem Umstrukturierungsplan im kommenden Jahr eine Mrd EUR einsparen. Dies bestätigte das Unternehmen am Donnerstagabend. Die italienische Regierung hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, dass sie den Entlassungsplan des Automobilherstellers billigt. Als Folge würden ab Montag 5.600 Arbeitnehmer dienstfrei gestellt. Der Umstrukturierungsplan sehe einen strukturellen Kostenabbau vor und könne unterstützt werden. Hauptbedingung sei, dass die Weiterentwicklung des Unternehmens mit neuen Modellen gefördert wird", hieß es in Regierungskreisen. Die Regierung sei zur der Erkenntnis gekommen, dass es unmöglich sei, ein Abkommen mit den Arbeitnehmerverbänden zu finden, sagte Vizepremier Gianfranco Fini. Fiat (Mailand: FIA.MI - Nachrichten) habe allerdings gebilligt, die von der Sperrung bedrohten sizilianischen Produktionswerke von Termini Imerese zu retten. Ziel sei es, die sozialen Auswirkungen der Krise auf ein Minimum zu reduzieren. Die italienische Regierung habe den Gewerkschaften ein Rahmenabkommen vorgeschlagen, um die entlassungsbedrohte Fiat-Belegschaft zu unterstützen. Das Abkommen sehe unter anderem staatliche Unterstützung und Förderungen für Innovation und Weiterbildung vor, hieß es aus den Regierungskreisen. Zudem werde die Regierung auch einen Mechanismus zur Frühpensionierung finanzieren, der 2.600 Arbeitnehmern ermöglichen soll, das Unternehmen zu verlassen. Die Gewerkschaften, die den Plan weiterhin opponieren, haben laut Angaben zu einem achstündigen Streik aufgerufen. vwd/DJ/APA/6.12.2002/sam/nas
Freitag 6. Dezember 2002, 07:13 Uhr
Fiat-Krise: Verhandlungen mit Gewerkschaften gescheitert
/Rom (dpa) - Die Verhandlungen zwischen Fiat (Mailand: FIA.MI - Nachrichten) -Führung, italienischer Regierung und Gewerkschaften über eine Änderung des viel diskutierten Sanierungsplans des Konzerns sind gescheitert. Das angeschlagene Turiner Unternehmen hatte sich in Rom mit einem Plan der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi einverstanden erklärt, der nur geringfügige Änderungen vorsah. Die Gewerkschaften verließen den Verhandlungsort. Am Montag sollen die ersten 5600 der insgesamt 8100 Stellenkürzungen eingeleitet werden.
Etwa zehn Prozent der betroffenen Arbeiter sollen dem Regierungsplan zufolge in einer Art Teilzeitarbeit weiter beschäftigt werden. Zudem soll ein Fiat-Werk im sizilianischen Termini Imerese zwar wie angekündigt vorübergehend geschlossen, aber im nächsten September wiedereröffnet werden.
«In der Fiat-Frage war es schwierig, in diesem Moment andere Lösungen zu finden», sagte Berlusconi. Der Ministerpräsident kritisierte die Gewerkschaften, «die nur Politik machen wollen und sich nicht wirklich um die Interessen der Arbeiter kümmern». Fiat habe hingegen weiterhin ein Bemühen gezeigt, die Verhandlungen weiterzuführen.
Der in Milliarden-Höhe verschuldete Konzern hatte vor mehreren Wochen den Sanierungsplan vorgelegt, der drastische Produktionsdrosselungen und eine Kürzung von 20 Prozent der Gesamtarbeitsplätze vorsieht. Fast täglich kam es seitdem zu landesweiten Protestaktionen der Beschäftigten. Die Gewerkschaften hatten gefordert, Werksschließungen auf jeden Fall zu verhindern. Sie kritisierten, die Pläne beinhalteten keine konkreten Schritte, um den krisengeschütteten Autosektor wieder in Schwung zu bringen.