156 2.4 JTD Keilriemen weggeflogen

  • Hallo ihr,

    als ich Mittwochs auf der Autobahn war, habe ich ein etwas lauteres Geräusch festgestellt, welches sich gefühlt über den Radkasten verbreitet hat. Als ich dann Zuhause war, hab ich natürlich äußerlich alles nachgeguckt aber es war nichts zu sehen. Nächsten Tag habe ich den Wagen gestartet und die Batterieleuchte ging nicht aus. Nun war es klar, der Keilriemen ist schuld. Ich mach die Motorhaube auf und sehe, dass der total zerfleddert ist, wobei der erst paar Monate alt ist....
    Ich wollte nun nur einmal nachfragen, ob mir jmd bei den Umlenkrollen und Spannrolle weiterhelfen kann. Ich kann von oben nicht erkennen, ob eine Rolle weggeflogen ist. Ich kann zwei schwarze Rollen von oben erkennen. Nun meine Frage. Welche Rolle sollte ich ersetzen und welche benötige ich alle? Gibt es da genaue Bezeichnungen, da es wohl unterschiedliche Umlenkrollen gibt.

    Hat jemand sonst eine Idee warum der so zerrissen ist?

  • Einen neuen Riemen zerlegt es eigentlich nur, wenn der Riemen falsch aufgelegt wurde, die Spannung nicht gepasst hat oder eine der Rollen zu hohes Spiel hat oder sich komplett verabschiedet hat.
    Auf jeden Fall musst du alle durch den Rieman angetriebenen Bauteile (LiMa etc.) auf Leichtlauf und Spiel prüfen.
    Bei einem Riemenwechsel sollte im Idealfall alle Umlenkrollen und die Spannralle mitgewechselt werden.

  • Hallo,

    ich hatte mir bzgl. dieses Themas einen neuen Riemen von Continental gekauft und neu aufgezogen. Er lief jetzt ungefähr 1800km ohne Probleme bis ich heute morgen ein Klackern gehört hatte und der Riemen sich wieder auf der Seite, die vom Motor abgewendet ist, zerlegt hat. Hat jemand eine Idee woran das liegt? Der Keilriemen davor hat auch nur etwa 2000km gehalten und hatte genau das gleiche, dass wenn man vor dem Auto steht, die linke Seite komplett kaputt geht und die rechte, zum Motor hin, heil ist? Bringt mir ja wenig, da wieder ein neuen raufzusetzen, da dieser sicherlich auch nach der km-Anzahl kaputt gehen wird.

  • Bei einem Riemenwechsel sollte im Idealfall alle Umlenkrollen und die Spannrolle mitgewechselt werden.

    Hallo,

    ich hatte mir bzgl. dieses Themas einen neuen Riemen von Continental gekauft und neu aufgezogen. Er lief jetzt ungefähr 1800km ohne Probleme bis ich heute morgen ein Klackern gehört hatte und der Riemen sich wieder auf der Seite, die vom Motor abgewendet ist, zerlegt hat. Hat jemand eine Idee woran das liegt? Der Keilriemen davor hat auch nur etwa 2000km gehalten und hatte genau das gleiche, dass wenn man vor dem Auto steht, die linke Seite komplett kaputt geht und die rechte, zum Motor hin, heil ist? Bringt mir ja wenig, da wieder ein neuen raufzusetzen, da dieser sicherlich auch nach der km-Anzahl kaputt gehen wird.

    Siehe Posting von Shifty1985. Keine Ahnung wie alt Spann- und Umlenkrollen an Deinem Auto sind. Da wohl aber auszuschließen ist, dass ein Materialfehler o.ä. am Riemen selbst zweimal hintereinander die Ursache ist, würde ich eher auf eine festgehende Rolle tippen. Ich wechsle diese Teile immer komplett, da die Rollen auch nicht das ewige Leben haben.

  • Ok, dann werde ich die Umlenkrollen auf jedenfall wechseln. Ich habe eben nachgefragt, der Spanner kostet alleine 270 Euro?? Ich hoffe einfach mal, dass es der nicht ist....

  • ... Ich habe eben nachgefragt, der Spanner kostet alleine 270 Euro?? Ich hoffe einfach mal, dass es der nicht ist....



    !gruebel! Auch und gerade der Spanner ist letztendlich nur ein Verschleißteil.

    Füttere mal die Suche entsprechend. Zu den möglichen Problemen mit dem Spanner und deren Lösungsansätzen wurde seitens des Users Understatement einiges geschrieben ;).

  • such mal im Forum nach "beweglicher spanner". Jörn hat da mal eine Ausbau-, Einbau-, Reparaturanleitung (sofern nicht vollkommen vergammelt) geschrieben. Die beschriebenen Verbesserungsmaßnahmen sollte man auch beim neuen Spanner anwenden.

    saluti

    Markus

    PS: Einen wesentlichen Einfluß auf die Lebensdauer des Riementriebs hat die Tatsache, ob der Unterfahrschutz montiert ist!

  • Hallo nochmal,

    ich habe mein Wagen ja letzte Woche in die Werkstatt gebracht. Nun wurde komplett alles getauscht, von Spannrolle über Umlenkrolle und Spanner. Nun ruft mich der Meister eben an, dass dadurch wohl etwas in den Zahnriemen gekommen ist und laut Diagnosergerät die Nockenwelle etc nicht mehr synchron laufen und alles ab muss. Ich habe den Zahnriemen gerade vor 2.000 km gewechselt.... Der Wagen hat momentan auch keine Leistung mehr und fährt angeblich gerade mal 60km/h
    Was sagt ihr dazu? Eigentlich ist doch eine Abdeckung vor dem Zahnriemen? Wie kann der Keilriemen da reinkommen und den Zahnriemen angreifen?

    Einmal editiert, zuletzt von Fireblader (28. Februar 2012 um 14:11)

  • Hallo!


    Was sagt ihr dazu? Eigentlich ist doch eine Abdeckung vor dem Zahnriemen? Wie kann der Keilriemen da reinkommen und den Zahnriemen angreifen?

    Leider zieht es oft den "sterbenden" Keilrippenriemen zwischen Kurbelwellen-Nebeaggregate-Antriebsscheibe und Zahnriemenantriebsrad ...und dort ist keine 100% Abdeckung möglich, weil ja beide Scheiben (bzw. Zahnrad für Zahnriemen) auf der selben Kurbelwelle sitzen.

    Ein "Schnippel" des Keilrippenriemens einmal unten zwischen Zahnriemenrad und Zahnriemen "durchtransportiert" ...und schon hat man einen Versdatz um 1,2,3 Zähne.

    Sei froh, dass Du nicht das Schicksal von Hope1983 erlitten hast ...insbesonderen mit seiner Werke...

    Gruß, Jörn

  • Hallo nochmal,

    ich habe mein Wagen ja letzte Woche in die Werkstatt gebracht. Nun wurde komplett alles getauscht, von Spannrolle über Umlenkrolle und Spanner. Nun ruft mich der Meister eben an, dass dadurch wohl etwas in den Zahnriemen gekommen ist und laut Diagnosergerät die Nockenwelle etc nicht mehr synchron laufen und alles ab muss. Ich habe den Zahnriemen gerade vor 2.000 km gewechselt.... Der Wagen hat momentan auch keine Leistung mehr und fährt angeblich gerade mal 60km/h
    Was sagt ihr dazu? Eigentlich ist doch eine Abdeckung vor dem Zahnriemen? Wie kann der Keilriemen da reinkommen und den Zahnriemen angreifen?

    Dann sollte die werke einfach mal die steuerzeiten prüfen......doch dazu braucht man keinen Tester.

    Versatz von 3Zähnen? !augenmach!

    _________________________
    profumo di nafta

  • Der war am Tester. Versatz um ein Zahn!
    Er meinte nun muss alles ab. Zahnriemen wieder ordentlich raufgemacht werden. Danach komplett neuer Riemen, also wieder alles ab, weil der alte etwas mitbekommen haben kann. Und dann besteht immer noch eine 60/40 Chance das die Ventile schon etwas abbekommen haben....


  • Versatz von 3Zähnen? !augenmach!

    ...ja, oder von 5 oder... ich habe ja nur beschrieben, was passiern kann, wenn zwischen Riemen und Zahnrad was durchtransportiert wird ...nicht, welche Folgen es jeweils hat.

    Nach meiner Erfahrung:

    - läuft er mit einem Zahn Versatz noch so, dass manche Hausfrau damit weiter rumfährt

    - läuft er auch mit 2 Zähnen Versatz noch

    - läuft er in manchen Fällen sogar mit 3 Zähnen noch weiter (bis man ihn abstellt) wenn es eher Kerben in den Kolben, als total krumme Ventile gegeben hat. Das ist um so wahrscheinlicher, wenn der Riemen bei Vollgas überspringt. Man kann ihn bei 3 Zähnen aber nicht wieder anlassen

    - mehr Versatz führt i.d.R. auch zu einem sekundären Riss!

    Gruß, Jörn

  • Danke erstmal für die Antwort. War sehr verständlich.

    Die Geschichte noch einmal:
    Ich habe ihn morgens angeschmissen und hab ein komisches Klötergerausch gehört, was mit mehr Drehzahl lauter wurde. Sofort angehalten und Motorhaube auf. Siehe da, der Keilriemen löst sich etwas auf. Ich sofort zurück. Im 1. Gang! Es waren maximal 200m und dabei scheint er schon abgeflogen sein, weil Batterleuchte ging plötzlich an.

    Nun vom ADAC in die Werkstatt. Werkstatt hat alle Rollen und Riemen bestellt und meinte, der Spanner ist auch kaputt. Das Gewinde ist wohl irgendwie nicht mehr richtig. Spanner mitbestellt, alles aufgebaut. Dann hat Meister mich angerufen, dass Probefahrt gemacht wurde und der Wagen nicht ordnungsgemäß läuft. Daraufhin haben Sie ihm am Diagnosegerät angeschlosse und kam raus, dass Nocken- und Antriebswelle? nicht mehr synchron laufen.

    Nun sind meine Optionen: alles wieder runter, den Zahnriemen wieder versetzen lassen. Auf Glück hoffen, dass der Wagen danach wieder einwandfrei läuft. Auf jedenfall meinte der Meister, das danach wieder alles ab muss und ein neuer Zahnriemen rauf muss.

    Ich verstehe nicht ganz. Wenn er angeblich bei 3 Zähnen nicht mehr angeht, aber bei einem noch normal fahrbar ist, warum machen die son Kram? Er hat sich ja beim anmachen angeblich schon komisch angehört. Bei mir hat er sich noch ganz normal angehört, außer das ich nicht mehr gut lenken konnte, was sicherlich auf die Servo zurück zu führen ist.

    Ich hatte es halt teilweise, dass er allgemein gemeckert hat, wenn ich ab dem 3. Gang ab 3000u drauf hatte. Aber das haben ja viele hier, was eher auf AGR, VTG oder anderes zurück zu führen ist.

    Ich mein was die Reparatur jetzt schon kostet kann sich ja jeder vorstellen. Und wenn ich eine 40% Chance habe, mit nochmal 300 Euro für Zahnriemen neu aufsetzen, dann finde ich das schon relativ wenig. Weil er gleich meinte, mann kann nie sicher sein, ob der Motor jetzt ein abbekommen hat und Garantie übernimmt er dafür auch nicht.

    Was würdet ihr machen?

  • Hallo!

    Ich schreibe jetzt mal eine Antwort, die zufällig gerade zu zwei Threads passt...


    Was würdet ihr machen?

    Tja ...lohnt es sich überhaupt noch ...gute Frage!?!

    Ich glaube, ich würde auf diese Art, auf die Ihr Autos fahrt, überhaupt kein Auto fahren...

    Unterhalb von "alle 3 Jahre einen Neuwagen" funktioniert, wenn man auf Werkstätten angewiesen ist, imho vielleicht ein Modus, wie folgender: Man kauft Autos so 2-3 Jahre alt und maximal 50.000km gelaufen ...und verkauft sie wieder mit 5-6 Jahren und ca. 100.000km, aber maximal 150.000km. Und selbst bei den Eckdaten braucht man noch Glück ...und zwar sowohl beim Auto, als auch bei der Werkstatt!

    Alles andere funktioniert nur, wenn entweder selber schrauben kann, oder in ein soziales Netzwerk eingebunden ist, das schrauben kann und einem sehr wohl gesonnen ist.

    Bei Autos, die älter als 6 Jahre sind und/oder mehr als 150.000km gelaufen haben, sind "Wartungspakete" wie Zahnriemen + Kupplung + Stoßdämpfer ...und wenn dann noch eine Hochdruckpumpe, oder ein Zahnriemenriss/Überspringer dazu kommt...

    ...als Werkstattreparatur teurer, als der Wert des Fahrzeugs!

    Ich würde ...entweder schrauben lernen ...oder besagte 3-Jährige Fahrzeuge mit geringer Laufleistung kaufen (und bei s.o. wieder abstoßen) ...oder das Geld lieber in Bahnfahrkarten investieren.

    Klingt hart ...ist es auch... sorry!

    Gruß, Jörn

  • Das ist zwar ein nett gemeinter Rat, aber hilft mir für das derzeitige Problem nicht ;)

    Welche Art Antwort möchtest Du denn gerne?

    Bei einem Zahnriemenüberspringer kann schlußendlich herauskommen, dass doch Ventile krumm ....oder noch schlimmer, Pleullager aufgeschlagen sind. (einer der wenigen Nachteile des 2V mit Tassen statt Kipphebeln)

    Von Riemen neu draufmachen ...über neuen Zylinderkopf ...bis Austauschmotor ....sind alle Varianten möglich ...und man weiß es erst sicher, wenn die Werkstatt schon viele Stunden reingesteckt hat, die Du dann in jedem Fall bezahlen mußt!

    Wenn auch 2000-3000,- Euro als Reparaturkosten OK wären ("wären" == "worst case"!) ...dann mach weiter mit der Reparatur.

    Wenn nicht ...dann gib den Wagen, so wie er ist, für was anderes in Zahlung!

    Dass wir hier im Foum ein "Vater Unser" beten, damit es beim neuen Riemen bleibt ist sinnlos ...denn dann hätte es auch geklappt, dass es beim Nebenaggregateriemen bleibt ;)

    Gruß, Jörn

  • Darauf wollte ich gar nicht hinaus. Ich wollte eigentlich nur eine wenn mögliche Einschätzung was alles kaputt gegangen sein kann. Und wie Wahrscheinlich es wohl sein kann. Wie gesagt, bei mir war noch alles tutti mit dem Motor. Deshalb verstehe ich nicht ganz, wieso die Werkstatt den anmacht, der sich komisch anhört und die ne Probefahrt damit machen. Wenn, dann wird doch sicherlich nen Schaden dabei entstanden sein?

    Und stimmt die Aussagen, dass wenn der nun wieder versetzt wird und alles in Ordnung wäre, der Zahnriemen danach wieder neu muss?


  • Und stimmt die Aussagen, dass wenn der nun wieder versetzt wird und alles in Ordnung wäre, der Zahnriemen danach wieder neu muss?

    Den Zahnriemen macht man immer! neu, wenn man an ihn ran muß; also auch, wenn man z.B. die Hochdruckpumpe wechselt.

    In Deinem Fall muß auch mindestens der Zahnriemenspanner neu, denn dieser ist garantiert in dem Moment überdehnt worde, als das Stück Keilrippenriemen durchgenüdelt wurde. (dadurch sind auch bestimmt Zähne des Riemens fratze!)

    Ist eigentlich auch egal, denn die Teile kosten doch fast nix ...der Hauptposten ist die Arbeitszeit.

    Gruß, Jörn

  • Darum ging es mir ja auch. Die Werke wollte erst alles wieder in Ordnung bringen und wenn alles einwandfrei läuft wieder alles ab und den neuen Zahnriemen rauf. Dann können die doch lieber gleich den neuen Riemen raufmachen, dann müssen diese nicht wieder alles abbauen und ranmachen oder sehe ich das falsch?

  • Darum ging es mir ja auch. Die Werke wollte erst alles wieder in Ordnung bringen und wenn alles einwandfrei läuft wieder alles ab und den neuen Zahnriemen rauf. Dann können die doch lieber gleich den neuen Riemen raufmachen, dann müssen diese nicht wieder alles abbauen und ranmachen oder sehe ich das falsch?

    Das siehst Du richtig ...aber nur für den Fall, dass deine Glaskugel korrekt funktioniert bei der Voraussage, dass nicht am Ende auch noch der Zylinderkopf oder im schlimmsten Fall der ganze Motor neu gemacht werden müssen.

    Erst den alten Riemen wieder richtig auflegen ...dann mit dem alten Riemen einen Kompressionstest zu machen ...und erst wenn dieser einwandfrei ist, einen neuen Riemen + Spanner draufzumachen, ist eine gute Strategie!

    Gruß, Jörn

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