AGR ohne AGR Ventil, oder: "wie dämlich muß man als MultiAir Patentinhaber sein?"

  • Hallo!

    Anfang 2012 kommt ein Dieselmotor auf den Markt, der das Problem der Abgasrückführung geradezu elegant gelöst hat!

    Kein Abgasrückführventil ...nicht extern und nicht in den Zylinderkopf integriert (wie der Alfa/Fiat VM-Motori Zukaufmotor) ...gar keins!!!

    Gelöst wird das Einsteueuern einer AGR Rate dadurch, dass im Ansaugtakt nicht nur das Einlassventil, sondern auch das Auslassventil etwas aufgeht ...immer in dem Verhältnis, in dem eine AGR Rate erreicht werden soll. Der Zylinder "saugt" im Ansaugtrakt einfach etwas Abgas, das er gerade vorher dorthin ausgeschoben hat, wieder zurück. Das Verfahren ist, zusammen mit einer abgesenkten Verdichtung von 14,1:1, so effizient, dass die NOx Werte der Euro 6 ohne Pipi Additivierung, etc. erreicht werden.

    2 Jahre nach der Einführung von MultiAir und den damaligen Ankündigungen, dass man das auch mit Auslassventilen und in JTD Dieselmotoren realisieren kann ...ist bei Alfa/Fiat nix passiert ...dabei wäre MultiAir "DIE" Technologie, um das oben genannte Prinzip technisch am elegantesten umzusetzen ...aber wie gesagt, Fiat ist inovativ nahezu tot ...einfach beschämend!

    Nun sieht es so aus, als ob der Konstrukteur des schlechtesten Common Rail Dieselmotors auf dem Markt (von 2002-2008) ...nach einer Neukonstruktion im Jahre 2008 (kaum Probleme bekannt) ...jetzt auch noch den Erfinder des Common Rail Diesel überholt... peinlich!

    Gruß, Jörn


  • Naja, Multiair hat ja immernoch eine Nockenwelle. So richtig flexibil ist man da auch nicht bzgl. der Steuerzeiten. Man bräuchte dann beim Auslassnocken auch noch eine Erhebung zur parallel zum Einlass.

    Welcher Hersteller bringt denn das System? "schlechtesten Common Rail Dieselmotors auf dem Markt (von 2002-2008)" kann ich nicht so direkt einordnen.

  • Jörn, lass uns nicht dumm sterben, welches KFZ muss ich mir kaufen um das dumme AGR-Klimbim los zu werden?

    Es ist der Hersteller, der früher einen Motor konstruiert (und 5 Jahre lang so verkauft), bei dem total schwachsinnig die Injektoren keine Schächte im Zylinderkopf haben, sondern direkt im Öl stehen (keiner merkt wenn ein Dichtring undicht ist ...das Öl geht hops ...und der Motor auch...)

    Das erste Fahrzeug mit dem neuen Motor wird wohl das "kleine SUV" dieses Herstellers. Hubraum ist 2,2L und Turboaufladung als Registervariante mit kleinem/großem Turbo (ohne VTG), wie die 123d, 335d/535d (und auch der neue 525d) BMW.

    Jetzt weiß es aber jeder, oder?

    Gruß, Jörn

    Einmal editiert, zuletzt von Understatement (31. August 2011 um 12:56) aus folgendem Grund: neuer 525d natürlich!

  • Naja, Multiair hat ja immernoch eine Nockenwelle. So richtig flexibil ist man da auch nicht bzgl. der Steuerzeiten. Man bräuchte dann beim Auslassnocken auch noch eine Erhebung zur parallel zum Einlass.

    MultiAir hat Nockenwellen, die erstmal normale Steuerzeiten einbringen. Zusätzlich können die Hydrauliken in allen Phasen das Ventil weiter öffnen, als es die Nocke tut ...nur umgekehrt halt nicht. (MuliAir kann Ventile nicht schließen, wenn die mechanische Nocke sie geöffnet hat)

    Genau dieses "zusätzliche Öffnen" ist es aber auch hier, was zum Einsteuern einer AGR Rate benötigt wird. Also auf den Punkt ideal!

    Gruß, Jörn

  • Zitat von Giuseppe Farina

    Eine logische und einfache Loesung.
    Erfordert aber eine vollvariable Ausgangsventilbetaetigung.
    Ist die Marke zu raten ein Quiz? :)
    Was japanisches?

    Zitat von Giuseppe Farina

    Reimt sich auf Platz da.......

    Deine erste Einschätzung war völlig richtig, es ist was japanisches! :)

    Edit: Sehe gerade: DoktorKloebner war ein wenig schneller....

    Einmal editiert, zuletzt von IzNoGood (31. August 2011 um 13:09) aus folgendem Grund: Post von DoktorKloebner

  • MultiAir hat Nockenwellen, die erstmal normale Steuerzeiten einbringen. Zusätzlich können die Hydrauliken in allen Phasen das Ventil weiter öffnen, als es die Nocke tut ...nur umgekehrt halt nicht. (MuliAir kann Ventile nicht schließen, wenn die mechanische Nocke sie geöffnet hat)


    Nope, es ist doch genau umgekehrt. Ich muss wohl nochmal den MTZ-Artikel rauskramen. ;)

    Auf dem Bild kann man es ganz gut erkennen:[Blockierte Grafik: http://www.unitednetworker.com/wp-content/uploads/2009/09/G_090304_FGA_MultiAir_08.jpg]

  • Nope, es ist doch genau umgekehrt. Ich muss wohl nochmal den MTZ-Artikel rauskramen. ;)

    Auf dem Bild kann man es ganz gut erkennen:

    Du hast Recht! ...allerdings gibt speziell für den LIVO cycle auch Darstellungen, bei denen die Öffnung über das Ende des Normalzyklusses hinauswandert und nicht nur eine kleinere Füllung darstellt.

    Ich sehe allerdings kein Problem, mit dieser Technik das Auslassventil auch zu Einlasszeiten zu steuern, da der Hydraulikdruck für die Einlassventile in dem Moment sowieso erzeugt wird und nur teilweise umgeleitet werden muß.

    Gruß, Jörn

  • Nicht erst seit dem RX-8 finde ich diesen Hersteller immer wie besser.
    Vermutlich einer der ersten Grossserien-Hersteller, der es geschafft und geschnallt hat, dass Leichtbau extrem wichtig ist. Die haben beim Mazda 2 fast 100kg abgespeckt... Die MPS-Modelle waren auch immer klasse. Design stimmt und die Technik sowieso...

    Die haben mittlerweile ziemlich genau ein Modell-Portfolio, dass ich von Alfa erwarten würde.
    Sportwagen/Coupé mit RWD (RX-8), sportliche Kompakt- und Mittelklasse (3/6) sowie einen leichten und spassigen Roadster (MX-5). Selbst den Mazda 2 finde ich für einen Kleinwagen recht schick.

  • Du hast Recht! ...allerdings gibt speziell für den LIVO cycle auch Darstellungen, bei denen die Öffnung über das Ende des Normalzyklusses hinauswandert und nicht nur eine kleinere Füllung darstellt.

    Ich sehe allerdings kein Problem, mit dieser Technik das Auslassventil auch zu Einlasszeiten zu steuern, da der Hydraulikdruck für die Einlassventile in dem Moment sowieso erzeugt wird und nur teilweise umgeleitet werden muß.

    Gruß, Jörn

    Noch ein Zitat von wikipedia:

    Zitat

    Das Abgas wird in den Ansaugraum zurückgeführt, indem ein Teil über ein Rohr der angesaugten Frischluft zugemischt wird. Der Anteil des zurückgeführten Abgases darf aber auch nicht zu hoch werden, da ansonsten die Partikelemission (Ruß) zu stark ansteigt. Die Grenze ist dabei von Last und Drehzahl des Motors abhängig. Die Regelung der Rückführung übernimmt ein außerhalb des Motors angebrachtes Abgasrückführventil (externe Abgasrückführung). In gewissen Grenzen regelbar wird zudem systembedingt bei allen 4-Takt-Otto-Motoren das Abgas während des Ansaugtaktes durch ein offenes Auslassventil wieder angesaugt (interne Abgasrückführung). Bei Dieselmotoren ist dies nicht möglich, da sie keinen Schadraum oberhalb des Kolbens, sondern eine Kolbenmulde aufweisen, so dass trotz der Ventiltaschen eine notwendige Ventilüberschneidung nicht darstellbar ist. Daher verfügen Dieselmotoren ausschließlich über externe AGR.


    Die Kunst von Mazda lag also weniger in der Realisierung der Überschneidung, also viel mehr darin, auch dafür zu sorgen, dass auch Abgas zurückströmt. Könnte aber auch durch die niedrige Verdichtung vereinfacht werden, da dadurch der Brennraum größer wird.

  • Noch ein Zitat von wikipedia:

    wikipedia ist in diesem Fall Käse, denn die Existenz einer Kolbenmulde und damit der Möglichkeit einer Überschneidung hat überhaupt nichts mit der Fragestellung "Diesel oder Benziner" zu tun, sondern mit "Direkteinspritzer, oder nicht-Direkteinspritzer". Vorkammerdiesel haben z.B. keine Kolbenmulde!


    Die Kunst von Mazda lag also weniger in der Realisierung der Überschneidung, also viel mehr darin, auch dafür zu sorgen, dass auch Abgas zurückströmt. Könnte aber auch durch die niedrige Verdichtung vereinfacht werden, da dadurch der Brennraum größer wird.

    Für die AGR Funktion braucht man keine Überschneidung, sondern eine zusätzliche Öffnung des Auslassventils während des Ansaugtaktes; das ist etwas vollkommen anderes! An den OTs können die Ventile wie bisher geschlossen sein und kommen so auch nicht mit einem Muldenkolbenrand in Berührung.

    Gruß, Jörn


  • ...
    Die haben mittlerweile ziemlich genau ein Modell-Portfolio, dass ich von Alfa erwarten würde.
    Sportwagen/Coupé mit RWD (RX-8), sportliche Kompakt- und Mittelklasse (3/6) sowie einen leichten und spassigen Roadster (MX-5). Selbst den Mazda 2 finde ich für einen Kleinwagen recht schick.


    ... wird der RX8 noch gebaut?

    Ansonsten hast Du recht - das Portfolio ist zurzeit spannender als das der "Mutter" (Ford)...

  • Mein Fast-Schwager fährt einen RX-8. Das Auto ist natürlich in heutigen Zeiten schlicht und ergreifend mehr als unwirtschaftlich. Für das Geld kann man locker was besseres fahren. Braucht durch Wankelmotor wahnsinnig teures Öl, das er mtverbrennt und davon einige Liter im Jahr. Also umweltmäßig auch eine Katastrophe. Spritverbrauch ist auch nicht tragbar. Da könnte man auch einen richtigen Sportwagen fahren. Zudem kommen noch einige Dinge, die gar nicht tragbar sind (wehe er steht mal zwei Wochen oder wird einige Zeit nur über kurze Kurzstrecken bewegt). Sieht von außen und innen aus wie neu. Neulich war er beim Kundendienst. Das 7 Jahre alte Auto muß jetzt unten größerflächig geschweisst werden. Zudem fehlt dem Auto eindeutig Drehmoment. Wehe es kommt ein Berg. Da heißt es immer die Italiener rosten schon im Prospekt. Naja. Natürlich hat das Auto einen Exotenbonus, jedoch überwiegen für mich eindeutig die Nachteile. Vielleicht ja auch ein Einzelfall, ich glaube jedoch nicht.

  • ...es war ja nur eine Frage von Zeit, ehe hier in diesem Thread wieder einer dahergekrochen kommt und themen- sowie inhaltslos "Geschichten" von (wahlweise!) einem Bekannten oder Verwandten reinhacken muss. Naja, eine Seite lang ging's ja gut. Für alfisti.-net-Verhältnisse ist das schon ganz außerordentlich.

    Danke an Jörn und auch fabi für die Infos der ersten Seite.

    Gruß
    Jan

  • Ist zwar herrlich OT, aber unrecht hat der User zuweitakter da nicht. Ist alles in diversen Foren nachzulesen, besonders rosten tun die Mazdas immer noch und das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
    Und jetzt zurück zum AGR. Ob das dann in der Praxis so funktioniert wird sich zeigen. Mazda hatte schon öfter mit seinen Motorentwicklungen danebengelegen.

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