1600er Motor. Schlechtes anspringen und Leerlaufgemischdüsen reagieren nicht

  • Hallo Leute,
    nach dem ich beide Weber Vergaser meines 71er FB Spiders ausgebaut gereinigt und die Vergaserflansche getauscht habe, siehe auch hier http://www.alfisti.net/alfa-forum/old…r-reinigen.html springt er im kalten Zustand weiterhin schlecht an. D.h ca. 8 Versuche mit Pumpen ohne Choke. Oder 3-4 Versuche mit Chocke sind nötig um in zum Leben zu erwecken. Die Zündung ist bis auf die Zünspule komplett neu. Die Zündspule liefert einen schönen kräftigen 15 mm lange Funken. Ist also OK. Was mir nach der Reinigung beim Einstellen der Vergaser noch auffiel ist, das 2 der Leerlaufgemischschrauben beim rein- und rausdrehen gar nicht reagieren und eine nur minimal reagiert. Der Motor läuft aber auf allen 4 Pötten sauber. Er nimmt, wenn er einmal läuft, sauber Gas an, frotzelt nicht, patscht nicht und hat einen stabilen Leerlauf.
    Sollte ich die Leerlaufdüsen nochmal rausschrauben und die Bohrungen ordentlich durchblasen ? Oder habt ihr noch andere Ideen ?
    Ich habe die Vergaser bei der Reinigung nicht bis auf die letzte Schraube/Düse zerlegt. Vielleicht war das ein Fehler :(

    Vielen Dank

    Grüße

    Holger

  • Hallo Holger, auch wenn du die beiden LL-Gemischschrauben (wo es motormässig keine Reaktion gibt) komplett schliesst merkt man keinen Drehzahleinbruch ?
    Wie hoch ist den deine momentan stabile Leerlaufdrehzahl ?
    Machs mal so. Stell das Standgas so ein das er knapp vorm abschmieren ist, also Drosselklappenspalt wirklich klein so das dann nur das LL-Gemisch für die Gemischbildung verantwortlich sein kann. Und dann dreh mal rum an deinen LL-Gemischschrauben. Gruss. Günter

    Und wegen dem schlechten anspringen: Zündung ist gut eingestellt ? Welche Kerzen hast drinnen ?

  • Hallo Holger, auch wenn du die beiden LL-Gemischschrauben (wo es motormässig keine Reaktion gibt) komplett schliesst merkt man keinen Drehzahleinbruch ?
    Wie hoch ist den deine momentan stabile Leerlaufdrehzahl ?
    Machs mal so. Stell das Standgas so ein das er knapp vorm abschmieren ist, also Drosselklappenspalt wirklich klein so das dann nur das LL-Gemisch für die Gemischbildung verantwortlich sein kann. Und dann dreh mal rum an deinen LL-Gemischschrauben. Gruss. Günter

    Und wegen dem schlechten anspringen: Zündung ist gut eingestellt ? Welche Kerzen hast drinnen ?

    Hallo Günter,
    es sind NGK BP6ES drinnen. Die Einstellung der Zündung hab ich bis auf den neuen Unterbrecherkontakt noch nicht geprüft. bzw. prüfen lassen, weil mir das Equipment dazu fehlt.
    In der Tat, auch wenn ich die beiden LL Gemischschrauben ganz hineindrehe gibt es keine Reaktion beim Leerlauf. Er lauft stabil bei 700 U/min. Auffällig ist dass sich die beiden nicht reagierenden LL Gemischschrauben einmal an Vergaser eins und einmal an Vergaser zwei befinden. Also trotzdem Drosselspalt verkleinern ?
    Mit Choke springt er fast beim ersten Schlüsseldreh an ! Nimmt dann zwar nicht besonders gut das Gas an bzw. geht beim Gasgeben manchmal aus, aber immerhin. Der Kaltstart ist so tausendmal besser ohne Choke.

    Danke und Grüße
    Holger

    Einmal editiert, zuletzt von hkammi (21. November 2011 um 15:26)

  • moment mal, wieso beschwerst du dich über schlechtes startverhalten, wenn dein motor mit choke perfekt anspringt? sei doch froh, so sollte es sein. da können alle sagen was sie wollen, ich bin der meinung, dass die leerlaufdüsen zu groß sind, wenn sich das beim momentanen wetter anders verhält.
    komisch ist allerdings, dass deine gemischschrauben nicht alle reagieren. hast du die mal alle rausgedreht und verglichen? eventuell ist der kegel beschädigt/ krumm...
    mfg sebastian

  • Hallo Holger, NGK sind eh gut. U-Kontaktabstand hast also eingestellt und den festen Zündzeitpunkt vermutlich auch. Abgeblitzt hast du ihn noch nicht,oder ?
    Das kannst eh noch später machen.
    Ich find auch, das wenn er im kalten Zustand bei der momentan kalten Luft so anspringt wie du schreibst,das mehr als in Ordnung ist. (Also mit Hilfe vom Choke)
    Momentan bist auf stabile 700U/min herunten,also ohne schlackern und wackeln
    das einem der Motor erbarmt ? Und das ganze mit 2 komplett geschlossenen LL-Gemischschrauben ?? Klingt alles sehr seltsam.
    Hast du die beiden Vergaserpaare schon zumindest annähernd synchronisiert ?
    Und bau einfach alle LL-Düsen aus und blas sie durch,dann kannst die zumindest abhaken.Dann entfernst alle LL-Gemischrauben und bläst von der Düsenstockseite in den Kanal rein, falls da auch noch was verstopft wäre.
    (Ich an deiner Stelle hätte die Weber ja sowieso ordentlich zerlegt,weil auf
    ein paar Düsen oder irgendwelche Schrauben kommt es dann auch nicht mehr drauf an) Also gutes Gelingen mit dem nachreinigen und versuch ihn mal zu synchronisieren.

  • ... ich bin der meinung, dass die leerlaufdüsen zu groß sind, wenn sich das beim momentanen wetter anders verhält.


    Hm, ich war bislang der Meinung (gründet auf 40er Weber), daß das Kaltstartverhalten bzw. ob ein Choke benötigt wird, von der Einstellung der Leerlaufgemisch-Schrauben abhängt.
    Die werden idR. so fett eingestellt, daß der Choke nicht benötigt wird.
    Grund: Ihre Einstellung beeinflußt auch das Gemisch im Übergang, bei zu magerer Einstellung der Schrauben dreht der Motor nicht sauber hoch...

    Christian F. aus FR

  • hi, natürlich hängt das startverhalten auch in gewissem maße von der leerlauf gemisch einstellschraube ab. allerdings ist dieser einfluss bei weitem nicht so groß.
    eine größere düse hat einen geringeren durchflusswiederstand. man muss also bei gleicher leerlaufdrehzahl in der regel die co-schrauben etwas weiter rein drehen, als bei einer kleineren düse. trotzdem springt der motor kalt besser an. ist also eher eine kombination aus beidem, wobei es zu jeder leerlaufdüse nur eine perfekte einstellung der co-schraube gibt, damit der motor warm optimalen leerlauf und teillastverhalten hat. also kann ich bei korrekter einstellung der co- schrauben schon eher sagen, dass die leerlaufdüse tendenziell etwas zu groß ist, wenn der motor bei dem momentanen wetter ohne choke gut anspringt. spätestens aber wenn er auch noch direkt gas annimmt sollte klar sein, dass etwas falsch eingestellt/dimensioniert ist.
    mfg sebastian

  • Holger, wie siehts jetzt aus bei dir ?
    Haben Zylinder 1+2 nun mitgearbeitet im Leerlauf oder eh nicht ?
    Mich würds interessieren was der Grund war warum die beiden LL-Gemischschrauben keine Reaktion zeigen.
    Danke. Ciao, Günter

  • Holger, wie siehts jetzt aus bei dir ?
    Haben Zylinder 1+2 nun mitgearbeitet im Leerlauf oder eh nicht ?
    Mich würds interessieren was der Grund war warum die beiden LL-Gemischschrauben keine Reaktion zeigen.
    Danke. Ciao, Günter

    Hallo Günter,
    hab im Moment sehr wenig Zeit. Auf der Arbeit ist die Hölle los.
    Ich versuche dieses oder nächstes Wochenende in die Halle zu kommen um das zu probieren was ihr mir geraten habt.
    Werde euch auf jeden Fall berichten.
    Es sind Zylinder 2+3 die nicht auf die LL Gemischschrauben reagieren. Beide Zylinder laufen aber, auch wenn die Gemischschrauben ganz reingedreht sind.

    Grüße
    Holger

    Einmal editiert, zuletzt von hkammi (25. November 2011 um 15:31)

  • Oh, das hab ich dann falsch verstanden mit Vergaser 1 und Vergaser 2.
    Bin gespannt was da rauskommt, weil irgendwie baut sich er trotzdem ein zündfähiges Gemisch bei Zyl.2 und 3 auf obwohl die LL-Schrauben zu sind und der DK-Spalt bei deiner LL-Drehzahl sicher klein ist,also über die Übergangsbohrungen dann wohl auch nicht. Vielleicht holt er sichs ausreichend über den Choke,der nicht sauber verschliesst. Würd mich freuen wenn du abschliessend was dazu schreibst. Gutes Gelingen wünsch ich dir. Grüsse. Günter.

  • Hallo,
    obwohl schon etwas älter der Thread, klink ich mich mal hier ein, da ich ein ähnliches Problem habe.

    Die LL-Schrauben an dem 2. (hinteren) Weber DCOE40 meiner 1600 Giulia sind völlig wirkungslos. Ebenso laufen die ersten beiden Zylinder offenbar nicht mit, da beim Abziehen der Zündkabel ebenfalls keine Reaktion.

    Ich habe schon alles erdenkliche ausprobiert und überprüft: Kompression auf allen 4 Zyl. gleichmäßig hoch, Zündung überprüft und abgeblitzt. Zündkerzen neu. Dann habe ich den hinteren Vergaser nach vorne getauscht. Siehe da, statt der Zylinder 3 + 4 laufen nun die Zylinder 1 + 2 nicht mehr mit. Meine Vermutung: Schwimernadelventil hängt. Deckel getauscht, doch alles beim Alten. Übrigens die Vergaser wurden von einer auf u.a. Weber spezialisierten Werkstatt überholt.

    Langsam verlier ich den Glauben. Hat jemand noch eine Idee?

    Matthias

  • Hallo Matthias,

    dann würde ich die Vergaser diesem Spezialisten
    wieder schicken, damit er die Reste seines Strahlguts entfernt.
    Nicht jeder optisch geschönte Vergaser erfüllt auch die Funktion die
    von ihm erwartet wird.


    Viele Grüsse

  • Hallo Matthias,

    dann würde ich die Vergaser diesem Spezialisten
    wieder schicken, damit er die Reste seines Strahlguts entfernt.
    Nicht jeder optisch geschönte Vergaser erfüllt auch die Funktion die
    von ihm erwartet wird.


    Viele Grüsse

    Auszuschließen ist natürlich nichts. Abern in diesem Fall bin ich mir ziemlich Sicher, dass sorfältig auf durchgängige Kanäle geachtet wurde. Aber ich werde das noch einmal verfolgen müssen.

    Matthias

  • Hallo Mattihas,

    ja wenn du dir sicher bist ist ja perfekt!
    Nur warum verrichtet der eine Vergaser seinen Dienst nicht wie vorgesehen?
    Durch den Tausch von links nach rechts hat Du Dir den Beweis selbst erbracht.

    Also abbauen und dem Spezialisten aud den Tische legen.
    Geschichte anhören und hoffen wenn dein Vergaser zurückkommt,
    daß er so fit ist wie sein Bruder.

    Viele Grüsse

  • Hallo Matthias,

    gute Entscheidung,
    denn erstens hat Dein Spezialist sich bezahlen lassen für die Arbeit.
    und zweitens was soll in einem Forum zu solch einem Problem geschrieben werden, ohne das Problem aus der Nähe betrachten zu können.
    Alles was an Antworten kommt liegt im Reich der Spekulation.


    Viele Grüsse

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