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Alfa 6

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Modellbezeichnung / Typ: 6
Baureihe: 119 A
Produktionsbeginn: 1979
Produktionsende: 1983
Produzierte Stückzahl: 8.144
Fahrgestellnummern: AR119A*0001011 - AR119A*0001999 / ZAR119A00*00002001 - ZAR119A00*00005900
Neupreis bei Produktionsbeginn: 42.500 DM
 
Motorart: 6 Zylinder Otto-V-Motor mit einem Zylinderwinkel von 60°
Motortyp: AR 01913
Zusätzliche Motorinformation: 1 obenliegende Nockenwelle pro Zylinderbank
Motormontage: vorne längs
Maximale Leistung (KW / PS @ U/min): 118/160 @ 5.800
Verdichtung: 9.1 : 1
Hubraum: 2.492 ccm
Bohrung / Hub: 88 X 68,3 mm
 
Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
Antrieb: Heckantrieb
 
Radstand: 2.600 mm
Länge / Breite / Höhe: 4.760 / 1.684 / 1.425 mm
Leergewicht: 1.350 kg
 
Fahrzeugbeschreibung / Bemerkungen: Der Alfa 6 (sprich „ßäi") hatte die Karosseriemitte und die Türen von der Alfetta, aber einen längeren Vorder- und Hinterwagen. Da die Bodengruppe auch neu war, denn der 6 hatte keine Transaxle-Technik sondern ein ZF-Getriebe hinter dem Motor, konnte man den Radstand länger und den Platz im Fond größer machen als bei der Alfetta.
Der 6, der eigentlich schon viel eher erscheinen sollte, aber wegen der Ölkrise und anderer Schwierigkeiten immer weiter verschoben wurde, war der erste Alfa mit dem genialen 60°-V6-Motor, der heute noch zu den besten gehört.

Die Serienausstattung kann sich sehen lassen: vier elektrische Fensterheber (schon damals mit Einklemmschutz!), elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrisch verstellbare Sitzhöhe (nur beim Fahrersitz), Lenkradhöhenverstellung, Zentralverriegelung, Nebelschlussleuchte (1979 noch lange kein Standard!), elektrische Scheinwerferhöhenverstellung, Motorraumbeleuchtung, mit hochwertigem Teppich ausgekleideter und beleuchteter Kofferraum, Leselampe, Edelholzausstattung, elektrische Antenne, und Radiovorbereitung.

Die passive Sicherheit kommt ebenfalls nicht zu kurz. Es gibt ein Brandschutzsystem mit Crashschalter, der bei einem Aufprall die Benzinzufuhr unterbricht. Damit es dazu gar nicht erst kommt, hat die Alfa 6 vier Scheibenbremsen (die vorderen sind innenbelüftet).

Um kapitalen Motorschäden vorzubeugen, haben sich die Ingenieure eine automatische Benzinzufuhrunterbrechung einfallen lassen, die bei zu geringem Öldruck den Motor sofort ausschaltet.

Das Belüftungs- und Heizungssystem ist sehr aufwändig: insgesamt 19 Luftauslässe sorgen für beschlagfreie Scheiben und angenehmes Klima. Die vorderen Seitenscheiben haben eigene Defrosterdüsen und die Fondpassagiere kommen in den Genuss eigener Luftausströmer, die zwischen den Vordersitzen in die Mittelkonsole integriert sind. Auch die Füße der Fondpassagiere werden durch eigene Luftdüsen gewärmt. Das Gebläse ist in der Lage bis zu 7000 Liter Luft pro Minute in den Wageninnenraum zu fördern.

Vergleichbare Fahrzeuge aus deutscher Produktion, etwa ein Mercedes 280 E, haben nicht ein einziges dieser Ausstattungsdetails serienmäßig!
Gegen Aufpreis kann man seinen Alfa 6 mit Metallic-Lackierung, Klimaanlage und Leichtmetallfelgen aufwerten.

Der Alfa 6 wurde zunächst mit 6 Vergasern bestückt, deren Synchronisation kaum möglich war, ohne Jonglierfähigkeiten zu haben. 1982 wurde er auch mit L-Jetronic angeboten und ab 1983 dann im Zuge eines Facelifts das Vergasermodell aus dem Programm genommen.
Die Gesamtproduktionszeit beider Modelle endete 1987 nach 11.596 Einheiten.

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Alfa 6


Alfa 6


Der Innenraum


Ein Blick auf die Instrumente


Der Fond


So sehen die serienmäßigen Stahlfelgen aus

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